Audi kann DTM-Geschichte schreiben
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Am 25. Oktober ist der Hockenheimring zum dritten Mal in Folge Schauplatz der Titelentscheidung in der DTM. Und zum dritten Mal in Folge kann sich Audi den prestigeträchtigen Titel sichern – was in der Geschichte der populärsten internationalen Tourenwagen-Rennserie noch keinem Automobilhersteller gelungen ist.

2007 hielt Mattias Ekström beim Finale in Hockenheim Mercedes-Pilot Bruno Spengler in Schach. Im vergangenen Jahr blieb Timo Scheider cool und ließ Paul Di Resta keine Chance. Beide Male kam Audi mit nur jeweils zwei Punkten Vorsprung nach Hockenheim. 2009 ist das Polster deutlich größer: 56 Punkte hat Timo Scheider auf seinem Konto, sieben Punkte weniger sein Verfolger Gary Paffett. Noch zehn Punkte werden in Hockenheim vergeben.

Die Ausgangssituation vor dem Finale ist daher relativ simpel: Paffett muss gewinnen oder Zweiter werden, um Audi noch einen Strich durch die Rechnung machen zu können. Bei einem Sieg des Briten benötigt Scheider einen fünften Platz zur erfolgreichen Titelverteidigung. Wird Paffett Zweiter, muss der Audi Pilot mindestens Siebter werden. Bei allen anderen Konstellationen heißt der neue und alte Meister Timo Scheider. Auch die Statistik spricht für den 30-Jährigen: Seit Audi werksseitig in die DTM zurückgekehrt ist, gelang es noch keinem Fahrer bei einer Titelentscheidung in Hockenheim, den Tabellenführer abzufangen.

Und auch die jüngste Hockenheim-Bilanz der Marke Audi ist eindrucksvoll: Viermal in Folge startete ein. Audi A4 DTM auf dem deutschen Grand Prix-Kurs zuletzt von der Pole Position. Die letzten drei DTM-Rennen auf dem Hockenheimring hat Audi für sich entschieden. Und beim Saisonauftakt im Mai 2009 gelang der Marke mit den vier Ringen sogar ein Vierfachsieg. Der beste Mercedes lag im Ziel mehr als 20 Sekunden zurück. Zudem dürfen die Audi A4 DTM des Jahrgangs 2009 beim Finale aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs mit fünf Kilogramm weniger Gewicht an den Start gehen als beim ersten Rennen im Mai, die aktuellen Fahrzeuge der Konkurrenz starten dagegen mit fünf Kilogramm mehr.

„Die Ausgangssituation vor dem Finale ist noch besser als die im vergangenen Jahr, als Timo nur zwei Punkte Vorsprung hatte. Deshalb sind wir positiv gestimmt, zumal wir beim ersten Saisonrennen in Hockenheim eine sehr gute Performance hatten und für Audi einen Vierfachsieg geholt haben. Wir müssen konzentriert ans Werk gehen, um beim Finale erneut eine gute Teamleistung abzuliefern. Dann sollte es möglich sein, die Meisterschaft erfolgreich zu verteidigen – wohl wissend, dass es schwierig ist und unser starker Wettbewerber sicherlich alles versuchen wird, das Blatt noch einmal zu wenden. Umso wichtiger ist konzentriertes Arbeiten,“ sagt Wolfgang Ullrich, Audi Motorsportchef.

Trotzdem ist sich jeder innerhalb des Audi Teams bewusst, dass der Titel noch lange nicht gewonnen ist. Einerseits wird der Gegner alles daransetzen, sichnach zwei Niederlagen in Folge die Meisterschaft doch noch zu sichern. Zum anderen hat sich in der Saison 2009 schon mehr als einmal gezeigt, dass in der DTM alles möglich und auch ein Vorsprung von sieben Punkten noch keine Garantie ist. Deshalb wird sich die Mannschaft um Audi Motorsportchef Wolfgang Ullrich nicht darauf verlassen, dass Timo Scheider die nötigen Punkte einfährt. Sie wird versuchen, einen Doppelsieg zu holen und auf diese Art und Weise alles klarzumachen.

„Ich bin nach dem schlechten Qualifying in Dijon-Prenois von dem Schlechtesten ausgegangen, sprich: dass ich maximal zwei Punkte Vorsprung in Hockenheim habe. Ich habe gesagt, alles was besser ist als zwei Punkte Vorsprung, ist ein Erfolg. Am Ende waren und sind es dann sieben Punkte Vorsprung vor Gary. Das ist natürlich ein sehr positives Gefühl. Auf der einen Seite tut es mir ein bisschen leid für Mattias, auf der anderen Seite muss ich natürlich auch auf mich gucken und sagen: einer weniger im Titelkampf! Das kann ein wenig helfen, sich zu orientieren. In Hockenheim durfte ich letztes Jahr schon erleben, wie toll das Gefühl nach dem Meisterschaftskampf sein kann. Es wäre für mich das Größte und das Schönste, vor deutschem Publikum wieder diesen Erfolg einfahren zu können und ihn zu feiern. Diesen Traum hege ich auf jeden Fall,“ gibt sich Timo Scheider kämpferisch.

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