US-Trucks: GM greift nach der Krone der Dickschiffe

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Die Fahrzeug-Gattung der Pick-ups fristet hierzulande unverändert ein Exotendasein. In den USA prägen die kleinen Laster als „Light Trucks“ oder als „Heavy Dutys“ mit bis zu 3,5 Tonnen Zuladung vor allem in ländlichen Gebieten das Straßenbild. Nun schickt sich General Motors an, den langjährigen Marktführer Ford die Krone zu entreißen.

Die Erholung der US-Wirtschaft und die steigenden Haushaltseinkommen schlagen sich direkt in den amerikanischen Autozulassungen nieder. Alleine bei Trucks stiegen im August die Verkäufe um 22 Prozent im Vergleich zu August 2012. In den ersten acht Monaten verkauften General Motors, Ford und Dodge 1,27 Millionen Einheiten. 415 000 gingen dabei auf das Konto von General Motors.

Mit 38 Prozent Marktanteil ist derzeit Ford noch Marktführer in diesem Segment, doch General Motors holt mit seinen aktuellen 36 Prozent rasch auf. Derzeit präsentiert der Hersteller seine erfolgreichen Modellreihen Chevrolet Silverado und GMC Sierra in der Version 2015 als Neuheiten auf der Staatsmesse im texanischen Dallas. GM will mit den Modellen Anfang 2014 auf den Markt kommen.

Bei den „Heavy Dutys“, sozusagen den Top-Versionen der Pick-up-Szene, darf alles etwas größer sein. Als Motoren kommen bei GM für die baugleichen Reihen Sierra von GMC und Silverado von Chevrolet ausschließlich V8-Triebwerke zum Einsatz. Mit sechs Liter Hubraum leistet der Benziner 274 kW/360 PS. Der V8-Diesel geht mit 6,6 Liter Hubraum und 296 kW/397 PS ins Rennen. Da dürfen es auch 1 076 Newtonmeter maximales Drehmoment ab 1 600/min sein. Dieses Motorenangebot kommt der häufigen Nutzung eines solchen Pick-ups entgegen, der als Zugfahrzeug einen bis zu zehn Tonnen schweren Auflieger ziehen darf. Mit der sogenannten „Crew Cab“, der zweireihigen Kabine, streckt sich der neue Silverado über 6,66 Meter Länge und auf 1,98 Meter Höhe. Dazu bietet er einen Radstand von 4,26 Meter. Verschiedene Längen und Radstände, unterschiedlich große Kabinen sowie Heck- oder Allradantrieb schaffen ein breites Angebot.

Da die Pick-ups in Amerika nicht als Pkw eingestuft sind, entfallen bei der Entwicklung und Herstellung aufwendige Investitionen für die aktive und passive Sicherheit. Mangels Crash-Normen ruhen die Karosserien noch immer auf einfachen Leiterrahmen. Somit lassen sich die US-Pick-ups preiswert entwickeln und herstellen. Mit keiner anderen Fahrzeugkategorie verdienen die Hersteller mehr Geld. Trotzdem sind Silverado und Co. für Neuwagenkäufer attraktive Angebote. Derzeit beginnen die GM-Modelle bei einem Grundpreis von 30 000 Dollar, der dickste GMC Sierra mit „Crew Cab“ und Top-Ausstattung ist schon für 50 000 Dollar wohlfeil. In Euro umgerechnet sind das 22 200 Euro beziehungsweise 37 000 Euro. Dafür gibt es hierzulande von VW einen hübschen Golf und einen mittelmäßigen Passat.

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