Wo der Wahnsinn Methode hat
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Dakar eine Stadt in Westafrika steht als Synonym für ein Ziel das kaum erreichbar ist. Dennoch, alljährlich machen sich vom hoch bezahlten Rallyeprofi im Werkswagen bis zum Privatier, der sich die Erfüllung seines motorsportlichen Traumes vom Mund abspart, hunderte von scheinbar Verrückten daran, dieses Ziel zu erreichen koste es was es wolle. Nicht wenige bezahlen ihre Leidenschaft auch mit dem Leben. Doch die Dakar ist auch ein wichtiger Wirtschaftfaktor für die Region.

Alle wollen dabei sein

Selbst der Hochadel wie Prinzessin Caroline von Monaco, illustre Promis wie der Sängerbarde Johnny Hollyday oder auch der Sohn der ehemaligen britischen Premierministerin Magaret Thatcher haben an der wilden Wüsten-Wallfahrt teilgenommen. Die Faszination Dakar scheint groß. Vielleicht ist es auch das letzte Abenteuer. Längst ist die 1979 erstmals in Paris gestartete Dakar die Mutter aller Marathonrallyes. Angelockt vom gigantischen PR-Wert schicken Hersteller wie Volkswagen, Mitsubishi, Fiat aber auch KTM und gar MAN ihre Teams in die Wüste und sind mittendrin, wenn täglich ein komplettes Formel-1-Fahrerlager samt Teilnehmerfeld von einem Ort zum anderen hetzt.

Alle lieben die Rallye Dakar

„Die Dakar ist ein seriösen Geschäft“, sagt ihr Chef Etienne Lavigne und erklärt: „Die Rallye ist bei der Bevölkerung ebenso willkommen wie bei den Regierungen. Alle lieben die Dakar.“ Kein Wunder, bringt die größte Afrikanische Sportveranstaltung doch ordentlich Devisen. „Rund 15 Millionen Euro spülen wir in die Regionen der jeweiligen Route“, so der 43-jährige Organisationsdirektor, der schon die Logistik der Tour de France leitete. „Egal ob auf der Westroute in den Senegal oder auf der Ostroute nach Ägypten, auch Länder wie Burkino Faso oder Tunesien, die diesmal nicht berücksichtigt wurden, wissen, dass wir wieder kommen.“

Es wird bewusst auf Einheimische gesetzt

Ihrer Verantwortung gegenüber den ärmeren Gastgeberländern der Rallye sind sich die Dakar-Macher bewusst. „Mit der Initiative Actions Dakar sind wir mit sozialen Hilfsengagements unter anderem im Senegal aktiv. Zudem kaufen wir nicht nur den Grossteil der Lebensmittel und des Benzins für den über 2500 Personen umfassenden Tross vor Ort, sondern setzen bei vielen Hilfstätigkeiten auch bewusst auf Einheimische.“ Für viele der Regionen die einzige Chance zumindest für einen Tag im Blickpunkt der Öffentlichkeit zu stehen. Zugleich ist die Rallye ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, wie einige Zahlen des rasenden Zeltlager eindrucksvoll belegen: Über ein Dutzend – im besten Sinne des Wortes – Lastkraftwagen karren von den mobilen Werkstätten über die Tankstationen bis zu den Stromaggregaten all jene Gerätschaften des Veranstalters durch Afrika, die nicht in Flugzeugen transportiert werden können. Weitere rund 30 Geländewagen stehen der Rallyeleitung als leichte Rettungswagen, für die mobile Organisation auch den TV-Teams zur Verfügung.

20 Flugzeuge und 10 Helikopter

Der rund 70 Personen (22 davon in der Küche) zählende Cateringbereich ist mit weitere zehn Fahrzeugen und zwei Lkws unterwegs. Die 50 Ärzte der medizinischen Abteilung verteilt sich auf sechs Helikopter und nochmals zwanzig Geländewagen. 20 Ärzte reisen im Flugzeug von Biwak zu Biwak. Vor allem in der Luft herrscht reger Verkehr. Um die 20 Transportflugzeuge und 10 Helikopter die ständig im Einsatz sind unfallfrei über die kleinen Flugpisten zu schleusen, übernimmt für die „Besuchszeit“ der Rallye eine eigens abgestellte Flugsicherung des Veranstalters das Kommando in den zumeist bodenständigen Towern der Biwakplätze.

Absoluter Wahnsinn

Während die Helis (4 x TV, 3x Notarzt, 1x Rallye- und Sportdirektor sowie Foto) flexibel sind, müssen die Flugzeuge (vom kleinen 12-Sitzer über Transport-Herkules bis zur Großraum-Tupolew) von der Zeitnahme über Fernsehstation, Biwakküche und Sprit, das komplette Equipment durch Afrika transportieren. Das Abenteuer hat sich längst etabliert, der Wahnsinn Methode – nicht nur auf der Strecke.

ar/rk

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