Vorschau Rallye Türkei: Zwei Beläge, Zwei Kontinente

(motorsport-magazin.com) 2003 wurde die Rallye Türkei zum ersten Mal ausgetragen. In den Folgejahren war sie regelmäßig im Kalender vertreten, bevor sie 2007 und 2009 zuletzt aufgrund des Rotationskalenders pausierte. In der Vergangenheit galt sie durch ihre harten Schotterpisten als eine der anspruchsvollsten Rallyes für das Material und besonders die Aufhängungen und Reifen überhaupt. In diesem Jahr ist allerdings alles neu, so wanderte die Rallye von Antalya knapp 500 Kilometer nordwestlich in die Nähe von Istanbul. Damit führt die Veranstaltung erstmals auch über zwei Kontinente, wobei der Großteil der Rallye in Asien ausgetragen wird.

Die Distanz beträgt 1104,15 Gesamt- und 358,84 Wertungskilometer. Insgesamt stehen 23 Wertungsprüfungen auf dem Programm, die sich auf 13 verschiedene Etappen verteilen. Der zweite Tag fällt mit 145,82 gewerteten Kilometern am Längsten aus, während auch die 114,6 Schlusskilometer am Sonntag nicht unterschätzt werden dürfen. Als Besonderheit wird am Samstag knapp ein Drittel der Etappen auf Asphalt ausgetragen.

Das ist insofern besonders interessant, als den Teams reglementbedingt nur der Schotterreifen zur Verfügung stehen wird, während die Fahrzeuge auch ihr Schottersetup beibehalten werden. Damit wird viel darauf ankommen, die richtige Mischung zu finden, um die Reifen nicht für spätere Schotteretappen bereits auf den Asphaltabschnitten völlig zu verschleißen.

Die Charakteristik der Rallye insgesamt fällt im Gegensatz zur Vergangenheit jetzt offener aus und sollte insgesamt höhere Geschwindigkeiten erlauben. Nach heftigen Regenfällen befinden sich derzeit etliche Prüfungen allerdings noch in eher feuchtem und matschigen Zustand, was gerade am ersten Tag noch für eine weitere Herausforderung sorgen könnte.

Von den aktiven Piloten konnten bislang nur zwei die Rallye Türkei gewinnen. 2004 und 2005 war Sébastien Loeb, 2008 Mikko Hirvonen erfolgreich. Bei den Konstrukteuren könnte Ford in diesem Jahr der Ausgleich gelingen. Nachdem Citroen in den Jahren 2003 bis 2005 siegreich war, konnte Ford zuletzt 2006 und 2008 die Rallye für sich entscheiden.

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