ACE für “Section Control“
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Gegen den Trend der vergangenen Jahre haben die durch nicht angepasste Geschwindigkeit verursachten Verkehrsunfälle mit Personenschaden wieder zugelegt.

Mit einem Anteil von 15,1 Prozent rückten sie 2009 trotz der im vergangenen Jahr erhöhten Bußgelder auf Rang zwei der Unfallursachen vor, berichtet Auto Club Europa (ACE) unter Berufung auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

Noch weitaus gravierender wirke sich hohes Tempo auf die Zahl der Verkehrsopfer aus: Nahezu 40 Prozent der Verkehrstoten starben 2009 bei Unfällen infolge überhöhter Geschwindigkeit, teilte der Automobilclub mit.

Auch fast 27 Prozent der Schwerverletzten gingen auf das Konto von Rasern. Gemessen an der Einwohnerzahl ereigneten sich die meisten Unfälle wegen nicht angepasster Geschwindigkeit laut ACE-Studie auf den Straßen von Rheinland-Pfalz, Thüringen und Schleswig-Holstein. Die wenigsten Tempounfälle passierten hingegen in Brandenburg und Berlin.

Der ACE kritisierte die Verantwortlichen in Bund und Ländern, sie gingen gegen Raser nicht energisch genug vor. Auch hätten sie es seit mehr als einem Jahr versäumt, die dringenden Empfehlungen des Deutschen Verkehrsgerichtstages aufzugreifen und umzusetzen. Das Beratergremium aus Juristen und Verkehrsunfallexperten habe unter anderem vorgeschlagen, im Interesse der Unfallverhütung und zur Tempoüberwachung die „Section Control“ auf gesetzlicher Grundlage und im Rahmen rechtsstaatlicher Regeln zu erproben. Bei dieser Messmethode wird die Geschwindigkeit nicht nur auf einen Punkt hin erfasst, sondern über einen längeren Abschnitt hinweg. Der ACE monierte, Bund und Länder zögerten und verschleppten die geforderte Erprobung, was nicht zu verstehen sei. Der Club wies zudem auf eine von der Europäischen Kommission beauftragten und kürzlich von ihr veröffentlichten Studie hin, wonach 8 von 10 Europäern (78 Prozent), überhöhte Geschwindigkeiten als wesentliches Sicherheitsproblem betrachteten.

Vor allem junge männliche Verkehrsteilnehmer seien überproportional an unfallträchtigen Temposünden beteiligt. Je älter Fahrer oder Fahrerin, desto sicherheitsbewusster werde offenbar die eigene Geschwindigkeit eingeschätzt. Im Vergleich zum Fahrzeugbestand sind Motorradfahrer deutlich häufiger an Unfällen beteiligt, die auf unangemessene Geschwindigkeit zurückzuführen sind.

Die Tatsache, dass im Laufe der vergangenen Jahre die Zahl der Tempounfälle massiv zurückgegangen ist, könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass zu schnelles Fahren sich offenbar zum Volkssport entwickelt hat. Fast 5,2 Millionen Führerscheinbesitzer seien im vergangenen Jahr im Flensburger Verkehrszentralregister eingetragen, weil sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit massiv überschritten hatten.

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