BMW entwickelt neue Fahrerassistenzsysteme

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Nach Mercedes-Benz will nun auch BMW eine automatische Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-go-Funktion auf den Markt bringen. Das System soll kurz vor der Serienreife stehen und dürfte zunächst in einem Oberklassemodell wie dem BMW 7er oder 5er eingeführt werden. Die Regelung deckt den Geschwindigkeitsbereich von 180 km/h bis zum Stillstand des Fahrzeugs ab. Dies soll bei Kolonnenfahrten, niedrigen Geschwindigkeiten und Staus Komfort und Sicherheit erhöhen.
Das System arbeitet mit einem Fernbereichsradar mit 150 Metern Reichweite sowie mit Nahbereichssensoren, die vorausfahrende Fahrzeuge in einem Abstand von bis zu 20 Metern erkennen. Wird der vorher definierte Mindestabstand unterschritten, leitet das System automatisch einen Bremsvorgang ein. Ist das Eingreifen des Fahrers erforderlich, so wird er optisch und akustisch gewarnt.
Der neue abstandsgeregelte Bremsassistent baut zugleich den maximalen Bremsdruck auf und führt die Bremsbeläge an die Scheiben heran. Tritt der Fahrer nun auf das Bremspedal, steht sofort die höchstmögliche Verzögerungsleistung zur Verfügung. Auf diese Weise sollen sich Auffahrunfälle vermeiden oder zumindest Unfallfolgen abmildern lassen.
Zudem sollen künftig Vibrationen im Lenkrad den BMW-Fahrer davor bewahren, die Fahrspur unbeabsichtigt zu verlassen. An der Frontscheibe auf Höhe des Innenspiegels wird eine Kamera untergebracht, die die Fahrbahnmarkierungen erkennt. Das System lässt sich ein- und ausschalten und ist mit dem Blinker verbunden. Setzt der Fahrer vor dem Überschreiten der Fahrspur den Blinker, wird die Spurverlassenswarnung deaktiviert. Zudem arbeitet die Warnung in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit, da schnelleres Fahren eine höhere Präzision erfordert. So soll auch bei forcierter Autobahnfahrt noch ausreichend Zeit für eine Kurskorrektur bleiben.
Auch das Navigationssystem soll künftig bei BMW zu einer sicheren Fahrt beitragen. Die Funktion „Road Preview“ kennt den weiteren Streckenverlauf und mögliche gefährliche Kurven und kann den Fahrer im Voraus dazu auffordern, den Fuß vom Gas zu nehmen. Außerdem sollen die Informationen beispielsweise dazu beitragen, gefährliche Überholversuche an schlecht einsehbaren Stellen zu vermeiden. Zugleich wird der Fahrer über aktuelle Geschwindigkeitsbegrenzungen informiert: Diese kennt das System nicht allein über das Navi, sondern auch über die Kamera der Spurverlassenswarnung. Sie erfasst beispielsweise digitale Geschwindigkeitsanzeigen auf Autobahnen oder kurzfristig aufgestellte Schilder vor Baustellen. Darüber hinaus arbeiten die Münchner Entwickler an Assistenzsystemen, die die Gefahren von Kreuzungen entschärfen sollen. Im BMW der Zukunft soll der Fahrer etwa vor dem unabsichtlichen Überfahren roter Ampeln oder möglichem Querverkehr gewarnt werden.
mid

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