Schrägheck-SUV

Audi Q3 Sportback: Der mit dem schnelleren Heck
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Der Markt will es anscheinend so: Immer häufiger tauchen im Segment der SUV-Modelle Schrägheckvarianten auf, die aus den hochbeinigen „Nutzfahrzeugen“ Coupés auf Stelzen machen. Das geht nicht immer gut. Der nie um eine abgedrehte Formulierung verlegene Kabarettist Django Asül kommentierte es bei einem extrem wuchtigen Exemplar eines süddeutschen Autoherstellers mal so: „Das Auto sieht unten aus wie eine ukrainische Gewichtheberin und oben wie eine Ballett-Tänzerin.“

Keine Einbußen beim Fassungsvermögen des Kofferraums

Damit hat er humorvoll deutlich gemacht, dass es bei einem SUV nicht genügt, aus der Dachlinie ein Stück herauszusägen, um die Eleganz eines Coupés zu erreichen. Offensichtlich hatten die Designer bei Audi nicht das Ziel, mit kabarettistischer Häme überschüttet zu werden. Sie stellten einen Q3-Abkömmling auf die Räder, der an keiner Ecke plump oder unausgegoren wirkt. Bei einer statischen Präsentation in einem Hangar des Flugplatzes Manching durften wir das Auto schon einmal anfassen und darin Platz nehmen. Und weil sich im Heckbereich mehr verändert hat als vorn, interessierte uns zunächst einmal der Fond. Beruhigend: Die Hinterbänkler müssen nicht mit gesenktem Haupt Platz nehmen, obwohl die Dachlinie komplett um einen Hauch tiefer gelegt wurde. Die Audi-Ingenieure schwören sogar, dass auch das Fassungsvermögen des Kofferraums keine Einbußen gegenüber den normalen Q3 hinnehmen musste. Sogar die verschiebbare Rücksitzbank wurde aus der Grundvariante übernommen. Da die Schulterlinie des Q3 Sportback ebenfalls niedriger verläuft, wirkt das SUV-Coupé in der Seitenansicht etwas gestreckter. Die Radkästen haben stärkere Konturen und geben dem Audi einen muskulösen Anstrich sowie einen Hinweis auf den Quattro-Antrieb, der in den meisten Varianten zur Serienausstattung zählt. Der Schattenwurf im unteren Türbereich soll den athletischen Charakter gezielt unterstreichen.
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Zum Start mit einer Benzin- und zwei Dieselvarianten

Den Q3 Sportback wird es in elf Außenfarben geben. Das Wabengitter im Kühlergrill wird mit Aluminiumelementen in der Ausstattungsvariante S-Line der Frontpartie einen markanteren Auftritt verleihen. Wer es gern noch bulliger mag, nimmt statt der 17-Zoll-Räder die wuchtigeren 18-, 19-, oder gar 20-Zöller, die den Eindruck erwecken, die Radhäuser seien kurz vor dem Platzen. Zum Verkaufsstart (die Auslieferungen beginnen im Herbst 2019) bietet Audi den Q3 Sportback erst einmal mit einer Benzin- und zwei Dieselvarianten an: 2,0 TFSI 45 mit 230 PS und 2,0 TDI mit 150 (35 TDI) oder 190 PS (45 TDI). Wenig später wird noch ein 1,5-l-Benziner mit 150 PS nachgeschoben, bei dem sich bei gleitender Fahrweise zwei Zylinder abschalten, um den Verbrauch zu senken. Wird bei diesem Motor das Doppelkupplungsgetriebe geordert, ist auch das "Mild-Hybrid"-System MHEV an Bord, das ein 48-Volt-Bordnetz nutzt. Mit dieser Technik, die auch die Segelfunktion mit abgeschaltetem Motor einsetzt, sollen weitere 0,4 Liter Benzin pro 100 Kilometer Fahrstrecke eingespart werden.
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Vermutlich etwas teurer als der Standard Q3

Gebaut wird der Q3 Sportback im ungarischen Werk Györ. Zur Markteinführung lässt Audi die "edition one" in zwei Ausführungen vom Band laufen: in "Tausilber Metallic" mit Anbauteilen in der Kontrastfarbe "Manhattangrau" und als Volllackierung in "Mythosschwarz Metallic". An dieser Stelle verneigen wir uns vor dem Erfindungsreichtum der Audi-Marketingexperten, die selbst für die langweiligsten Farben Sehnsucht weckende oder geheimnisumwitterte Namen plakatieren. Aber bei Farbbezeichnungen wie "Mausgrau" oder "Finster wie die Nacht" würden die Kunden den Geldbeutel sicher weniger freudig zücken. Apropos Geldbeutel: Mit dem Zählen des Inhalts kann man sich noch etwas Zeit lassen: Die Preise für die neue Variante des Q3 Sportback hat Audi noch nicht kommuniziert. Kleine Orientierungsmarke: Für den "normalen" Q3 startet die Preisliste momentan bei 34.400 Euro. Da der Sportback sicher nicht weniger sondern ein (vermutlich) ein paar Tausender mehr kosten wird, sollte dieses Minimum schon mal im Geldsack drin sein.

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