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Citroen-Replika “El Cid“ – Das Plastik-Dromedar feiert ein Comeback
Citroen-Replika ''El Cid'' - Das Plastik-Dromedar feiert ein Comeback Bilder

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An neugierige Blicke von anderen Verkehrsteilnehmern ist Mario Malzkorn gewöhnt. Schließlich hat sich der Düsseldorfer Kfz-Mechaniker seine Sporen mit dem Nachbau der legendären Cobra verdient und dabei gelernt, dass viele seiner Testfahrten mit hunderten von Handykameras festgehalten wurden. Doch wenn er jetzt zwischen Flughafen und Messe, über die Königsallee oder ans Rheinufer fährt, erregt er bei anderen Autofahrern und bei Passanten noch mehr Aufsehen. Dabei hat sein aktuelles Auto gerade mal ein Zehntel der Leistung, und der ganze Motor ist kleiner als ein einziger Zylinder der Cobra. Doch dafür ist es auch viel exotischer. Denn Malzkorn fährt den Nachbau eines Citroen Mehari. Und er fährt ihn nicht nur, sondern hat ihn sogar selbst entwickelt.

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Begonnen hat die Leidenschaft für den 1968 von der Ente abgeleiteten Freizeitwagen mit der unverwüstlichen Kunststoffkarosse vor nicht einmal zehn Jahren bei einem Urlaub auf Formentera. Weil [foto id=“376685″ size=“small“ position=“left“]Citroen die Produktion damals nach 19 Jahren und rund 150.000 Exemplaren längst eingestellt und es den Plastikbomber ohnehin nie offiziell in Deutschland gegeben hatte, musste sich Malzkorn zur Befriedigung seiner Sehnsucht etwas einfallen lassen und konstruierte daher kurzerhand einen Nachbau.

Er heißt „El Cid“, basiert wie das Original auf dem Citroen 2 CV und besteht vor allem aus einer liebevoll nachgebauten Plastikkarosse. Die ist zwar nicht mehr aus dem angeblich so brandgefährlichen Kunststoff ABS hergestellt, sondern mit Glasfasern verstärkt, sieht aber genauso aus wie früher. Und auch das Verdeck, das wie ein altes Bundeswehrzelt über ein labbriges Metallgestänge geknüpft wird, ist beinahe original. Kein Wunder: Genau wie alle Anbauteile lässt Malzkorn es von jenem Zulieferer kommen, der bei Citroen die Mehari-Maschinen gekauft hat und einen schwunghaften Handel mit Original-Ersatzteilen betreibt. Deshalb ist das Verdeck genauso flatterhaft und zugig wie früher, hat noch immer Fenster zum Ausknöpfen und bekommt bei der Montage noch immer jeden Fingernagel klein. Neu sind nur der massive [foto id=“376689″ size=“small“ position=“left“]Überrollbügel über den beiden vorderen Sesselchen und die Dreipunkt-Gurte. „Ein bisschen Sicherheit muss schon sein“, begründet Malzkorn den Bruch mit der Tradition und bittet zur Testfahrt in die rollende Gartenlaube.

Also klettern wir durch die winzigen Klapptürchen, lassen uns in den kleinen Lederstuhl fallen und falten die Beine so zusammen, dass sie irgendwie in den knappen Fußraum passen. Nach oben steht einem im Mehari zwar der Himmel offen, doch nach unten wird es darin schon ziemlich eng. Malzkorn greift in das futuristische Einspeichen-Lenkrad, dreht drei, vier Mal am Zündschlüssel, dann erwacht mit einem asthmatischen Röcheln das alte Herz der Ente zum Leben.  Zwei Zylinder mit zusammen 0,6 Litern Hubraum boxen unter der Haube und kommen unter ohrenbetäubendem Schnattern auf nicht einmal 30 PS. Obwohl der Neuzeit-Mehari sogar 50 Kilo weniger wiegt als der 2 CV, erinnert er trotzdem eher an eine lahme Ente als an das Renndromedar, das dem Original seinen Namen gegeben hat.

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Wenn man in weniger als einer Minute auf Tempo 100 kommt, kann man schon froh sein“, ruft Malzkorn in den tosenden Fahrtwind. „Und mehr als 110 km/h schafft man nur mit langem Atem, Rückenwind und viel Gefälle.“ Dafür allerdings passt die Straßenlage zum Taufpaten: Weil der Mehari die butterweichen [foto id=“376696″ size=“small“ position=“left“]Plattfedern der Ente nutzt, nimmt er zwar klaglos jede Bodenwelle, klettert auf jeden Hügel und schlägt sich auch im Gelände wacker. Doch dafür werden die Insassen bei einer kurvigen Landpartie auch genauso stark durchgeschaukelt wie auf einem Kamelrücken beim Ritt durch die Sahara.

Wenn man bedenkt, dass es in Deutschland nach Malzkorns Schätzung kaum drei Dutzend Meharis gibt, ist der El Cid ein höchst exklusiver Exot. Dafür ist die Replik fast schon ein Schnäppchen. Denn los geht es bereits bei rund 10.000 Euro – Spenderente inklusive. Wer seine eigene Ente nach Düsseldorf bringt und ein paar Kleinigkeiten nach dem Karosseriebau selbst erledigt, ist sogar schon mit 6.000 bis 7.000 Euro dabei, rechnet Malzkorn vor. Trotzdem läuft das Geschäft noch eher schleppend. Zumindest in Deutschland. Hier hat er in den letzten fünf Jahren erst zwei El Cid ausgeliefert. Knapp zehn weitere seiner Mehari-Nachbauten fahren allerdings mittlerweile auf Formentera. Aber das ist kein Wunder: Dort ist es ja auch ein paar Grad wärmer.

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