Daihatsu

Vorstellung Daihatsu Sirion: Aus dem Dschungel in den Dschungel

Dabei haben sich die Japaner bereits seit 25 Jahren mit Kleinwagen von guter Qualität zu günstigen Preisen einen Namen gemacht. Jüngster Spross der Familie ist der neue Sirion, der auf nur 3,60 Metern Länge viel Platz für zumindest vier Erwachsene bietet. Bereits jetzt können sich die Interessenten mit einer Machete unter www.mysirion.de durch einen virtuellen Dschungel zum Sirion durchkämpfen. Im Großstadtdschungel soll er sich ab Mitte Januar zu Preisen ab 11 290 Euro beweisen.
Der Daihatsu Sirion. Foto: Auto-Reporter
Der Sirion rollt als "Boon" schon ein Weilchen über Japans Straßen. Die Verwandtschaft zu Toyota ist dem Kleinwagen beim Design auch anzumerken, die innen teilweise verbauten Kunststoffe erinnern an den großen Konzernbruder Yaris. Das ist nicht schlecht, denn zumindest teilweise machen die Materialien einen guten Eindruck. Die schick gepolsterten, aber etwas konturlosen Sitze könnten allerdings größer sein. An der Bedienbarkeit gibt es nichts zu kritisieren, der Sirion ist übersichtlich. Ein ovales Haupt-Instrument versorgt den Fahrer mit den wichtigsten Informationen, beim stärkeren Motor wurde rechts auf dem Armaturenträger zusätzlich ein Drehzahlmesser verbaut, der in seiner Art ein bisschen an ein Smart-Instrument erinnert. Der Fahrersitz ist – ebenso wie das Lenkrad – in der Höhe verstellbar. Mehrere Fächer für kleine und größere Gegenstände sorgen für ausreichend viele Ablagen.
Zwei Motoren sind im Angebot: Ein Dreizylinder mit einem Liter Hubraum und 51 kw/70 PS, der extra für den Sirion entwickelt wurde und ein 1,3-Liter mit 64 kW/87 PS, der bereits im kompakten Daihatsu YRV seinen Dienst versieht. Beide sollen sehr sparsam arbeiten (Verbrauch 5,0 bzw. 5,8 Liter Normalbenzin) und erfüllen die Euro 4-Norm. Ein Diesel ist auf absehbare Zeit nicht geplant. Der 1,3-Liter kostet immer noch bescheidene 11 790 Euro. Bereits die Basis ist unter anderem mit vier elektrischen Fensterhebern, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, CD-Radio und einer Klimaanlage alles andere als dürftig ausgestattet.
Die Fahrleistungen beider Aggregate sind ausreichend. Während der 1,0-Liter mit typischem Dreizylindersound vor sich hin schnurrt, gibt sich der größere Motor akustisch deutlich kerniger. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 bzw. 170 km/h haben sie kein Abonnement auf die linke Spur der Autobahn, aber zum Mitschwimmen reicht das allemal. Der 1,0 beschleunigt in 13,9 auf Tempo 100, der 1,3-Liter benötigt für den Spurt 11,3 Sekunden. Beide brauchen ordentlich Drehzahl, um in Schwung zu kommen oder zu bleiben, Grund ist das relativ niedrige Drehmoment von 94 (120) Newtonmetern. Eine Automatik mit vier Stufen ist für den 1,3-Liter optional für 990 Euro erhältlich. Eine Weltneuheit haben die Japaner auch noch verbaut: Einen selbst regenerierenden Katalysator, der mit Hilfe von Nanotechnik ein Autoleben lang wartungsfrei bleiben soll. Eine Metallbeschichtung sorgt für einen stabilen Ionengehalt im Kat und damit für eine langfristig saubere Umwelt.
Den Sirion kauft keiner wegen seiner sportlichen Motoren. Der Kunde (oder die Kundin) will Platz auf wenig Raum für einen vernünftigen Preis. Genau das bietet der kleine Japaner. Die Höhe (1,55 Meter) und die Breite (1,66 Meter) tragen zu einem guten Raumgefühl bei. Ebenso der Beinfreiheit zuträglich ist der lange Radstand von 2,43 Metern. Auch im Fond ist genug Platz, auch wenn das Gepäckteil mit 225 Litern für die große Reise zu klein ist. Die Rücksitze lassen sich in der Neigung verstellen und sehr einfach umlegen, dann steigt das Gepäckvolumen auf 630 Liter. Das Fahrwerk des Japaners ist straff, aber nicht unkomfortabel. Es schluckt kleine Unebenheiten klaglos, Schlaglöcher werden deutlich an die Passagiere weiter gegeben. Die Servolenkung ist sehr leichtgängig, das sorgt bei schneller Fahrt auf der Autobahn für etwas Unruhe, ist beim Parken dafür sehr angenehm.
Auf Wunsch ist der Sirion für 12 790 Euro auch als Sportversion "S" zu haben. Dafür gibt es Leichtmetallräder, einen kleinen Dachspoiler, eine tiefer gezogene Frontschürze mit Nebelscheinwerfern sowie getönte Rückleuchten. In Sachen Sicherheit bietet der Sirion Klassenstandard. Vier Airbags und ABS mit EBD sind ebenso Serie wie fünf Kopfstützen und Automatikgurte, Curtain-Airbags kosten 450 Euro Aufpreis. Ein ESP ist leider nicht erhältlich. Das einzige Extra, das sich der Kunde dann noch leisten kann, ist eine Metallic-Lackierung für 350 Euro. Das macht den Sirion zu einem guten Angebot: komplett ausgestattet, günstiger Anschaffungspreis und geringe Unterhaltskosten. So sollten sich die 5000 geplanten Einheiten pro Jahr in Deutschland durchaus verkaufen lassen.
Von Stephan Bähnisch
16. Dezember 2004. Quelle: Auto-Reporter

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