Motorenöl

Winter: Altes Motoröl lässt den Motor streiken

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Viele Autofahrer nehmen es mit den Wechsel-Intervallen für das Motoröl ihres Fahrzeuges nicht so genau. Das kann sich besondere im Winter rächen, warnen Experten. Die Leistungsfähigkeit nimmt im Verlauf der Zeit ab. Fremdstoffe reichern sich an, was zu einem Eindicken des Schmierstoffs führt. Ist das Öl zu alt, kann sich Kondenswasser in der Motorlüftung bilden und ansammeln. Dann springt der Motor bei Frost womöglich nicht an, weil der Anlasser es nicht mehr schafft, die Kurbelwelle durchzudrehen.“Frisches Öl verhindert ein Einfrieren der Motorlüftung, senkt außerdem den Energiebedarf beim Anlassen und entlastet somit die Batterie“, sagt Volker Clasen, Technik-Experte von Castrol und ergänzt: „Das macht im Winter oft den Unterschied zwischen einem problemlosen Start und dem Anruf beim Pannendienst aus.“Und auch auf das „richtige“ Öl kommt es an. „Schmierstoffe, die nicht die vom Hersteller vorgeschriebene Qualität aufweisen, sind nicht winterfest“, sagt Clasen. Klassische mineralölbasische Motorenöle entsprächen nur noch in den seltensten Fällen den Vorgaben der Hersteller.

Das Motorenöl beeinflusst auch den Verbrauch

Als Faustregel gelte: Je neuer ein Aggregat ist, umso empfindlicher reagiert es auf den Einsatz qualitativ unzureichender Öle. Zudem wirkt sich laut Castrol die Qualität des Öls auch auf den Verbrauch aus. Demnach steigern die dickflüssigen Varianten den Energiebedarf beim Kaltstart im Vergleich zu vollsynthetischen Motorenölen um ein Viertel. „Wer fast nur Kurzstrecken absolviert, bekommt das besonders deutlich zu spüren“, sagt Clasen. Bei niedrigen Außentemperaturen sei das Motorenöl noch zähflüssig und die Reibung im Motor entsprechend hoch, weil Lager und bewegliche Teile noch nicht optimal mit einem Schmierfilm versorgt werden. Der Verbrauch innerhalb der ersten 30 Sekunden nach dem Start kann dann hochgerechnet 20 Liter Kraftstoff und mehr pro 100 Kilometer betragen – das gilt selbst für Kleinwagen.

Im Vergleich zu Schmierstoffen mit einer höheren Viskosität verringern Leichtlauf-Öle den Verbrauch insgesamt um bis zu vier Prozent. Denn moderne Leichtlauf-Öle bleiben bei niedrigen Temperaturen dünnflüssig, sorgen für eine schnellere „Durchölung“ und senken den Verbrauch.

Informationen zur jeweils aktuellen Norm und zum passenden Öl für jedes Fahrzeug halten die Autohersteller und Fachwerkstätten bereit. Alternativ dazu bietet der Hersteller im Internet einen Ölwegweiser an. Anhand von Angaben zu Fahrzeug, Baujahr und Motorisierung ermittelt der „Schmierindex“ unter www.castrol.de das optimal geeignete und vom Hersteller freigegebene Motorenöl. Ergänzende Informationen sind beispielsweise die Füllmenge und Bezugsquellen über eine Adress-Suche. Alternativ kann über die Typschlüsselnummer des Fahrzeugs aus der Zulassungsbescheinigung das passende Öl identifiziert werden.

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