Verfahrenstechnik: VomTrabbi 601 zum BMW i3

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Man muss ihn nicht gemocht haben – den Trabant 500 bis 601. Aber seine Karosserieteile aus Duroplast waren moderner als das gesamte übrige Fahrzeug. Heutige Carbonteile mögen zigfach besser sein, im Herstellungsverfahren weisen sie Ähnlichkeiten auf: Ein mit Harz getränkter Faserstoff wird unter Druck gepresst. Fertig ist ein Bauteil.

Der Automobilzulieferer Johnson Controls greift jetzt auf das sogenannte „Nasspressverfahren“ zurück, setzt die Naturfaser-Prozesstechnologie für die Serienherstellung von ultraleichten Karosserieteilen aus carbonfaserverstärkten Kunststoffen ein. Wie beispielweise bei Heckscheibenrahmen. Seit 2003 sammelte [foto id=“418350″ size=“small“ position=“left“]das Unternehmen Erfahrungen mit dem Nasspressverfahren bei der Produktion von Holzfaser-Komponenten und sieht sich nun in der Lage, dem zukunftsträchtigen Karosserieleichtbau in der Automobilindustrie zu zuliefern.

Solche Karosserien werden insbesondere für Elektroautos nötig, um das hohe Gewicht der Batterie auszugleichen. Johnson Controls schreibt zwar verschämt von einem „namhaften Automobilhersteller“, dem bereits zugeliefert werde. Da es aber im Moment nur in München mit dem BMW i konkrete Projekte zum Bau eines Elektromobils mit Carbonkarosserie gibt, liegt die Vermutung nahe, dass dort diese Teile verbaut werden.

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