Vorstellung Fiat E-Ducato: Elektrifizierung eines Bestsellers

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Fiat haut mächtig auf die Pauke. 40 Jahre nach Einführung der erfolgreichen Ducato-Baureihe, kommt der Transporter als Elektrovariante. Zusammen mit dem Kooperationspartner DHL, der bis 2030 mehr als 60 Prozent seiner Lieferungen mit Elektrofahrzeugen bewältigen will, wurde das neue Modell konfiguriert. Erhalten geblieben sind sein bis zu 17 Kubikmeter großer Laderaum und die fast zwei Tonnen Nutzlast.

Reichweite und Akkukapazität

Für den gewerblichen Einsatz bringt der Elektrotransporter gute Voraussetzungen mit. Hier sind die täglich zu absolvierenden Strecken einfach zu planen, die Reichweite stellt ein weniger großes Problem als für den Privatmann dar, der eher spontan und zu unterschiedlich weit entfernten Zielen unterwegs ist. Zwei verschiedene Batteriepakete sind für den Fiat zu haben. Mit dem 47 Kilowattstunden liefernden Basis-Akku kommt der E-Ducato im WLTP-Zyklus 170 Kilometer weit. Im Stadtverkehr, wo geringere Geschwindigkeiten und Verbrauchs-freie Phasen beim Ampelstopp überwiegen, soll er bis zu 235 Kilometer schaffen.
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Bis zu zehn Jahre Garantie auf den Akku

Das kräftigere Batteriepaket des großen Elektroautos kommt auf 79 kWh und ermöglicht Strecken bis zu 280 Kilometer (WLTP) und 370 Kilometer im City-Betrieb. Um Strom für 100 Kilometer Fahrstrecke zu laden, benötigt der Fahrer eine halbe Stunde. Beide Batterien bekommen eine Garantiezeit: Zehn Jahre oder 220.000 Kilometer sind es beim 79-kWh-Akku, acht Jahre oder 160.000 Kilometer werden dem 47-kWh-Paket gewährt. Drei Fahrprogramme stimmen den Antrieb auf die Anforderungen ab. In der Position „Normal" soll die Balance zwischen Leistung und Kosten erreicht werden, der „Eco“-Modus ist für die größtmögliche Reichweite ausgelegt. Der „Power“-Modus soll beim Transport besonders schwerer Lasten und der Bewältigung starker Steigungen unterstützen. Für den Vortrieb sorgt ein Elektromotor mit 90 kW (122 PS) der ein maximales Drehmoment von 280 Newtonmetern liefert. Für die Beschleunigung von 0 auf 50 km/h braucht der unbeladene E-Ducato fünf Sekunden, das entspricht etwa der Fahrleistung eines Transporters mit Dieselmotor. Besonders für den gewerblichen Nutzer spielen die laufenden Kosten eine entscheidende Rolle. Hier punktet der E-Ducato mit einem deutlichen Vorteil gegenüber den Modellen mit konventionellem Antrieb. Seine Wartungskosten sind etwa 40 Prozent niedriger. Bei der Konkurrenz um Peugeot e-Traveller, Citroen e-Jumpy oder Opel Zafira-e Life wird dieser positive Aspekt ebenfalls Bestand haben.
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Mit den richtigen Apps immer auf Kurs

Eine ganze Reihe von Apps erlauben es dem Flottenverantwortlichen, seine Fahrzeuge zu überwachen und zu steuern. Der „My:Fleet“- Manager, der neue Flottenmanagement-Service, ist sechs Monate lang gratis im Kaufpreis enthalten. Die wichtigsten Variablen für jedes Fahrzeug in der Flotte lassen sich in Echtzeit überwachen, dazu zählen unter anderem Kilometerstand, Standort, Wartungsbedarf und Ladeplan. Die Uconnect-Mobil-App bietet darüber hinaus weitere Funktionen, etwa die Kontrolle von Batterie-Ladezustand oder Reifendruck. Außerdem lassen sich das Aufladen planen, öffentliche Ladestationen finden, nutzen und bezahlen sowie das Aufladen über eine Wallbox verwalten.
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Ärger droht wegen Abgasmanipulationen

Der Fiat Ducato war im vergangenen Jahr nach Angaben von Fiat der meistverkaufte Transporter Europas. Seit mehr als zehn Jahren holt er sich regelmäßig den Titel des beliebtesten Wohnmobil-Basisfahrzeugs. In diesem Einsatzgebiet wird der E-Ducato jedoch wohl kaum Freunde finden, zumal Fiat bei diesen Kunden wohl eine ganze Reihe von Freunden verlieren wird. Sollten sich die Messungen bestätigen und die Verdachtsmomente erhärten, droht dem Hersteller gewaltiger Ärger wegen einer unerlaubten Abschaltvorrichtung der Abgasreinigung, die sich etwa 20 Minuten nach dem Start automatisch aktiviert. Dann emittiert der Motor etwa das 20-fache des erlaubten Stickoxid-Ausstoßes. Damit könnte die Betriebserlaubnis erlöschen und eine Zwangsstillegung drohen. Fiat sowie die Reisemobil-Hersteller wollen hierzu mit der Begründung, man wolle andauernde Ermittlungen nicht kommentieren, keine Stellung nehmen. Diese Sorgen wird man beim neuen E-Ducato nicht haben müssen. 54.800 Euro kostet die Einstiegsversion, ohne Mehrwertsteuer, versteht sich. 65.212 Euro müsste ein Privatkunde, der nicht umsatzsteuerpflichtig ist, für ihn bezahlen. Von diesem Preis ist der Umweltbonus in Höhe von 7500 Euro abzuziehen.
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