Verkehrs(un)sicherheit: Was Autofahrer falsch machen
Verkehrs(un)sicherheit: Was Autofahrer falsch machen Bilder

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Fahrlehrer Jörg Paulsen lehrt Neulingen nicht nur das richtige Fahren, er beobachtet auch, was andere falsch machen. In Auto Bild machte er seinem Herzen Luft. Was in der Flensburger Verkehrssünderkartei festgehalten wird, ist auch Paulsens Beobachtung: Es wird zu schnell gefahren, obwohl 50 km/h in der Stadt die Höchstgeschwindigkeit sind. Doch auf das Fahren dieser Geschwindigkeit besteht kein Rechtanspruch, denn wenn es die Umstände erfordern, kann auch schon Tempo 40 zu hoch sein.

Die Ursache zahlreicher Auffahrunfälle ist nicht nur das Fahren mit zu geringem Abstand, sondern auch die um sich greifende Faulheit, den Blinker zu setzen. Das verunsichert den Verkehr, weil eine wesentliche Orientierungshilfe fehlt. Auffahrunfälle verursachen zwar in der Regel „nur“ Blechschäden, kosten aber dennoch Geld und bringen Lauferei und Papierkram mit sich.

Der unterlassene rechte Schulterblick bringt vor allem Radfahrer auf dem Radweg in gefährliche Situationen, die oft zum Unfall führen. Auch ein Stopp-Schild heißt deshalb so, weil dort in jedem Fall angehalten werden muss, egal, wie dicht der Verkehr auf der Vorfahrtsstraße ist. Und selbst ohne Stopp-Schild muss bei Rot mit Grünpfeil zum Rechts-Abbiegen ebenfalls angehalten werden.

Gern missachtet wird auch die einfache Verkehrsregel recht vor links. Dies wird mitunter begünstigt durch den besseren Ausbau oder Zustand der gerade vom Autofahrer benutzten Straße.

Ebenso ein typischer Fehler für den Großstadtverkehr in der ‚Rush Hour‘ ist das Blockieren von Kreuzungen und Einmündungen, die nur befahren werden dürfen, wenn die Aussicht besteht, sie ohne Halt auch wieder verlassen zu können. Parken in der zweiten Reihe behindert gleichermaßen den Verkehr und kann ebenfalls Unfälle verursachen, selbst der schnell gekaufte Kaffee zum Mitnehmen ist hierfür keine Ausrede.

Wenn sich Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht nähern, ist Kreativität gefragt. Einfach anhalten ist nicht immer richtig. Das Ziel lautet: Freie Fahrt für das Blaulicht. Dafür muss mitunter erst einmal weitergefahren werden, notfalls – und mit aller Vorsicht – auch bei Rot.

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