„Zeit das sich was dreht“ – Kfz-Gewerbe bereitet zunehmend Sorgen
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IFA – Chef (Institut für Automobilwirtschaft) Willi Diez prognostiziert einen Umbruch auf dem Servicemarkt. „Das Servicegeschäft ist stabil, aber der Markt ist gesättigt und stößt an Wachstumsgrenzen“, so der Experte. Zudem sei der Bestand an älteren Autos in Deutschland durch die Abwrackprämie zurückgegangen. Das habe dem Gewerbe mit einem Marktvolumen von 28 Milliarden Euro einen Umsatzverlust von 700 Millionen Euro beschert (auto.de berichtete).

Druck aufs Servicegeschäft steigt

Insgesamt lasse der Reparaturbedarf nach, weil die Fahrzeuge immer besser und die Wartungsintervalle damit länger würden. „Das erhöht den Druck auf das Servicegeschäft,“ betont Diez. Um den Geschäftsverlust zu kompensieren, müssten die Betriebe neue Geschäftsfelder finden und noch stärker auf Kundenwünsche eingehen. In der letzten Händlerinformation haben wir unsere Leser gefragt, ob Sie im Jahr eins nach der Abwrackprämie mit Ihrem Handel zufrieden sind. Die Ergebnisse fielen gemischt aus: 22 Prozent der Händler sind mit der jetzigen Situation und dem Umsatz zufrieden, 44 Prozent bejahten ebenfalls ihre Zufriedenheit, sind aber auch der Meinung, dass es besser laufen könnte. Und 33 Prozent hingegen sind keinesfalls mit dem Jahr eins nach der Abwrackprämie zufrieden. Denn ihnen fehlen die Umsätze und somit sinken ihre Löhne.

ZDK-Vize Hülsdonk: „Rabattitis“

[foto id=“320651″ size=“small“ position=“left“]Zunehmende Rabatte beim Neuwagenkauf kommen zu den Umsatzeinbußen auf dem Servicemarkt hinzu. „Wer Werkstattleistungen verschenkt oder zu Ramschpreisen verschleudert, legt die Axt an die wichtigste Ertragssäule des Betriebs“, sagte ZDK-Vize Wilhelm Hülsdonk. „Qualität und Sicherheit haben ihren Preis. Das weiß auch der Kunde. Die Leidtragenden sind die Werkstätten“, so Hülsdonk weiter. Auch im Jahr eins nach der Abwrackprämie lag die Auslastungsquote der Werkstätten bis einschließlich Juli 2010 bei durchschnittlich 83 Prozent und damit auf gleichem Niveau wie im Vergleichszeitraum 2009 (auto.de berichtete). Betrachte man das gesamte Servicepaket – vom Ölwechsel über die Mechanik, die Elektronik, die Glasreparatur bis hin zur Karosserieinstandsetzung – bleibe der Service ein sehr interessantes Geschäft, in dem sich Renditen erwirtschaften ließen.

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