Vorstellung Skoda Enyaq iV: Die Quelle sprudelt

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Skoda hat ein einfaches System, um den passenden Namen für seine SUV-Modelle zu finden. Am Ende steht immer das „q“ und davor ein Begriff aus einer, wenigstens in Mitteleuropa, weitgehend unbekannten Sprache. Beim ersten vollelektrischen Modell der Marke wurden die Sprachforscher des Unternehmens im Gälischen fündig und kombinierten „Enya“, das für „Quell des Lebens“ steht, mit dem unvermeidlichen „q“.

Tschechischer SUV unter Strom

Der neue Skoda Enyaq iV ist der Aufbruch in eine neue Zeitrechnung, und die Reaktion der Kunden lässt vermuten, dass „der Quell des Lebens“ eine sprudelnde Belebung in die Modellpalette bringt. „Mehr als 5000 Kunden haben den Enyaq iV bereits fest bestellt“, bilanziert Skodas Deutschlandchef Frank Jürgens vor dem Verkaufsstart des Modells am 24. April. Der Enyaq iV ist das erste Modell der tschechischen Volkswagen-Tochter, das auf dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten des Konzerns aufbaut. Dank der Platzierung der Batterien zwischen den beiden Achsen, „haben wir so viel Innenraum wie im Skoda Kodiaq gewonnen, obwohl der Enyaq iV in der Länge dem Skoda Octavia entspricht, und der Wendekreis liegt auf dem Niveau des Skoda Fabia“, beschreibt der Modellbaureihenleiter Jens Kosyna die Vorteile der Konstruktion.
Skoda Enyaq iV

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Akkukapazität, Leistung und Reichweite

Der Enyaq iV kommt mit drei Batteriegrößen zu den Kunden. Der kleinste Energiespeicher mit 55 kWh ermöglicht eine Reichweite von mehr als 350 Kilometern, während die mittlere Größe (62 kWh) mehr als 400 Kilometer erreicht. Die Version mit dem 82 kWh großen Akku, der nach der Messmethode WLTP mehr als 500 Kilometer erreicht, hat sich bei den Vorbestellungen als Bestseller erwiesen. „Mehr als 90 Prozent unserer Kunden haben den großen Akku gewählt“, so Jürgens. Das Leistungsspektrum reicht von 109 kW über 132 kW und 195 kW bis 220 kW, wobei die stärksten Varianten dem Allradantrieb vorbehalten sind. Serienmäßig kommt der Enyaq iV mit Hinterradantrieb zu den Kunden. Für die Freunde größerer Lasten ist eine Anhängerkupplung lieferbar, sodass der E-Crossover bis zu 1200 Kilogramm ziehen kann. Das Gepäckabteil fasst 585 Liter bis 1710 Liter, und im Innenraum warten Ablagen im Gegenwert von 40 Litern.
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Kein Leichtgewicht, aber Luftwiderstandswert von nur cW 0,25

Im Innenraum gestalteten die Skoda-Kreativen nach eigener Definition „neue Wohnwelten“, was sich in großzügige Platzverhältnisse übersetzt. Je nach Geschmack lässt sich das Interieur den individuellen Wünschen entsprechend gestalten. Dabei wählten die Designer nachhaltige Materialien. So ist das Leder olivengegerbt, und beim Stoff kommt eine Mischung aus Baumwolle und recycelten PET-Flaschen zum Einsatz. Der Fahrer blickt auf ein reduziertes Angebot der wesentlichen Informationen, und mit dem 13-Zoll-Bildschirm lassen sich die üblichen Dienstleistungen aus der digitalen Welt abrufen. Über eine Schalterleiste können ebenfalls Funktionen bedient werden. Elektroautos gehören nicht unbedingt zu den Leichtgewichten – der Enyaq iV bringt immerhin rund zwei Tonnen auf die Waage, und deshalb kommt der Aerodynamik eine tragende Rolle zu. Dank der Feinarbeit im Windkanal steht ein Luftwiderstandsbeiwert von cW 0,252 als Ergebnis, was zusätzliche Reichweite und eine entspannende Ruhe im Innenraum bringt. Die Ladezeiten gibt Skoda je nach Ladetechnik mit 40 Minuten bis zu siebeneinhalb Stunden an.
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Tempo und Beschleunigung

Nach dem Start zeigt sich der Enyaq iV von seiner spurtstarken Seite und setzt dabei sein volles Drehmoment ein. Zwischen Null und 100 km/h vergehen so 8,7 Sekunden, und bei Tempo 160 km/h ist die maximale Geschwindigkeit erreicht. Im Interesse der Reichweite und des Verbrauchs – Skoda verspricht 15,2 bis 21,6 kWh – ist allerdings eine moderatere Fahrweise angeraten. Was auch zum Charakter des Enyaq iV passt, dessen Fahrwerk in Richtung Komfort ausgelegt ist. Unebenheiten werden weitgehend geschluckt, und dank der zahlreichen Dämmmaßnahmen herrscht eine angenehme Stille im Innenraum. Erst jenseits der 140-km/h-Marke machen sich Windgeräusche deutlicher bemerkbar, ohne allerdings zu stören. Unterwegs lässt sich die Reichweite über die verschiedenen Rekuperationsstufen optimieren, wobei sich vor allem die Stellung „B“ im Stadtverkehr als hilfreich erweist. Dass allerdings die gut arbeitende Navigation immer noch neben den Ladesäulen die Tankstellen am Rande der Strecke anzeigt, ist schon etwas seltsam. Das wird sich wahrscheinlich bei den nächsten Modellen ändern. Als nächste Enyaq-Variante steht eine sportliche RS-Variante in den Startlöchern, und auch eine Coupé-Version wird noch dieses Jahr folgen. Im kommenden Jahr rollt dann noch ein kleineres Elektromobil mit dem Skoda-Markenzeichen auf den Markt.
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Technische Daten Skoda Enyaq iV80

Länge x Breite x Höhe (m): 4,60 x 1,87 x 1,61
Radstand (m): 2,76
Motor: permanent erregte Synchronmaschine
Leistung: 195 kW
Max. Drehmoment: 310 Nm
Batterie: Hochvolt-Lithium-Ionen, 80 kWh
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 8,7 Sek.
Elektr. Reichweite: 536 km (WLTP)
WLTP-Durchschnittsverbrauch: 15,1-21,2 kWh
Effizienzklasse: A+
CO2-Emissionen: 0
Leergewicht / Zuladung: min. 2090 kg / max. 597 kg
Kofferraumvolumen: 585 – 1710 Liter
Max. Anhängelast: 1200 kg
Wendekreis: 9,30 m
Luftwiderstandsbeiwert: cW 0,25
Basispreis: 43.950 Euro

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