Automobilmarkt Russland: Wachstum für alle Klassen
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Ein großes Wachstumspotenzial bietet der russische Automobilmarkt den internationalen Automobilherstellern. Das zeigt sich derzeit auf dem Moscow International Automobile Salon 2008 (MIAS), der noch bis zum 7. September geöffnet hat.

Zwar ohne weltbewegenden Neuheiten stellt sie eine andere Welt der Superlativen dar. Das zeigt schon die Zahl der Aussteller, die mit Messen wie der IAA in Frankfurt oder dem Automobilsalon in Genf durchaus mithalten kann.

Hersteller

Auch besticht die Messe durch ihre Übersichtlichkeit mit ihren 60 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Dabei spiegelt sie Bedürfnisse und Möglichkeiten des russischen Markt wider: Alles Automobile vom kleinen Vehikel über schnelle Flitzer bis zur ausladend großen Limousine wird präsentiert. Eine dünne Oberschicht hat das Geld für die Boliden, während die Mehrheit der Russen sich auf Kleinwagen oder Kompakte beschränken muss. Sie dominieren auf Moskaus Straßen neben einigen luxuriösen Karossen und teuren Sportwagen. Im Kampf um neue Marktanteile stehen daher die deutschen Hersteller wie Volkswagen, Daimler und BMW sowie die anderen europäischen Autobauer wie Fiat und Renault in den Startlöchern.

Gleiches gilt für US-amerikanische Produzenten wie Ford oder Chevrolet und die japanische Hersteller wie Mazda, Toyota und Nissan. Dabei werden die Schwerpunkte anders gesetzt als auf den westlichen Märkten.

Umwelt & Sicherheit

Das Thema Umwelt spielt auf der Messe in Moskau nur am Rande eine Rolle. Zwar zeigt etwa Nissan seine Elektroauto-Studie Cube und BMW stellt sein seit längerem erhältliches Spritsparpaket „Efficient Dynamics“ vor. Doch der Umweltaspekt ist den Russen egal, da ihnen für teure Technik das Geld fehlt. Auf wenig Interesse scheint auch das Thema Sicherheit zu stoßen. Kein Hersteller weist explizit auf Techniken wie ESP oder Airbags hin. Dabei wird in dem recht dichten Großstadtverkehr schnell gefahren. Und dementsprechend häufig kommt es zu Unfällen.

Chinesische Marken

Obwohl innerstädtisch ein Tempolimit von 60 km/h gilt, wird es von so gut wie niemandem beachtet. Es wird noch ganz nach der archaischen Sichtweise „Wer bremst, verliert“ auf den Straßen ums Vorwärtskommen gekämpft. Zeit und Geld für Sicherheitstechniken bleiben da auf der Strecke. Das ist vielleicht auch ein Grund, weshalb gleich fünf chinesische Hersteller auf der Moskauer Messe vertreten sind. Sie sprechen mit ihren günstigen und wenig auf Sicherheit ausgelegten Modellen ein breites Publikum an. Diese Herstellermischung auf der MIAS verspricht einen spannenden Kampf auf dem russischen Markt.

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