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Vorstellung Cadillac SRX – Qualität als Kaufargument
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Cadillac spielt in Europa in der Liga der Großen eine Nebenrolle. Während in den USA ein Caddy immer noch als echtes Statussymbol gilt, sind es in Europa vor allem Individualisten, die den Amerikaner kaufen, um sich abzuheben. Eine Überarbeitung mit einer deutlichen Qualitätssteigerung soll helfen, mehr SRX zu verkaufen. Bei einer ersten Ausfahrt wusste das SUV, das in Deutschland von Importeur Kroymans vertrieben wird, durchaus zu überzeugen.

Motorisierungsvarianten

Dabei werden künftig Teile des Interieurs „handgemacht“, um die Qualität weiter zu steigern. Die Abdeckungen von Komponenten wie Instrumententafel, Mittelkonsole und Türverkleidungen sind im Wesentlichen von Hand geschnitten, genäht und eingefasst. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, setzt aber in seiner Klasse keine neuen Maßstäbe. Die weicheren Materialien sorgen jedoch für einen ordentlichen optischen und haptischen Eindruck. Der SRX wird jetzt mit einer größeren Auswahl an Motoren angeboten. Der überarbeitete, längs eingebaute 4,6-Liter-V8-Motor mit 32 Ventilen leistet wie bisher 325 PS/239 kW bei 6500 U/min und 427 Nm Drehmoment bei 4400 U/min. Er ist an ein neues Sechsgang-Automatikgetriebe gekoppelt. Hier gelingt der Spurt auf Tempo 100 in 7,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 225 km/h.

Verlockende Preise

Das 3,6-Liter V6-Aggregat mit variabler Ventilsteuerung leistet 190 kW/258 PS bei 6500 U/min und bietet 339 Nm Drehmoment bei 2700 U/min. Es muss sich weiter mit einer Fünfstufen-Automatik zufrieden geben. So schafft der Ami 201 km/h Höchstgeschwindigkeit und benötigt 8,1 Sekunden bis zur 100 km/h-Marke. Hier lockt vor allem der Preis: Ab 40 950 Euro ist er mit Heckantrieb zu haben, als Allradler kostet er 45 050 Euro. In Verbindung mit dem Sport Luxury Paket schlägt er mit 50 190 Euro (3,6-Liter) bzw. 60 950 Euro (4,6-Liter) zu Buche. Optional ist ein Sport-Paket für 1220 Euro erhältlich und bietet zusätzlich Sportverkleidung an Front und Heck, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, einen Sportkühlergrill und verchromte Doppelauspuffendrohre.

Notbremsassistent und Traktionskontrolle

Das Fahrwerk wird jetzt elektronisch gesteuert, ein Gewinn für das 5-Meter-SUV. Es ist in Sachen Agilität immer noch kein Vertreter europäischer Prägung, aber macht auch auf schnell gefahrenen Passagen einen souveränen Eindruck. Der Allradantrieb (50:50 Prozent Kraftübertragung) hält ihn stets sich auf Kurs. Die erstmals in diesem Segment angebotene Option Magnetic Ride Control, eine elektronisch geregelte Dämpferverstellung in Echtzeit, die mit einer magnetischen Flüssigkeit arbeitet und schneller reagieren soll als jedes andere Fahrwerksregelsystem, dient ebenfalls der Sicherheit. Zum Lieferumfang gehören außerdem eine geschwindigkeitsabhängige Lenkung mit variabler Unterstützung, Vierkanal-ABS mit Notbremsassistent (Panic Brake Assist) und Traktionskontrolle. Sechs Airbags sorgen für zusätzliche Sicherheit.

Optionales Glasdach vermittelt Cabrio-Gefühl

Obwohl der SRX im Vergleich zum großen Bruder Escalade wie ein Kleinwagen wirkt, bietet er dank 4,95 Metern Länge und 2,96 Metern Radstand fürstliche Platzverhältnisse vorn wie hinten. Dank seiner asymmetrisch geteilten und umklappbaren Rücksitzbank lässt sich die Ladekapazität allerdings auf 1960 Liter vergrößern. Auf Wunsch ist außerdem eine dritte Sitzreihe erhältlich – dann finden bis zu sieben Personen Platz. Damit die Ladefläche dennoch nutzbar bleibt, kann die dritte Sitzreihe auf Knopfdruck elektrisch im Boden versenkt werden. Die Mischung zwischen SUV und Luxus-Limousine verschafft dem Fahrer dank hoher Sitzposition einen guten Überblick, bis auf den überfrachteten Bedienungshebel links am Lenkrad kommen keine Fragen auf. Ein Lob verdient das bequeme Gestühl, das sich natürlich vielfach elektrisch verstellen lässt. Ein empfehlenswertes Extra ist das riesige Glasdach „Ultra View“. Es zieht sich fast über die gesamte Dachfläche und lässt sich auch weit öffnen, um Cabrio-Gefühle zu wecken.

Fazit

Der SRX hat in jeder Hinsicht aufgeholt und zeigt sich auf Augenhöhe mit der europäischen Konkurrenz. Beim Preis ist er weit vorn: Der kleinere Motor inklusive Luxury-Paket und Allradantrieb für 50 000 Euro bietet eine Komplettaustattung für ein wirklich geräumiges SUV, auch die Fahrleistungen gehen in Ordnung. Der Verbrauch ist mit 15 Litern im Alltagsbetrieb allerdings eine Sache, die bedacht werden sollte bei der Anschaffung. Ein Diesel, in dieser Klasse ein Muss, wird kurzfristig nicht zu haben sein. Im Februar können sich Interessenten ein Bild beim Händler machen.

(ar/sb)

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