Zwischenstopp für die Heldentour im Moseltal
Zwischenstopp für die Heldentour im Moseltal Bilder

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Da fügte sich alles wunderbar zusammen: Über drei Dutzend Oldtimer und ihre vergnügten Besatzungen, milde sommerliche Temperaturen und die malerische Moselkulisse der Stadt Bernkastel-Kues sorgten mit einer großen Zuschauermenge für den standesgemäßen Auftritt der AvD Heldentour 2014. Diese führt rund 2 000 Kilometer durch Deutschland, erinnert an die gleichnamige und einst gefeierte Tour in den 30er Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg und ist als Zuverlässigkeitsfahrt mit Geschwindigkeitstests und Prüfungen des Fahrkönnens auf Rennstrecken kombiniert.

Als Partner des veranstaltenden Automobilclub von Deutschland (AvD) engagiert sich der TÜV Rheinland und bringt in die Autotour seine technische Erfahrung im Umgang mit den hin und wieder etwas empfindlichen alten Autos ein. Vier Rennstrecken werden in den vier Tagen von den automobilen Helden unter die Räder genommen. Vor dem Eintreffen an der Mosel hatten die Fahrer bereits den Hockenheimring absolviert. Noch ein Tag später ging es über den Rennkurs von Zolder weiter zu der besonders aus den Tourenwagenrennen bekannten belgischen Rennstrecke Spa-Francorchamps. Für Donnerstag den 7. August ist das Eintreffen der Oldtimer- Karawane am Nürburgring geplant. Dort endet dann die Heldentour 2014 und die Rallye-Legende Walter Röhrl soll beim Oldtimer Grand Prix am Wochenende einen recht ausgewachsen dimensionierten Siegerpokal überreichen.

Die Begrüßung in Bernkastel-Kues übernahm Nina I., die amtierende Weinkönigin. Im Vergleich zu Walter Röhrl wirkte sie deutlich lieblicher. Bei ihrer Ankunft im engen Tal der Mosel eilte den zum Teil 50 oder sechzig Jahre alten Automobilen der Ruf ihrer Motoren etwas voraus. Sie waren in Bernkastel-Kues noch nicht zu sehen, aber deutlich zu hören. In den Zeiten der kastrierten Triebwerke und der extrem gereinigten Abgase Die Porsche 356 und 911 Carrera mit den sägenden Geräuschen ihrer luftgekühlten Boxer, die sonst eher aufbrausenden Alfa Romeo wie der 2000 GTV, die noch immer grollenden BMW vom Schlage der M1 und der 2002 ti oder der älteren Coupés, und der betagte, aber unvergleichlich rüstige Bentley 41/4 aus dem 1936. Alles Autos aus einer Vergangenheit, die noch den unverkrampften Zugang zur Autobegeisterung gestattete. Vielleicht sind diese Heldentour und ähnliche Veranstaltungen deshalb so erfolgreich. Ähnlich sieht das Matthias Braun vom AvD. Wir besinnen uns auf die Tradition, sagt der Generalsekretär des Automobilclubs und man merkt, dass Oldtimer und sportliche Auseinandersetzungen mit Fahrer, Fahrzeug und Strecke zum inneren Wesen des AvD gehören. Unmittelbar beteiligt ist Ernst-Josef Ossenbach. Der TÜV Rheinland-Regionalleiter fährt die Heldentour entspannt mit einem Porsche Carrera aus dem Jahr 1988. Das Auto gilt als typisches Beispiel für die Verbindung von sportlichen Autos mit den Forderungen des Alltags. Vor dem Aufbruch zur Weiterfahrt nach Spa-Francorchamps stellte Oldtimer-Experte Johannes Hübner Teams und Fahrzeuge auf dem Marktplatz von Bernkastel-Kues vor. Da hing der Sommerhimmel über dem Moseltal schon voll mit dunklen Wolken.

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