Der Mars macht mobil
Der Mars macht mobil Bilder

Copyright:

Der Mars macht mobil Bilder

Copyright:

Der Mars macht mobil Bilder

Copyright:

Der Mars macht mobil Bilder

Copyright:

Der Mars macht mobil Bilder

Copyright:

Der Mars macht mobil Bilder

Copyright:

Der Mars macht mobil Bilder

Copyright:

Der Mars macht mobil Bilder

Copyright:

Zwei Milliarden Euro für eine Autotour? Unser planetarer Nachbar Mars macht solche Summen mobil. Seit kurzem bereitet sich der Mars-Rover Curiosity für die mobile Erkundung des „Roten Planeten“ in 56 Millionen bis 401 Millionen Kilometer Entfernung zur Erde vor. Mindestens zwei Jahre soll das teuerste Fahrzeug aller Zeiten über den Mars „rovern“. Das bedeutet im Englischen „herumstreifen“ oder „wandern“.

Das Datenblatt von Curiosity liest sich bezüglich Maße und Gewichte wie das eines Kleinwagens, der zu hunderten von Millionen die Straßen der guten alten Mutter Erde bevölkert. Länge: 3,1 Meter, Höhe: 2,1 Meter, Gewicht: 900 Kilo. Nur die Breite von 2,7 Metern schlägt etwas aus der irdischen Norm. Aber da muss der Mars-Rover ja auch nicht auf ein bestehendes Straßennetz Rücksicht nehmen. Die große Breite sichert dem sechsrädrigen Vehikel einen sicheren Stand. Der Antrieb ist weniger aus Rücksicht auf die dünne Mars-Atmosphäre elektrisch, als vielmehr aus technischer Notwendigkeit. Nachtanken ist [foto id=“430336″ size=“small“ position=“left“]auf dem Nachbarplaneten nun einmal nicht möglich. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern speist sich der 2,9 kW/4 PS starke Antrieb nicht aus Solarmodulen, sondern aus einer sogenannten „Radiumnuklidbatterie“.

Das 43 Kilo schwere Teil ist unter ökologischen Aspekten ultra-unkorrekt. Es enthält 4,8 Kilo hochradioaktives Plutoniumdioxid. Das Plutonium-Isotop hat eine Halbwertszeit von 87,7 Jahren. Der kontinuierliche Zerfall der Atome setzt pro Stunde 2 000 Watt Wärmeenergie frei. Diese Wärme wandeln sogenannten „Thermoelemente“ in 110 Watt elektrische Energie um. Damit kann Curiosity seine zehn verschiedenen wissenschaftlichen Elemente betreiben, die Kamera, 250 Megabyte Daten pro Tag generieren und senden. Darüber hinaus reicht es noch für eine Höchstgeschwindigkeit von vier Zentimetern pro Sekunde. Das entspricht 14,4 Meter pro Stunde. Doch Zeit spielt auf dem Mars keine Rolle. Der Einsatz von Curiosity ist auf mindestens zwei Jahre angesetzt. An einem Tag bringt es der Rover auf maximal 345,6 Meter und nach einem Jahr zeigt der Mars-Tacho bereits 126,144 Kilometer an. Wenn keine technische Defekte auftreten, versorgt die Plutonium-Batterie das Vehikel noch über Jahrzehnte mit Energie, freilich bei sinkender Leistung wegen des voranschreitenden Verfalls.

Nicht nur ausgewiesene Fahrwerkstechnik dürften bei der Aufzählung der entsprechenden Curiosity-Details mit der Zunge schnalzen: Die sechs Räder sind symmetrisch an zwei Rohgestellen aufgehängt, die mit einer zentralen Achse aus Titan verbunden sind. Angesichts der Fahrzeugkosten darf Curiosity natürlich auf 20-Zöllern aus Leichtmetall rollen. Die Räder mit [foto id=“430337″ size=“small“ position=“right“]51 Zentimeter Durchmesser bestehen komplett aus Aluminium. Die Lauffläche ist so dünn, dass sie Federungseigenschaften wie ein luftgefüllter Reifen gewährleistet. Im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle am Rande einer deutschen Bundesstraße würde Curiosity mit 13 Millimeter Profiltiefe einen mustergültigen Eindruck hinterlassen..

Der Antrieb erfolgt über bürstenlose Radnabenmotoren. Deren Laufleistung ist auf 45 Millionen Umdrehungen hin konzipiert. Zur serienmäßigen Ausstattung gehört eine Vierradlenkung. Die vorderen und hinteren Radpaare lassen sich dabei maximal um 90 Grad drehen. Damit kann Curiosity auf der Stelle wenden. Mit einem maximalen Neigungswinkel von 45 Grad und der Möglichkeit maximal 75 Zentimeter hohe Hindernisse zu überwinden, bietet der Mars-Rover eine Geländetauglichkeit, die einen Mercedes G-Modell förmlich zur Seifenkiste degradiert.

Da Steuerungssignale zwischen Mars und Kontrollstation bis zu 40 Minuten Laufzeit benötigen, ist Curiosity als erstes Marsfahrzeug mit zwei Kameras im Unterboden und einer Software ausgestattet, die es ermöglicht, Hindernisse in maximal vier Metern Entfernung zu erkennen und selbstständig darauf zu reagieren.

An der Frontseite verfügt Curiosity über einen zwei Meter langen Roboterarm mit drei Gelenken. Damit lassen sich die Messinstrumente direkt an die Objekte führen, die die Wissenschaftler in der Bodenstation auswählen. Bohrsystem, Baggerschaufel, Bürste und Sieb runden die serienmäßige Ausstattung des Mars-Rovers ab. Das Kommunikationssystem hält [foto id=“430338″ size=“small“ position=“left“]den Kontakt zwischen den beiden Welten Steuerung und Datenübertragung über das sogenannten „X-Band“ aufrecht, das im Wellenbereich von sieben bis acht Gigahertz arbeitet.

Durch die unterschiedlichen Radien der Umlaufbahnen von Mars und Erde schwankt die Entfernung zwischen den beiden Planeten zwischen 56 Millionen und 401 Millionen Kilometern. Die Reise von Curiosity an der Spitze einer amerikanischen Rakete vom Typ „Atlas V Centauer“ hatte am 26. November 2011 von Cape Canaveral an der Ostküste des Bundesstaates Florida begonnen. Ziel des zwei Milliarden Euro teuren Kleinwagens ist es übrigens, Wasser und Spuren von früherem Leben auf dem Mars zu finden. Grüne Männchen werden mit Sicherheit nicht darunter sein.

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Volkswagen T7.

Erlkönig: Der Volkswagen T7 kommt

Mercedes-Maybach GLS.

Mercedes-Maybach GLS Erlkönig auf Testfahrt

Bentley Flying Spur.

Bentley Flying Spur: Wo ist der beste Platz?

zoom_photo