Mercedes-Benz

Der SLR.Club lebt weiter
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Auch wenn die Produktion des Mercedes SLR McLaren zum Jahresende ausläuft, bleibt der SLR.Club für die ambitionieren Sportwagen-Fahrer weiterhin bestehen. Allerdings war die Durchsetzung des Fortbestands mit einigen Mühen verbunden – heute sind SLR-Eigner im Beirat der edlen Vereinigung vertreten.

Hintergrund: Die Käufer des SLR sind eine eingeschworene Gemeinschaft, die ihr fahrdynamisches Hobby ganz exklusiv im SLR.Club, deren Mitgliedschaft bei Kauf eines SLR automatisch läuft, frönen können.

Viele Eigner haben bereits ein Coupé oder hatten die letzte SLR-Variante, den Roadster 722 S bestellt – für manch betuchten Kunde sogar die vierte SLR Variante. Homebase des SLR.Club war ider Circuit Paul Ricard mit angeschlossenem Privat-Flugplatz, Golfplatz und Luxus-Hotel im südfranzösischen Le Castellet. Der Mietvertrag zur Nutzung dieser exklusiven wie auch teuren Location durch den SLR.Club läuft zum Jahresende aus. Dennoch pflegt die Gemeinschaft der SLR-Kundschaft die Philosophie der Homebase weiter. „Dafür hat Mercedes-Benz sogar ein Budget freigegeben“, versichert ein Manager – in Zeiten konsequenten Sparens ein schönes Entgegenkommen für die treuen Kunden des Konzerns.

Die Produktion des Mercedes SLR McLaren Roadster im McLaren Technology Centre in Woking kombinierte das Beste aus zwei Welten: Sie vereinigt die Vorteile des Mercedes-Benz Produktionssystems mit der Erfahrung von McLaren im Bau von Formel 1-Rennwagen. Den V8-Kompressor-Motor für den SLR steuert die Daimler-Tochter Mercedes-AMG bei. Damit ist nun endgültig Schluss: Das Beste kommt jetzt nur noch aus einer Welt und die ist rund um Stuttgart angesiedelt. Vom teuren SLR-Projekt hat sich der Konzern schon längst verabschiedet und mit dem SLS ein neues Technologie-Projekt angeschoben, mit dem sich wesentlich effizienter arbeiten lässt.

Klar ist aber auch, dass der neue SLS (Auslieferung Anfang 2010) kein Nachfolger für den SLR ist. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Kooperation zwischen Mercedes-Benz und McLaren im Dezember 2009 endet und darüber einige Mercedes-Benz-Manager nicht traurig sind. Bereits zum 1. Juli 2009 wurde die Auslieferung des neuen SLR an die Kunden in Woking gestoppt, sie erfolgt nun in Stuttgart. Insgesamt wurden 2.100 SLR gebaut, mit puristischen SLR Stirling Moss endet die SLR-Ära endgültig zum Jahresende.

Der SLR Stirling Moss (650 PS stark, knapp 900.000 Euro teure) ist ein echter Speedster, wie ihn sich Liebhaber wünschen und gleichzeitig markiert er die Krönung der Modellreihe. Im Mai 2009 wurde die Produktion der SLR Roadster-Modelle planmäßig gestoppt, das Coupé war zu diesem Zeitpunkt schon eingestellt. Lediglich vom SLR Stirling Moss werden bis Dezember 2009 mit dem von 1 bis 75 durchnummeriertem Fahrgestell limitierte 75 Exemplare gebaut. Wer einen SLR Stirling Moss haben möchte, muss bereits einen „normalen“ SLR besitzen – das ist eine Grundvoraussetzung. Ob alle schon verkauft sind? „Es wird wohl noch einer zu haben sein“, lautet die Antwort. In Zeiten finanziellen Engpässe ist die Begehrlichkeit nach einem Auto mit einem Kaufpreis von rund 900.000 Euro doch eher begrenzt.

Video: SLR Z199 Stirling Moss

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