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Vorstellung Ford Ranger: Hart aber herzlich
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In Thailand wird er gebaut und teilt seine Technik weitgehend mit dem japanischen Mazda BT-50. Dennoch liest sich die Beschreibung des neuen Ford Ranger, als sei er ein echter Ami.

Er zählt zur hierzulande mittlerweile politisch unkorrekten Klasse der Pick ups, bietet also Kabine und Ladepritsche, trägt eine große Ford-Pflaume als Markenzeichen im gewaltigen Kühlergrill und begnügt sich mit einer an Blattfedern aufgehängten starren Hinterachse samt Trommelbremsen.

No risk, no fun

Der Pick up ist das amerikanischste aller Fahrzeuge. Er steht in direkter Nachfolge des Westernponys und des typischen Pferdewagens, wie wir ihn aus dem Film kennen. Das erklärt die Kutschenhinterachse beim Ranger. Jürgen Stackmann, Geschäftsführer Marketing und Verkauf der Ford-Werke GmbH, sieht die Kunden des Rangers bei Gewerbetreibenden, bei Freizeitsportlern und bei „Cowboys“, also bei Deutschen mit Liebe zum ursprünglich Amerikanischen.

Diese harten Jungs suchen die Herausforderung, brauchen aber offenbar kein Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), denn ob das jemals angeboten wird, wusste bei der Vorstellung des Ranger im norwegischen Lillehammer niemand. „No risk, no fun“ ist eben auch eine typisch amerikanische Einstellung.

Das Ausweichmanöver names Elchtest kann der Ranger also kaum bestehen, dafür aber einen anderen Elchtest. Einen Elch kann er bei seiner Zuladung von 1,2 Tonnen auf der Ladefläche unterbringen und dank seiner Anhängelast von drei Tonnen drei weitere Elche ziehen. Insgesamt darf das Gespann knapp mehr als sechs Tonnen wiegen.

Motorisierung

Das soll der neue 2,5-Liter-Duratorq-Diesel mit Turbolader, Ladeluftkühlung, Commonrail-Direkteinspritzung bewältigen. Der leistet 105 kW / 143 PS und wuchtet sein maximales Drehmoment von 330 Newtonmeter bereits bei 1800 Umdrehungen pro Minute an die Antriebsachsen. Normalerweise wird die Hinterachse angetrieben, aber der Allradantrieb ist bei der Fahrt zuschaltbar.

Der Motor des Vorgängers hatte nur 80 kW / 109 PS zu bieten und brauchte dafür im Schnitt 22 Prozent mehr Diesel. Der Neue begnügt sich bei angetriebener Hinterachse auf Straßen nach der EU-Norm mit 8,5 Liter Diesel. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 157 km/h, und er beschleunigt in 17,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Wie bitte? Nutzfahrzeug?

Das alles klingt sehr nach Nutzfahrzeug. Und so wurde der Ranger in Deutschland auch als Nutzfahrzeug homologiert, was manche Zulassungsstellen hierzulande auch dann honorieren, wenn er in der Topversion XLT Limited als Doppelkabine mit fünf Sitzplätzen sowie verchromtem Überrollbügel und Unterfahrschutz daherkommt.

Im Nutzfahrzeug, allemal in einem amerikanisch geprägten, ist Hartplastik als Material für den Instrumententräger nicht „ehrenrührig“. Auch ein bisschen zerklüftet darf es sein, wenn zum Bespiel beim XLT auf den Dom über der Mittelkonsole noch ein Dreifachinstrument mit Kompass, Böschungs- und Neigungswinkel gepackt wird. Dennoch wirkt speziell die Doppelkabine mit ihrer Lederausstattung und dem dicken Lederlenkrad erstaunlich wohnlich.

Offroad und Stadtverkehr sind kein Problem

Im Gelänge schlägt sich der 5, 07 Meter lange Ranger wacker. Er kann 75 Zentimeter Wassertiefe durchwaten, hat vorn einen Böschungswinkel von 34 Grad und hinten einen von 33 Grad. Um 48 Grad darf sich der Ranger zur Seite neigen, bevor er umkippt. Wir trafen mehrere Kollegen mit großer Off road-Erfahrung, die ihm höchstes Lob zollten. Wir selbst endeten bei unserer Probefahrt durch den unwegsamen Winterwald untersteuernd in der Schneewehe.

Die Ford-Techniker bescheinigen ihrem neuen Ranger auf Straßen ein Personenwagen ähnliches Fahrverhalten. Das stimmt, solange man Schlaglöcher meidet, nicht zu viel von der Lenkung erwartet und sich auf den recht großen Wendekreis von 12, 6 Meter einstellt. Wir waren froh über die Federungseigenschaften der 245/70 R 16-Reifen und die gut gepolsterten Sitze bei unserem Limited. Mag sein, dass die Hinterachse komfortabler federt, wenn der Elch auf der Ladefläche mitfährt. Wir haben leider keinen getroffen.

Einstiegspreis ab 23 740,50 Euro

Der Ford Ranger als reines Arbeitstier mit Einzelkabine kostet 23 740,50 Euro. Der Ford Ranger XL mit Extrakabine bietet ebenfalls zwei Sitze und harte Notsitze hinter einer schmalen hinteren Tür, die sich gegen die Fahrtrichtung öffnet. Die Preise für diese Version beginnen bei 26 120,50 Euro.

Die Spitzenversion XLT Doppelkabine mit Limited-Ausstattung liegt rund 10 00 Euro über dem Basispreis der Einzelkabine. In dieser Variante sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die Ford für den Ranger vorsieht, zum Beispiel. Klimaanlage, rundum Chrom, Laderaumschutzwanne, Metallic-Zweifarbenlackierung, Lederausstattung, MP3-fähiges Radio mit CD-Wechsler und so weiter. Nur der Halter für die Winchester fehlt. Cowboys werden ihn vermissen.

(ar/Sm)

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