Unfallfreier Straßenverkehr: Assistenzsysteme realisieren Traumvorstellung
Unfallfreier Straßenverkehr: Assistenzsysteme realisieren Traumvorstellung Bilder

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Vor dem automatischen Eingriff wird der Fahrer vor der Gefahr gewarnt. Hierfür müssen Hindernisse erkannt werden. Bilder

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Ein Notbremsassistent kann mitunter autonom abbremsen und so ein Unfall an einem Stauende verhindern. Bilder

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Auffahrunfälle gibt es in Deutschland viele. Fahrassistenzsysteme könnten sie mitunter verhindern. Bilder

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Der Traum eines jeden Autofahrers ist ein stau- und unfallfreier Straßenverkehr. Nie mehr Behinderungen, nie mehr Gefahren und Verletzungsrisiken. Was zunächst wie ein frommer Wunsch klingt, könnte bald schon Wirklichkeit werden. Moderne Assistenzsysteme machen es möglich. Sie fördern Sicherheit und Komfort im Auto – und erfordern dabei immer weniger Zutun des Fahrers.

Die Liste an elektrischen Helferlein für Autos ist lang

Der Schleuderschutz ESP ist längst schon Standard. Mit Spurhalter, Abstands- und Notbremsassistenten sowie Toter-Winkel- und Müdigkeitswarner gibt es mittlerweile für nahezu jede Gefahrensituation das passende System. Dank diverser Radar-, Kamera- und Videosensoren werden die Umgebung erfasst, mögliche Probleme rasch erkannt und schnellstmöglich an den Fahrer weitergegeben. Die Warnung geschieht meist optisch durch die Einblendung eines Signals oder akustisch durch einen Ton, immer häufiger aber auch durch haptische Informationen wie ein vibrierendes Lenkrad oder Gaspedal. [foto id=“362767″ size=“small“ position=“left“]

Ziel der Assistenzsysteme

Das Ziel der Assistenzsysteme ist immer das gleiche: Unfälle vermeiden und damit die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. Derzeit gibt es allerdings ein Problem. Die letzte Entscheidung in puncto Fahrzeugreaktion liegt in der Regel beim Fahrer. Der Steuermann des Fahrzeugs darf nicht bevormundet werden. So schreibt es die in den 1960er Jahren erlassene Wiener Konvention vor. Ein Notbremsassistent darf also nicht zu früh autonom verzögern, denn der Fahrer muss die Möglichkeit haben, selbst auf die Bremse zu treten. Dahinter verbirgt sich ein juristisches Problem, für das weder Fahrzeugindustrie und Kfz-Versicherungen noch der Gesetzgeber eine Lösung kennen: Wer ist verantwortlich, wenn der Assistent das Auto plötzlich und scheinbar ohne Anlass abbremst und der nachkommende Verkehr nicht mehr ausweichen kann? Wer trägt die Kosten, wer ist haftbar? Jede Menge Fragen, auf die es noch keine Antwort gibt. Entscheidend wird die Zuverlässigkeit sein. Bis dies jedoch geklärt ist, bleibt der Autofahrer die letzte Instanz. Wenn er auf die Warnungen nicht reagiert, ist ein Unfall meist nicht mehr vermeidbar, höchstens die Schwere der Unfallfolgen kann noch reduziert werden. Zu den wenigen, löblichen Ausnahmen zählen einzelne Autohersteller wie Volvo. Die Schweden versprechen bereits heute, dass mit Notbremsassistenten ausgerüstete Fahrzeuge bei niedrigen Geschwindigkeiten im Stadtverkehr automatisch und ohne Unfall zum Halten kommen.[foto id=“362768″ size=“small“ position=“left“]

Der Preis spielt eine entscheidende Rolle

Sobald die grundsätzlichen Fragen geklärt sind, wird der Preis die entscheidende Rolle spielen. Nur wenn die Assistenzsysteme für die möglichst breite Masse bezahlbar sind, steigt die Verbreitung – und somit der Nutzen. Wenn ein Autofahrer einen Notbremsassistenten hat, der automatisch vor dem vom Fahrer unbemerkten Stauende abbremst, der nachfolgende Verkehrsteilnehmer aber eben nicht und deshalb mit hoher Geschwindigkeit auffährt, ist der Sicherheitsnutzen eingeschränkt. Vor allem in Schwellenländern, wo der Verkehr in den nächsten Jahren stark zunehmen wird, müssen Assistenten deshalb dem dortigen Niedriglohnniveau angepasst werden. Der Autozulieferer Bosch wird deshalb in den nächsten Jahren auf Basis neuer Sensorgenerationen und deren Vernetzung eine Vielzahl neuer Sicherheits-und Komfortfunktionen anbieten, die durch geringere Kosten für eine bessere Verbreitung sorgen sollen.

Und dann ist das unfallfreie Fahren gar nicht mehr fern

Bei zunehmender Verbreitung entsprechender Assistenzsysteme könnte Einparken in Zukunft ebenso automatisch vonstatten gehen wie das Kolonnenfahren im morgendlichen Stop-and-Go-Verkehr. Durch die Vernetzung von Fahrzeugen untereinander oder mit der Infrastruktur werden Autos zudem vor möglichen Gefahren wie Eisglätte, Aquaplaning oder einem Unfall gewarnt, so dass der Fahrer seine Geschwindigkeit anpassen kann. Wenn das nicht rosige Aussichten sind.

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