Volkswagen steigerte Nutzfahrzeugabsatz um über ein Fünftel

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Volkswagen hat den Absatz seiner Nutzfahrzeuge 2010 um 22,8 Prozent auf 435 600 Einheiten gesteigert. Das sind über 70 000 Auslieferungen mehr als 2009. Das Unternehmen konnte seine führende Position bei den Stadtlieferwagen und Transportern bis 6 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht in Europa mit einem Marktanteil von 15,5 Prozent weiter ausbauen. Mit einem Umsatz von 7,392 Milliarden Euro (+ 39,6 %) erzielte die Marke VWN (Volkswagen Nutzfahrzeuge) ein operatives Ergebnis von 232 Millionen Euro.

Wie das Unternehmen aus Hannover heute auf seiner Pressekonferenz weiter bekanntgab, war die T5-Baureihe mit ihren Varianten Transporter, Caravelle, Multivan und California das erfolgreichste Modell. Die weltweiten Auslieferungen stiegen um 27 Prozent auf 148 000 Stück. In Europa wurden 124 000 T5 verkauft, 26 000 Stück mehr als im Vorjahr (+ 25,8 %). Auf den deutschen Markt entfielen rund 59 000 Fahrzeuge, ein Plus von 27,7 Prozent. Sowohl in Europa mit 26,1 Prozent Marktanteil als auch in Deutschland mit 46,5 Prozent ist der „Bulli“ Marktführer.

Die Caddy-Baureihe erzielte weltweit 128 700 Auslieferungen und unterschritt damit die hohen Vorjahreswerte, die durch die Abwrackprämie erreicht wurden. Gegenüber 2009 sank der Absatz um acht Prozent bzw. um rund 11 000 Stück. In Europa wurden 104 000 Caddy (- 13,9 %) verkauft, 42 000 Stück davon allein in Deutschland. In der Neuzulassungsstatistik erreichte der Caddy in Deutschland mit 43,8 Prozent Marktanteil erneut die Spitzenposition, in Europa Platz drei mit 17,4 Prozent.

Der Crafter verzeichnete weltweit 37 450 Auslieferungen und erreichte damit eine Steigerung von 10,4 Prozent um rund 3500 Einheiten. In Europa stiegen die Auslieferungen um 8,7 Prozent auf 30 000 Stück, darin enthalten ist der deutsche Markt mit einem Volumen von 12.000 Crafter, was einer Steigerung von 13,8 Prozent entspricht. Im Juni soll die nächste Modellgeneration des zusammen mit Daimler gebauten Transporters auf den Markt kommen. Der im vergangenen Jahr neu eingeführte Pick-up Amarok kam in seinem Anlaufjahr auf weltweit 22 600 Verkäufe.

Auch die Verkäufe der leichten Nutzfahrzeuge aus brasilianischer Produktion legten zu. Die Auslieferungen des Saveiro verdoppelten sich auf 72 800 Stück. Der Klassiker T2 wies mit 26 100 Auslieferungen stabile Verkaufszahlen auf.

Neben der Gewinn erhöhenden Absatzsteigerung sei es gelungen, die Fixkosten durch Ausgabendisziplin niedrig zu halten, betonte Finanzvorstand Klaus-Dieter Schürmann. Er verwies auch auf gesunkene Produkt- und Materialkosten sowie deutlich verbesserte Einkaufsleistungen. Zudem habe die Marke von internationalen Wechselkursvorteilen profitiert. Die Investitionstätigkeit sank im Vergleich zum Vorjahr um 51,1 Prozent auf 206 Millionen Euro. Die Umsatzrendite sank unter Berücksichtigung des Einmaleffekts aus dem Vorjahr durch den Verkauf des Lkw-Sparte in Brasilien an MAN auf 3,1 Prozent.

Mittelfristig will VWN durch weitere Internationalisierung außerhalb Europas den Wachstumskurs fortsetzen. Der Amarok sei das Fahrzeug mit großen, globalen Wachstumspotenzialen und öffne Volkswagen Nutzfahrzeuge die Türen zu neuen Märkten, sagte Vorstandssprecher Dr. Wolfgang Schreiber. In Südamerika sei man mit der Amarok-Fertigung im argentinischen Pacheco präsent. Für Europa seien Produktionskapazitäten im Stammwerk Hannover im Aufbau. Besonders in den südostasiatischen Märkten sieht die Marke die größten Wachstumspotenziale für den Amarok.

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