Abmahnung: Irreführende Werbung mit Abwrackprämie
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Wegen irreführender Werbung sind nun viele Automobilhersteller und Händler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen abgemahnt worden: Die betroffenen Unternehmen haben die staatliche Abwrackprämie in Höhe von 2 500 Euro vom eigentlichen Kaufpreis abgezogen und warben mit dem dadurch besonders niedrigen Preis beim Neuwagen-Kauf.

Dieses Verhalten ist jedoch eine gezielte Irreführung, denn für den beworbenen Niedrig-Preis gibt es das Auto nur, wenn die Voraussetzungen des Verschrottungsbonus erfüllt werden. Verbraucher sollten die Preise also genau hinterfragen. Der Fiat Panda beispielsweise wird im Internet mit 4 990 Euro beworben, der Kia Picanto wird mit 5 590 Euro angepriesen. Beide Preise setzen jedoch voraus, dass der Käufer die staatliche Prämie einstreicht. Dafür muss er unter anderem sein mindestens neun Jahre altes Auto verschrotten lassen, einen Neuwagen kaufen und die vollständigen Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle einreichen.

Darauf weist jedoch kaum ein Autohersteller und -händler hin, wenn überhaupt finden sich entsprechende Hinweise oftmals nur im Kleingedruckten. Eine solche Werbung ist somit äußerst fragwürdig, da auf den ersten Blick kaum erkennbar ist, wie sich der niedrige Preis zusammensetzt. Zudem sinkt dadurch die Transparenz und somit die Vergleichbarkeit von Neuwagen-Preisen: Denn manche Hersteller werben mit der staatlichen Prämie und geben einen niedrigen Preis an, andere dagegen berücksichtigen den vom Staat gewährten Zuschuss in ihrer Werbung gar nicht. Die Folge sind vermeintlich große Preisunterschiede, wobei die Differenz in der Realität jedoch weitaus geringer ausfällt. Verbraucher sollten laut der Verbraucherzentrale also genau vergleichen und sich die zugesicherte Abwrackprämie unbedingt schriftlich bestätigen lassen, um sie notfalls von Händler oder Hersteller einfordern zu können. Abgemahnt wegen irreführender Werbung wurden bisher unter anderem Citroen, die Renault Retail Group sowie Händler von BMW, Ford und Skoda.

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