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Test: Toyota Auris Hybrid – Der unsichtbare Trendsetter
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Praktisch: der Kofferraum mit dem doppeltem Boden Bilder

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Der 1,8-Liter-Ottomotor leistet 73 kW/99 PS, der E-Motor 60 kW/82 PS Bilder

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Das Cockpit informiert über die jeweilige Antriebsart und den Ladezustand Bilder

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Gewohnt übersichtlich ist das Cockpit Bilder

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Die Fahrt ist im Auris wie erwartet komplett unspektakulär Bilder

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Die ersten paar Meter können bei voller Batterie bequem elektrisch gefahren werden Bilder

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Die Technik stammt vom Toyota Prius Bilder

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Der Testverbrauch hat sich bei uns bei 5,5 Liter auf 100 Kilometer eingependelt Bilder

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Ab 22.950 ist der Auris Hybrid zu haben Bilder

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Praktisch: der Kofferraum mit dem doppeltem Boden Bilder

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Ein echtes Hybrid-Auto trifft man auf unseren Straßen immer noch eher selten an. Am weitesten verbreitet ist der Toyota Prius, der aufgrund seiner leicht futuristischen Formgebung meist aber auch ziemlich auffällt. Genau das könnte zumindest bei uns, wo Autofahrer eher die graue Unauffälligkeit bevorzugen, bisher auch sein Problem gewesen sein.

‚Ich würde ja einen Hybrid fahren, aber…‘

Wer sich mit dem sinngemäßen Hinweis „Ich würde ja einen Hybrid fahren, aber der Prius ist mir einfach zu hässlich“ rausreden konnte, hat diese Ausflucht nun sein einigen Monaten nicht mehr. [foto id=“346186″ size=“small“ position=“left“]Denn mit dem Auris Hybrid hat Toyota ein Fahrzeug im Angebot, dass mit identischer Prius-Technik aufwartet, diese aber unter einer in der Kompaktklasse ganz normalen und damit im Alltag quasi unsichtbaren Schrägheckkarosserie verbirgt.

Deutlich günstiger

Der etwas kleinere Auris trifft aber wahrscheinlich nicht nur den Massengeschmack besser als der Prius, er ist auch deutlich günstiger. Mit einem Basispreis von 22.950 Euro unterbietet er das technische Schwestermodell um 2.500 Euro. Das macht den 4,25 Meter langen Hybriden potenziell interessant.

Eine Fahrt im Hybrid-Auto

Eine Fahrt im Hybrid-Auto ist schon längst kein Abenteuer mehr, vor allem Toyota hat die Technik im Griff und spricht beim Prius sogar von den geringsten Garantiekosten aller Toyota-Modelle. Die Fahrt ist daher wie erwartet komplett unspektakulär. Ist die Batterie noch gut gefüllt, kann man früh am Morgen die ersten paar Hundert Meter vom Hof rollen ohne Nachbarschaftsstreitigkeiten zu riskieren. Schon nach kurzer Strecke allerdings schaltet sich sanft der Vierzylinder-Benziner zu. Und auch wieder ab, zum Beispiel wenn man auf eine rote Ampel zurollt. Jetzt hat man als Fahrer sogar [foto id=“346187″ size=“small“ position=“left“]das gute Gefühl, nicht nur Energie zu sparen, sondern sogar zu speichern. Denn in diesem Fall fungiert der E-Motor als Generator und lädt die Batterie nach, und eine gut geladene Batterie benötigt wiederum weniger Unterstützung vom Verbrennungsmotor.

Sparen macht Spaß

Sparen macht Spaß und ein Blick auf die Energieflussanzeige im Display motiviert zusätzlich, das Gaspedal nur zu streicheln. Dies ist aber auch die einzige Art von Fahrspaß, die man erwarten darf. Ein Sportler ist der Auris Hybrid nicht und wenn man ihn etwas mehr „tritt“, sind sämtliche vorher rausgefahrenen Niedrigverbräuche schnell wieder verspielt. Aber selbst bei vorsichtiger Fahrweise bleiben die versprochenen 3,8 Liter Verbrauch eine Utopie. Wir benötigen bei moderater Fahrweise und einem Mix von Stadt- und Autobahnfahrt im Schnitt rund 5,5 Liter. Nicht schlecht, aber mit einem gleichstarken Diesel auch zu schaffen.


Wer einen Auris Hybrid fährt, macht dies nicht, um Sprit zu sparen. Es gibt vielmehr zwei andere, sich im ersten Moment scheinbar widersprechende Gründe:

Zum einen fährt man ihn, um eine faszinierende Technik an Bord zu haben, zum anderen eben, um im Vergleich zum Prius dies möglichst unauffällig zu tun. Der Fahrer eines Auris Hybrid ist also so etwas wie ein unauffälliger Trendsetter.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Video – Toyota Auris: Der erste Kompakt-Hybrid; Preis & Leistung; Platzangebot; Fazit; techn. Daten; Kurzcharakteristik 

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Video: Toyota Auris: Der erste Kompakt-Hybrid

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Preis & Leistung

Der Preis ist für ein derart ausgereiftes Fahrzeug mit alternativem Antrieb übrigens fair. Für knapp 23.000 Euro gibt es kein nacktes Auto, sondern unter anderem eine Klimaautomatik, LED-Tagfahrlicht, Leichtmetallfelgen, Soundsystem und eine Automatik, die als Planetengetriebe aber sowieso Bestandteil des Hybridsystems ist.

Platzangebot

Als Kompaktwagen ist der Auris im Vergleich zu einem Golf relativ eng geschnitten und da die Batterie hinter den Rücksitzen platziert ist, hat der Kofferraum nur noch 310 Liter Volumen, [foto id=“346188″ size=“small“ position=“left“]45 weniger als im normalen Auris Hybrid. Wer keine Mitfahrer im Fond unterbringt kann aber die Rücksitzlehnen umklappen und das Ladevolumen auf 1.540 Liter erhöhen.

Fazit

Der Auris Hybrid ist ein kleinerer, unauffälligerer und preiswerterer Prius. Wer sich auf das Hybrid-System einlässt, kann vor allem in der Stadt recht sparsam unterwegs sein. Wer das Fahrzeug allein aus diesem Grund kauft, denkt allerdings zu kurz und könnte enttäuscht werden. Der Auris Hybrid ist nicht in erster Linie ein Sparer, er ist ein fahrendes Statement und weist – Elektroautos hin oder her – immer noch ein Stück weit in die Zukunft.

Technische Daten: Toyota Auris Hybrid

Fünftüriger, fünfsitziger Kompaktwagen
Länge: 4,25 Meter
Breite: 1,76 Meter
Höhe: 1,51 Meter
Radstand: 2,60 Meter
Kofferraumvolumen: 310 Liter
Hybridantrieb  
Elektromotor: 60 kW/82 PS
maximales Drehmoment: 207 Nm
1,8-Liter-Ottomotor: 73 kW/99 PS
maximales Drehmoment: 142 Nm bei 4.000 U/min
Kombinierte maximale Systemleistung: 100 kW/136 PS
Vmax: 180 km/h
0-100 km/h: 11,4 s
Durchschnittsverbrauch: 3,8 Liter/100 Kilometer
CO2-Ausstoß: 89 g/km
Testverbrauch: 5,5 Liter
   
Preis: ab 22.950 Euro

Kurzcharakteristik

Alternative zu: Toyota Prius
Passt zu: Hybrid-Fans, die keinen Toyota Prius wollen
Sieht gut aus: neben dem Toyota Prius

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