DKW-Time am Schottenring
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Am 14. und 15. August ist DKW-Time. Wenn im heimischen Städtchen Schotten der „Schottenring Classic Grand Prix“ gestartet wird, erleben Motorrad-Fans eine kleine Sensation.

Denn noch nie waren so viele der höllisch lauten DKW-Ladepumpen-Rennmaschinen seit dem Zweiten Weltkrieg an einem Ort versammelt. Rund 20 Besitzer der berühmten DKW-Rennmaschinen folgen der Einladung von Audi Tradition und kommen aus ganz Europa nach Schotten.

Ende der 1930er-Jahre waren diese Motorräder in der 250er- und 350er-Klasse nahezu unschlagbar und darüber hinaus für noch etwas berühmt: Kein Motorrad war lauter. Wenn diese Ungetüme, gemeinsam losgelassen, zweimal täglich in Sonderläufen vom Start wegdonnern, werde man vielleicht eine Ahnung davon bekommen, warum sie als Legende in die Geschichte des Motorradsports eingingen, stellt der Veranstalter schon mal in Aussicht.

1938 hatte der grandiose Ewald Kluge auf seiner 250er DKW nicht nur die Europameisterschaft mit der höchst möglichen Punktzahl gewonnen, er gewann auch als erster Deutscher auf einer nicht englischen Maschine die sagenumwobene Isle of Man – das berühmteste Motorradrennen der Welt. Die Legende? Das schrille Kreischen von Kluges Maschine soll man bei entsprechendem Wind von der Insel in der irischen See sogar bis zum englischen Festland gehört haben.

Einige der etwa 150 gebauten DKW-Ladepumpen-Rennmaschinen der 1930er-Jahren haben überlebt. Audi Tradition bringt insgesamt sieben davon an den Schottenring. Ausgestellt werden hierbei die DKW US 250 Kompressor von 1939 und das Gespann DKW UL 700 von 1936. Beide Einzelstücke, die letzten Überlebenden einer Epoche. Angeworfen werden die DKW ORe 250 (1929), die DKW SS 250 (1935), die DKW SS 250 (1938), die DKW SS 250 (1939) und die DKW SS 350 von 1939. Platz auf den historischen Maschinen nehmen u.a. mit Ralf Waldmann und Harald Demuth zwei große Motorsportler. Waldmann ist zweifacher Motorrad-Vize-Weltmeister in der 250er Klasse und Demuth zweifacher deutscher Rallye-Meister, der nach vielen Einsätzen für Audi Tradition sein Debüt auf dem Motorrad geben wird.

Mit dabei sind auch eine NSU 500 Kompressor, eine DKW RM 350 und eine DKW RT 175 GS von 1956. Im gleichen Jahr wurde Gustl Hobl Vize-Weltmeister auf seiner RM 350, der sogenannten „Singenden Säge“. Mittlerweile im 80. Lebensjahr, lässt es sich Hobl nicht nehmen, mit seiner alten Maschine eine Runde auf dem Schottenring zu drehen. – Es heißt, es sei seine ultimativ letzte für Audi Tradition. Die offiziell letzte Runde dreht auch der deutsche Cross-Meister aus den 50ern, Heinz Klingenschmidt. Am 14. und 15. August sollen in täglich zwei Sonderläufen etwa 20 der DKW-Vorkriegs-Maschinen die Luft zum Erzittern bringen.

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