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Wie zündende Raketen: Smarts Flügel-Forjeremy sogar mit Straßenzulassung
Wie zündende Raketen: Smarts Flügel-Forjeremy sogar mit Straßenzulassung Bilder

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Sogar mit eigenem Showcar-Kennzeichen. Bilder

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Heckansicht des geflügelten Smart auf Basis des Elektro-Fortwo. Bilder

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Rapperin M.I.A. beim Auftritt in den Jim-Henson-Studios in Hollywood. Bilder

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Blick ins weiß- und chromglänzende Cockpit mit nach oben offenem Lenkrad. Bilder

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Designchef Gorden Wagener und Markenchefin Annette Winkler bei der Präsentation. Bilder

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Der Meister und sein Werk: Modedesigner Scott und der Forjeremy. Fotos: Koch Bilder

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Los Angeles – Diese „Beflügelt“- und „Verleiht Flügel“-Überschriften mussten kommen. Sie boten sich einfach an, wenn ein Modedesigner, dessen Markenzeichen Flügel (selbst an Sonnenbrillen und Turnschuhen) sind, Hand anlegt an ein Auto wie im Falle von Jeremy Scott und Smart.

Bunt und schillernd-schrill

Los Angeles am Vorabend der Autoschau. In den Jim-Henson-Studios an der North LaBrea Avenue in Hollywood, wo „Muppets“-Frosch Kermit im Charlie-Chaplin-Frack und -Zylinder vom Eingangsturm grüßt, findet die Weltpremiere des Forjeremy statt, eines ungewöhnlichen Showcars auf Basis von Smarts aktuellem Elektro-Fortwo. Ein bunt gekleidetes, schillernd-schrilles Völkchen mit abgeschnittenen Schlafanzughosen, bemusterten Strümpfen und großen Taschen am Arm ist da. Mathangi „Maya“ Arulpragasam, die als Rapperin M.I.A. bei Auftritten gern auch schon mal den Mittel- als Stinkefinger in die Kamera hält, singt.

Sonst von Lady Gaga bis Rihanna

Und dann – noch vor dem Meister, der sich rühmen darf, sonst Popstars wie Lady Gaga, Madonna, Katy Perry oder Rihanna einzukleiden – kommt er, der Forjeremy [foto id=“445647″ size=“small“ position=“left“]eben mit Flügel am Heck, die aus Sicht der Mercedes-Kleinstwagentochter „leuchten wie zündende Raketen“ und so die „avantgardistischen Rückleuchten“ des Konzeptautos bilden.

„Noch einen Schritt weiter“

„Wir waren völlig begeistert, als Jeremy mit ersten Entwürfen auf uns zukam“, sieht Markenchefin Annette Winkler die Schwingen an als „ein Stück Freiheit auf überfüllten Straßen der Großstädte“. In der Regel, so Mercedes/Smart-Designchef Gorden Wagener, beschränke sich die Kooperation mit einem Modedesigner auf Material- und Farbauswahl im Innenraum sowie auf die farbliche Gestaltung des Exterieurs. „Aber mit Jeremy wollten wir“, so Wagener, „noch einen Schritt weiter gehen.“

Mode verändert sogar Karosserie

Der Modemann („Flügel sind für mich Freiheit, ein Stück Schwerelosigkeit, daher wollte ich sie unbedingt für den Smart Electric Drive haben, um die Befreiung der Umwelt von schädlichen Emissionen zu visualisieren und die neue Leichtigkeit der Mobilität zu symbolisieren“) durfte sogar die Karosserie verändern.

Nobles Ambiente

Der weiß-glänzende, bis Tempo 125 schnelle und aus einer Lithium-Ionen-Batterie für 145 Kilometer Reichweite gespeiste Forjeremy fährt mit vollverchromter Tridionzelle vor. Schwungvolle und wie Tridonzelle, obere Spiegelkappen-Hälften und Kühlergrill-Rahmen metallisch glänzende Augenbrauen schmücken die Scheinwerfer vorn. Innen setzen ebenfalls Weiß und funkelndes Chrom luxuriöse Akzente.

Schwingen aus Fieberglas

Sitze,  Instrumententafel und Türverkleidungen sind mit edlem Nappaleder bezogen. Breitere Hinterreifen sitzen in breiteren Radläufen. Die wie Flugzeugpropeller [foto id=“445648″ size=“small“ position=“right“]gestalteten Felgen erwecken beim Fahren den Eindruck, als würde dieser Smart gleich abheben. Das nach oben offene Lenkrad soll eine Art sportlich-beschwingter Leichtigkeit betonen. Die federähnlichen Flügel bestehen aus transparentem Fiberglas.

Echte Neuheit erst 2014

Not macht offensichtlich erfinderisch. Produktneuheiten bei Smart sind nach dem über Jahre immer wieder angekündigten und inzwischen endlich auch als Serienmodell erhältlichen Fortwo Electric Drive rar. Bis zur nächsten echten, etwa dem Forfour-Nachfolger in Zusammenarbeit mit Renault, heißt es, noch mindestens bis 2014 warten.

„Wir können fliegen“

Dass die für die Absatzzahlen nicht gerade förderliche Zeit bis dahin „Übergangsjahre mit einigen Sondermodellen“ sein werden, hat Markenchefin Winkler schon zuvor deutlich gemacht, in den Henson-Studios von Hollywood diesmal aber mit der Nachricht überrascht, dass die „seriennahe Studie“ des geflügelten Smart 2013 in kleiner Auflage sogar mit Straßenzulassung in den Verkauf gehen soll, (Winkler-)Motto „Wir können fliegen“.

auto.de/Günther Koch/KoCom/Fotos: Koch

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