Unfallrisiko Handy am Steuer – Apple will SMS-Schreiben verhindern
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Künftig können Besitzer von Apple iPhones am Steuer möglicherweise keine SMS mehr schreiben. Das amerikanische Patentamt hat in der vergangenen Woche ein Dokument veröffentlicht, in dem der Elektronikkonzern ein Patent auf eine Funktion beantragt, die die Nutzung des Smartphones für den Autofahrer blockiert.

Obwohl das Unfallrisiko laut Untersuchungen um das 23-fache steigt, schreiben nach wie vor viele Autofahrer Textnachrichten während sie am Steuer sitzen. Diese und andere Funktionen, die den Fahrer ablenken, könnten mit der neuen Technik ausgeschaltet werden.

Handy erkennt wer fährt

Aus dem Antrag geht hervor, dass das iPhone zum Beispiel über GPS-Daten oder einen Geschwindigkeitssensor bemerkt, ob es sich bewegt, sich also im Auto befindet. Ist das Smartphone mit dem Auto vernetzt, kann es diese Informationen auch vom Fahrzeug erhalten. Dann könnte das iPhone beispielsweise über Kamerabilder analysieren, ob sich sein Nutzer in einer sicheren Position im Auto befindet – oder eben hinter dem Steuer sitzt.

Die Funktion scheint gut zu Apples übrigen Aktivitäten bei der Integration des iPhones ins Auto zu passen. Über Carplay, das künftig zunächst Mercedes, Volvo und Ferrari anbieten, wird die Oberfläche des iPhones in das Bordsystem des Autos integriert. So kann der Fahrer viele Funktionen des Telefons ohne große Ablenkung nutzen, beispielsweise per Sprachsteuerung. Der Patentantrag für die Blockierfunktion wurde bereits 2008 eingereicht, womit er einen Einblick gibt, wie lange sich Apple bereits mit dem Thema Smartphone im Auto beschäftigt.

Die Nutzung eines Telefons als Autofahrer ist nicht nur gefährlich, sondern auch teuer: Wird man erwischt, kostet das nach dem neuen Punktesystem ab Mai 60 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg.

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