Bei Folgeunfällen sind Sicherheitssysteme oft schon inaktiv
Bei Folgeunfällen sind Sicherheitssysteme oft schon inaktiv Bilder

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Ein Crash nach dem Crash kann für die Insassen eines Autos noch gefährlicher sein als der erste Zusammenprall. Denn dann sind die Sicherheitssysteme wie zum Beispiel die Airbags bereits aufgegangen und können ihre Schutzwirkung nicht mehr entfalten.

Laut den Unfallforschern des ADAC endet jeder vierte Unfall in einem Folgeunfall, da das Auto nach dem Aufprall nicht stehen bleibt, sondern weiter schlittert. Bei derartigen Kollisionen werden fünf Prozent mehr Insassen lebensbedrohlich verletzt als bei den „einfachen“ Unfällen. Um die Passagiere besser vor diesen Zweitunfällen durch unkontrolliertes Weiterfahren schützen zu können, fordert der Autoclub eine Vernetzung der Sicherheitssysteme. So könnte beispielsweise das ESP oder der Bremsassistent nach dem ersten Unfall das Auto weiter automatisch abbremsen und so einen weiteren Crash verhindern. Ein derartiges System mit dem Namen „Secondary Collision Mitigation“ hat Bosch bereits entwickelt. Es soll laut dem Bericht weniger als 50 Euro kosten und ESP und Airbag-Steuergerät miteinander verknüpfen. Je nach Aufprallwucht leitet das System die Daten an das ESP-Steuergerät weiter, welches dann eine Vollbremsung einleitet. Die Automobilindustrie hat bereits Interesse an dieser Technik bekundet.

Wann genau das System in einem Serienauto zu haben sein wird, darf Bosch derzeit jedoch noch nicht verraten. Der Automobilhersteller Ford will ein ähnliches System auf den Markt bringen, bislang ist jedoch unklar, wann es soweit sein wird. „Ford arbeitet an der Entwicklung eines Post Impact Stability Control Systems, das heißt an einer Technologie zur Stabilisierung des Fahrzeugs nach einer ersten Kollision“, erklärt Dr. Pim van der Jagt, bei Ford weltweit für die Forschung zur aktiven Sicherheit zuständig, gegenüber der ADAC Motorwelt.[foto id=“351572″ size=“small“ position=“right“] Mercedes und BMW setzen hingegen weiterhin auf „Pre-Crash-Systeme“, die vor dem Unfall einsetzen und gegebenenfalls bremsen. Doch die Systeme sind teuer und werden noch lange nicht in allen Modellen angeboten. Der Assistent von BMW ist noch gar nicht auf dem Markt. Neben der automatischen Bremse sind jedoch noch andere Schutzmechanismen notwendig, um die Insassen bei Folgeunfällen vor schweren Verletzungen zu bewahren. So müsste beispielsweise die Airbagsteuerung so abgestimmt werden, dass bei einem Frontalaufprall nicht alle Luftsäcke aufgeblasen werden, sondern nur die Frontairbags. Dreht sich das Auto dann und rutscht seitlich auf ein anderes Hindernis, stehen immer noch die Seiten- und Kopfairbags als Schutz zur Verfügung.

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