Wohnwagen-Winterschlaf – Sicher und gepflegt in die neue Saison
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Nach Schätzungen von Caravaning- und Automobilverbänden bleiben 90 Prozent aller Wohnwagen im Winter ungenutzt. Damit man nach der Winterpause im Frühjahr keine unangenehmen Überraschungen erlebt, sollte der Caravan daher jetzt winterfest gemacht werden. Wir sagen, wie man defekte Bremsgestänge oder vermoderte Polster vermeidet.

Außenpflege

Vor dem Winterschlaf sollte der Wohnwagen unbedingt gewaschen, mit handelsüblichen Präparaten konserviert und eventuell mit Lackpflegemitteln behandelt werden. Alle Fenster- und Türdichtungen mit speziellen Mitteln (Silikonspray) pflegen – so bleiben sie geschmeidig. Bei der Verwendung von Planen zum Abdecken des Fahrzeugs muss darauf geachtet werden, dass die Lüftungsschlitze frei bleiben. Das Bremsgestänge, die Handbremse sowie die Kupplung sollte man einfetten oder mit einem Sprühöl konservieren. Die Handbremse anschließend nicht wieder anziehen, sondern im gelösten Zustand belassen.

Damit auch die Reifen den Winter gut überstehen, bockt man den Wohnwagen so hoch auf, dass die Räder völlig entlastet sind und sich frei drehen lassen. Sollte dies nicht möglich sein, können die Räder durch Herunterkurbeln der Stützen entlastet werden. Dabei ist zu beachten, dass der Reifendruck um 0,5 bis 1,0 bar erhöht wird. Durch den höheren Innendruck bleibt der Reifen rund, eine sogenannte „Standplatte” wird verhindert. Sollte das Fahrzeug im Freien überwintern, schützt man das Gummi der Reifen am besten mit einer Plane.

Innenraumpflege

Bevor der Wohnwagen in die Winterpause geht, ist eine komplette Innenraumreinigung empfehlenswert. Ferner sind alle Wasserbehälter, Leitungen und Pumpen zu leeren, damit nichts einfrieren und bei starker Kälte aufplatzen kann. Die Gasflaschen schließen, vom Versorgungsnetz trennen, die Schutzkappe aufsetzen und am besten aus dem Caravan herausnehmen.

Die Zwangsbelüftung muss unbedingt offen gehalten werden. Zudem sollte man das Fahrzeug alle drei bis vier Wochen gründlich lüften. Steht der Caravan in einem geschlossenen Raum, kann auch die Dachluke geöffnet bleiben. Sie sorgt dann für eine permanente Belüftung des Innenraums.

Wenn der Wohnwagen draußen überwintern muss, dürfen eventuelle Schneemaßen auf dem Dach nicht zu üppig anwachsen. Sonst besteht die Gefahr, dass dieses einbricht. Daher sollte es bei entsprechender Witterung regelmäßig abgefegt werden.

Während der winterlichen Standzeit ist es außerdem ratsam, im Innenraum eine Schüssel mit Salz aufzustellen. Es bindet die Feuchtigkeit und hält so die Luft trocken. Es sollte bei jedem Lüften des Caravans ausgewechselt werden. Wenn möglich, lagert man die Polster an einem trockenen Platz. Ansonsten sollten sie so aufgestellt werden, dass sie mit eventuell auftretendem Kondenswasser nicht in Berührung kommen können. Ferner sollte die Tür des ausgeschalteten Kühlschranks offen stehen, genau wie die Schranktüren und Möbelklappen, damit die Luft ungehindert zirkulieren kann.

Stellplatz

Als Stellplatz für den Wohnwagen eignet sich in erster Linie ein trockener, geschlossener Raum, falls ein solcher zur Verfügung steht. In der Nähe größerer Campingplätze bieten Bauern häufig solche Plätze in Scheunen an. Man kann sich aber auch rechtzeitig vor Saisonende bei einem Händler nach einem geeigneten Stellplatz für den Wohnwagen umsehen. Häufig besitzt dieser ein großes Areal, das für solche Zwecke vorgesehen ist. Allerdings sollte der Caravan nicht unter Bäumen stehen, da das abfallende und dann faulende Laub Säuren bildet, die die Außenhaut des Daches angreifen können.

Sollte man ein solches Angebot annehmen, muss das Fahrzeug für einen eventuellen Schadensfall (Brand etc.) mit Teilkasko versichert sein. Besitzt das Fahrzeug ein Saisonkennzeichen, muss dem Versicherer zudem mitgeteilt werden, wo das Fahrzeug in der Zwischenzeit steht. In diesem Fall wird nur der Beitrag für die Teilkasko-Versicherung fällig, der rund 0,6 Prozent vom Neuwert des Wohnwagens beträgt. Die meisten Versicherer verzichten sogar auf die Prämie – ohne dass der Versicherungsschutz wegfällt.

Sollte der Caravan nicht versichert sein, etwa weil er nur zweimal im Jahr vom Dauercamping- zum Abstellplatz und wieder zurück gebracht und dabei ein „Rotes Kennzeichen“ zur Überführung genutzt wird, sollte man für die Zeit des Überwinterns zumindest eine Teilkasko-Versicherung abschließen. Sonst geht man im Falle eines Schadens leer aus.

Steht kein geeigneter Raum zur Verfügung, muss das Fahrzeug gut geschützt im Freien abgestellt werden. Dabei ist zu beachten, dass das Parken auf öffentlichen Parkplätzen und Straßen höchstens für 14 Tage erlaubt ist. Und auch auf dem eigenen Grundstück ist es nicht immer erlaubt, einen Caravan abzustellen.

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