Das Autojahr 2012: Etwas vom Gas gehen, aber das Tempo halten

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Die Dynamik auf dem Nutzfahrzeug-Markt, hier der neue VW Crafter, hält an. Bilder

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Straßenszene in Tokio: Es ist momentan nicht leicht, in Japan Autos zu verkaufen. Bilder

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Mercedes-Hybrid-M-Klasse in New York: Den US-Absatz nennen Experten robust. Bilder

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Junge Chinesin in einem Smart: Der Automarkt im Reich der Mitte boomt weiter. Bilder

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Das Interesse an Autos, hier beim Genfer Salon 2011, bleibt groß. Bilder

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Berlin – Nach einem „starken Autojahr 2011“ erwartet der Verband der Automobilindustrie ein „stabiles Autojahr 2012“. Voraussetzung ist aus Sicht von Präsident Matthias Wissmann jedoch, dass die „Finanzmärkte wieder Vertrauen fassen“. Die dynamische Entwicklung werde sich, so Wissmann zuletzt in Berlin bei einem Ausblick auf das neue Jahr, nicht linear fortschreiben lassen. „Wir erwarten mehr Gegenwind“, schränkte der Präsident ein: „2012 wird auch ein hartes Arbeitsjahr.“

Weltweit 68 Millionen neue Pkw

Für den Weltautomobilmarkt sagen Fachleute in den nächsten zwölf Monaten unter günstigen Umständen nach einem globalen Pkw-Absatz von rund 65,5 Millionen Einheiten einen Vier-Prozent-Zuwachs auf rund 68 Millionen voraus. Alle wichtige Regionen hätten zuletzt positive Wachstumsraten zu verzeichnen gehabt – [foto id=“397104″ size=“small“ position=“left“]ußer neben Japan auch Westeuropa, wo Wissmann wegen der angespannten Finanzmarkt-Lage zwar Risiken sieht, aber zumindest davon ausgeht, „dass sich der Markt auf dem Niveau des Jahres 2011 mit 12,8 Millionen Einheiten stabilisiert.

Zunahme in Asien, USA und Brasilien

Asien bleibe auf Wachstumskurs, jedoch sei die Inflation dort durchaus spürbar. Experten schätzen, dass der Pkw-Markt in China 2012 um weitere acht Prozent auf gut 13,2 Millionen, in Indien um weitere zehn Prozent auf gut 2,9 Millionen Einheiten steigt. „Beide Länder gemeinsam stellen damit bereits knapp ein Viertel des Pkw-Weltmarktes dar“, erwartet der Verbandschef zudem einen robusten US-Markt mit einem Fünf-Prozent-Plus auf 13,4 Millionen Neuzulassungen im neuen Jahr und eine Zunahme von drei Prozent auf 3,6 Millionen Einheiten in Brasilien.

Weiter hohes deutsches Exportniveau

Die deutsche Automobilindustrie sieht sich weltweit breit aufgestellt. So könnten potenzielle Nachfragerückgänge in einzelnen Regionen durch andere Wachstumsregionen aufgefangen werden, betont Wissmann. Der hohe Premiumanteil der deutschen Hersteller wappne überdies gegen mögliche Schwankungen im Volumenmarkt, beziffert der Präsident das hohe Exportvolumen der Branche hierzulande für 2012 auf mindestens 4,5 Millionen, den Pkw-Inlandsmarkt wie 2011 auf über 3,1 Millionen und die Inlandsproduktion auf stabile 5,9 Millionen Neufahrzeuge.

China bedeutender Fertigungsstandort

Laut Wissmann nimmt die Auslandsproduktion deutscher Hersteller erneut zu. Außerhalb Deutschlands sei China der bedeutendste Produktionsstandort für sie. „Dort läuft inzwischen mehr als ein Viertel aller im [foto id=“397105″ size=“small“ position=“right“]Ausland gefertigten Fahrzeuge deutscher Konzernmarken vom Band, zuletzt waren dies rund 1,8 Millionen.“ In Brasilien und in Spanien kamen im abgelaufenen Jahr nochmal jeweils rund 750 000 Pkw hinzu.

Spritverbrauch um ein weiteres Viertel runter

Ähnlich zuversichtlich äußerte sich der Verbandschef für die Zulieferer. Sie leisteten einen erheblichen Beitrag zur Effizienzsteigerung der Fahrzeuge und damit zur Minderung des schädlichen Kohlendioxid-Ausstoßes. „In den nächsten zehn Jahren kann so der Spritverbrauch von klassischen Antrieben noch um ein Viertel gesenkt werden.“ Auch in den Bereichen Sicherheit und Komfort, etwa bei neuen Assistenz- und Bremssystemen sowie Kameras am Fahrzeug zur Rundum-Erkennung, setzen die Zulieferer Maßstäbe. Ebenfalls die Entwicklung auf dem globalen Nutzfahrzeugmarkt stufte Wissmann als dynamisch ein. Im September findet in Hannover die nächste Nutzfahrzeug-IAA statt.

Bis 2020 weltweit 90 Millionen Einheiten

Langfristig bleibt die Automobilindustrie Wachstumsbranche, legt man die Einschätzung von Experten zugrunde, dass der Weltautomobilmarkt bis 2020 um 40 Prozent auf dann 90 Millionen Einheiten steigen soll. Für das neue Jahr gilt laut Wissmann erst einmal: „Wir gehen etwas vom Gas, halten aber das Tempo.“

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