Carlos Sainz: Der erfahrene Alleskönner

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(adrivo.com) Carlos Sainz startet in diesem Jahr mit Co-Pilot Michel Périn in seine 3. Dakar Rallye. Obwohl er bisher nicht über Platz 9 hinaus kam, gilt er als die Speerspitze im VW-Lager, um im 6. Anlauf den Dakar Sieg nach Wolfsburg zu holen.

Der 45-jährige Spanier ist zweifelsohne als Alleskönner zu bezeichnen: Mit 16 Jahren wurde er spanischer Squash-Champion und spielte erfolgreich Fußball, bevor er sich ganz auf seine Motorsportkarriere zu konzentrieren begann. 1990 wurde er im Toyota der erste Rallye-Weltmeister spanischer Herkunft. Nach einem Vizetitel 1991 wiederholte er 1992 seinen Triumph und wurde erneut Weltmeister. Zwar gelang ihm bis zu seinem Ausstieg aus der WRC 2004 kein weiterer Titelgewinn, allerdings beendete er zwischen 1994 und 2004 die Rallye Saison gleich achtmal unter den Top Drei.

Seine unglaubliche Konstanz spiegelt sich in seinen 26 Siegen wieder, die ihm bis heute den dritten Platz der ewigen Bestenliste der Rallye WM sichert, nur überboten durch Sebastian Loeb und Marcus Grönholm. Umso bemerkenswerter ist an dieser Erfolgsgeschichte, dass es ihm immer wieder gelang sich in kürzester Zeit auf neue Gegebenheiten einzustellen, so sammelte er seine Siege in der Rallye WM mit gleich vier verschiedenen Herstellern. Ob im Toyota, Subaru, Ford oder Citroen, in jedem Auto war er erfolgreich. Seine letzten WRC-Siege errang er bei einer der härtesten Rallyes der vergangnen Jahre 2003 in der Türkei, sowie 2004 bei der anspruchsvollen Rallye von Argentinien.

2005 folgte der Wechsel in den Marathonrallyesport und ins VW-Cockpit, 2006 erfolgte der erste Dakar Start. Zwar gelang "El Matador", wie er von seinen Fans genannt wird, insbesondere durch technische Probleme in diesem Jahr nur der 11. und 2007 nur der 9. Platz, doch mit neun Etappensiegen gelang es ihm mehr als eindeutig sein Talent zu demonstrieren. Bei der UAE Desert Challange, die allgemein als eine Art "Generalprobe" für die Dakar angesehen wird, musste Carlos Sainz zwar einem seiner härtesten Rivalen, Stéphane Peterhansel, den Vortritt lassen, das hielt ihn jedoch nicht davon ab, den Marathon Weltcup insgesamt für sich zu entscheiden.

Eines scheint festzustehen, so lange Sainz und dem VW-Team kein Fehler unterläuft, werden sie ganz schwer zu schlagen zu sein. "Es [die Dakar] wird länger als in den beiden vorigen Jahren, es wird mehr Sand geben und es wird härter sein. Wir müssen außerdem die Etappen, auf denen es keinen Service geben wird, im Auge behalten." So spricht niemand, der sich Sorgen um seine Performance macht, vielmehr jemand, der hochkonzentriert eine Herausforderung in Angriff nimmt und der von sich selbst weiß, dass er ein Meister darin ist, sich immer wieder schnell auf neue Gegebenheiten einzustellen.

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