Triumph Street Triple R – Im Detail verbessert
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Die R weiterhin rund 9.000 Euro Bilder

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Nach wie vor aber ist der charakterstarke Dreizylindermotor ein großer Entertainer Bilder

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Fahrbericht: Triumph Street Triple R Bilder

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Was macht man mit einem Motorrad, das auch nach Jahren noch alle Vergleichstests gegen die Konkurrenz gewinnt? Das an Beliebtheit bei den Fans wenig eingebüßt hat? Mit dem eigentlich alle rundum glücklich sind? Behutsam weiter entwickeln, meint Triumph: die Stärken stärken und kleine Schwachpunkte ausräumen. So geschehen bei der Street Triple und ihrer sportlicheren Schwester mit R im Namen.

Erste Maßnahme: Gewicht runter

Die Neue, Baujahr 2013, wiegt satte fünf Kilo weniger als die sowieso schon leichte Vorgängerin und bringt vollgetankt nur noch 188 Kilo auf die Waage. Zweite Maßnahme: Fahrwerk überarbeiten. So wurde die R nun etwas härter ausgelegt, während die Streety ohne R nach wie vor weicher daher kommt. Dritte Maßnahme: Mehr Gewicht auf das Vorderrad, was die R noch wendiger machen soll.

Hinzu kommen einige optische Maßnahmen wie etwa der nach unten verlegte Auspuff, der die Fans der Under-Seat-Anlage, die der Vorgängerin ihre unverwechselbare Optik verlieh, nicht gerade begeistern dürfte sowie die erweiterten Funktionen des Bordcomputers mit [foto id=“473066″ size=“small“ position=“left“]Tankanzeige.

Spürt man das denn alles?

Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht und beide Varianten – alte Street Triple R und neue – durch kurviges Terrain getrieben; also dort, wo sie sich zu Hause fühlen. Und eben dort fiel zuerst eine Maßnahme auf, die bei der bloßen Betrachtung der technischen Daten untergeht: Das Getriebe wurde ebenfalls überarbeitet. Mit länger übersetztem ersten Gang und vor allem einem reibungsloseren Übergang vom ersten in den zweiten Gang meistert sie die Strecken zwischen engen Kehren müheloser als die Vorgängerin.

Da macht es sich auch kaum noch bemerkbar, dass der Durchzug ein klitzekleines bisschen geringer ausfällt. Bremsen, Einlenkverhalten, Spurstabilität sind nach wie vor vom Feinsten, und mit der weichen Serienbereifung Pirelli Diablo Rosso Corsa muss man wechselnde Fahrbahnbeläge nicht fürchten – Rutscher bleiben weitgehend ausgeschlossen.

Nach wie vor aber ist der charakterstarke Dreizylindermotor ein großer Entertainer. Wie er schon aus niedrigen Drehzahlen und ohne Aussetzer nach oben bis zur Grenze von 13.000 Umdrehungen powert, war und bleibt schier unglaublich. Da tun sich sogar Bikes mit mehr Hubraum schwer dranzubleiben. Und dank der Leichtigkeit, dem breiten Lenker, der willigen und präzisen Gasannahme, der komfortablen und dennoch nicht inaktiven Sitzhaltung der Street Triple R fährt man die Kehren abends noch genau so flott wie morgens. Das ist großes Kino.

Und noch etwas fällt sofort auf

Das singende und trillernde Motorgeräusch hat sich verändert. Zwar singt die Airbox vorne bei steigenden Drehzahlen weiterhin deutlich hörbar mit, doch das Klingeln der Vorgängerin ist weitgehend verschwunden. [foto id=“473067″ size=“small“ position=“left“]Und nach einigen Fahrerwechseln fällt auf, dass die Sitzhöhe um zehn Millimeter verringert wurde – man ist nun ein wenig mehr ins Motorrad integriert. Wenig spürt man von der veränderten Gewichtsverteilung: Lagen vorher 48 Prozent auf dem Vorderrad, nun sind es 50 Prozent.

All das kann man mögen – muss man aber nicht. Wie auch den unten liegenden Auspuff, der nun immerhin ausschließt, dass die Sozia, die auf dem kurzen Sitz überraschend komfortabel logiert, sich über stinkende Abgase beschwert. Zwar kostet die R weiterhin rund 9.000 Euro; Sparfüchse dürften sich aber darüber freuen, dass die Neue etwas weniger Sprit konsumiert: Wir maßen 5,1 Liter auf 100 Kilometer.

Fazit

Auch die Street Triple R, Baujahr 2013, dürfte in Vergleichtests kaum zu schlagen sein. So viel erstklassiges Motorrad gibt es selten in dieser Preisklasse. Ob man nun für das neue Modell schwärmt oder eher als alte vorzieht – egal. Das gilt für beide.

Steckbrief Triumph Street Triple R (Werte in Klammern Modell 2012)

Motor: Flüssiggekühlter Dreizylinder-Viertakt-Reihenmotor, vier Ventile pro Zylinder, Hubraum 675 ccm, Leistung 78 kW/106 PS bei 11.850/min, Drehmoment 68 Nm bei 9.750/min (9.200/min), Sechsganggetriebe, Kette
Fahrwerk: Alu-Brückenrahmen, Upside-down-Gabel, Ø 41 mm, verstellbare Federbasis, Zug- und Druckstufendämpfung, Zweiarmschwinge aus Aluminium, Zentralfederbein mit verstellbarer Federbasis, Zug- und Druckstufendämpfung, Doppelscheibenbremse vorn, Ø 310 mm, Vierkolben-Festsättel, Scheibenbremse hinten, Ø 220 mm, Einkolben-Schwimmsattel
Maße und Gewichte: Radstand 1.410 (1.405) mm, Sitzhöhe 820 (830) mm, Gewicht vollgetankt 188 (193) kg, Tankinhalt 17,4 Liter
Messwerte: Höchstgeschwindigkeit 226 (225) km/h, Beschleunigung 0 – 100 km/h: 3,5 (3,3) sek, Verbrauch: 5,1 Liter/100 km
Preis: 9.090 (9.090) Euro

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