Automobilbau: Russland holt auf
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Während die Fertigung ausländischer Modelle mit großen Schritten zunimmt, rutscht die Produktion russischer Pkws – in deren Mittelpunkt AwtoWAS, IschAwto und GAS – immer weiter ab. Schon 2007 machten die in Russland vom Band gelaufenen Neuwagen ausländischer Marken ein Drittel der gesamten Pkw-Produktion aus, die auf eine Million Einheiten zusteuerte. Hinzu kamen 1,125 Millionen importierte Pkws.

Die Nase vorn im Automobilgeschäft haben jene ausländischen Marken, die schon früh darangingen, an russischen Autostandorten Partnerschaften einzugehen. Die Markführerschaft haben bislang Pkws der Marken Chevrolet, Ford, Toyota, Hyundai, Nissan und Renault. Mit großen Sprüngen nach vorn hatten 2007 Opel, die chinesische Marke Chery, Honda und Skoda auf sich aufmerksam gemacht. Doch trotz des Engagements ausländischer Investoren vor Ort konnte der Bedarf an Neuwagen bisher nicht gedeckt werden, der nach Einschätzung der Analysten von PricewaterhouseCoopers 2011 bei jährlich 4,5 Millionen Fahrzeugen liegen dürfte. Damit steige Russland zum größten Pkw-Markt in Europa auf, urteilt PWC.

Die Prognose basiert auf einer wachsenden Kaufkraft der Russen dank steigender Realeinkommen, aber auch auf der Tatsache, dass Autokäufer zunehmend eine Finanzierung in Anspruch nehmen. Anfangs wurde rund ein Viertel der Pkw-Käufe so abgewickelt, inzwischen sind es mehr als die Hälfte. Die zu beobachtende Tendenz erklärt sich nicht zuletzt daraus, dass der durchschnittliche Verkaufspreis von Neuwagen in Russland binnen fünf Jahren von 7.000 auf 17.000 US-Dollar kletterte. PricewaterhouseCoopers rechnet sogar damit, dass der Pkw-Preis bis 2011 durchschnittlich bei 20.000 bis 22.000 US-Dollar ankommen könnte.

Damit in Russland angesiedelte Zulieferfirmen von der Pkw-Fertigung ausländischer Marken vor Ort profitieren, haben die Investoren die Auflage zu erfüllen, für die Serienfertigung schrittweise Komponenten von Zulieferfirmen im Lande zu beziehen und nach und nach den in der Startphase üblichen Bezug von Bausätzen aus den Stammwerken im Ausland aufzugeben. Diese „Spielregel“ sieht die Investitionsvereinbarung mit dem russischen Wirtschaftsministerium vor. Abzusehen ist, dass sich in unmittelbarer Nähe neuer Autowerke ausländischer Marken vor allem namhafte internationale Zulieferer ansiedeln, etwa auch nahe dem Kalugaer Autowerk der Volkswagen AG.

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Gast auto.de

November 17, 2009 um 8:21 am Uhr

Die Russen machen irgendetwas richtig, was in Deutschland falsch gemacht wird.

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