Ducati Diavel: Teuflisches Fahrvergnügen
Ducati Diavel: Teuflisches Fahrvergnügen Bilder

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Satan on the rocks: die Optik der Diavel ist stets ein Hingucker. Bilder

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Der Teufel im Detail: die Front der Ducati Diavel. Bilder

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Selbst Kurvenräubern ist mit der Diavel drin. Bilder

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ABS und Traktionskontrolle sind serienmäßig an Bord. Bilder

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Die Fahrleistungen der Ducati Diavel sind so martialisch wie ihr Äußeres. Bilder

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Ducati stellt mit der Diavel einen Sport-Roadster vor, der mit satten 162 PS Leistung, edlen Kohlefaserbauteilen und einem gigantischen 240er Hinterreifen die Zweirad-Konventionen sprengt – zum Preis von 20 190 Euro. Sein Debüt feierte der jüngste Sproß auf der Mailänder Heimmesse im letzten Herbst, und schon damals waren sich Messebesucher und Fachwelt uneins, was sie von diesem Fahrzeug halten sollten.

Ein polarisierendes Äußeres

Schließlich haben ihm seine Schöpfer neben den außergewöhnlichen technischen Eckdaten ein wahrlich polarisierendes Äußeres mitgegeben, mit dem dieses muskelbepackte Kraftpaket nicht jedermanns Zustimmung fand. Jetzt fand das mit Spannung erwartete Rollout statt, und zur Fahrprobe ließen die Ducati-Mannen die edelste der drei Diavel-Varianten antreten, die „Red Carbon“ zu 20 190 Euro.[foto id=“343621″ size=“small“ position=“right“] Daneben gehören noch die ganz in schwarz gehaltene „Black Carbon“ (19 690 Euro) und die Standard-Diavel (16 690 Euro) zur Familie, die ohne die Kohlefaserbauteile und ohne die leichten Schmiederäder der Carbon-Varianten auskommt.

Herzstück

Herzstück aller drei Modelle ist der Testastretta-11-Grad-Motor, ein 90-Grad-V2-Supersportaggregat mit 162 PS Spitzenleistung und einem maximalen Drehmoment von 127,5 Nm, das in seiner Konfiguration vom Allroundtalent Multistrada abstammt. Für den Fahrbetrieb bedeutet das: Im unteren Drehzahlbereich wirkt die Diavel nicht ganz so lässig wie ein Cruiser, doch ab 2 500 Touren schiebt die Ducati fast schon erbarmungslos an. Selbst geübten Naked Bike-Treibern zieht die Diavel beim Beschleunigen die gestählten Arme mächtig lang, aus dem Stand dürfte sich so manches Sportmotorrad schwer tun, das Juwel aus Borgo Panigale in Schach zu halten.

Errungenschaften der Elektronik

Anstelle eines Zündschlüssels trägt man bei der Diavel eine Keycard bei sich, gestartet wird mit einem Druck auf den Anlasserknopf, der sich unter dem Not-Aus-Schalter befindet. Weitere Errungenschaften der Elektronik sind drei [foto id=“343622″ size=“small“ position=“left“]verschiedene Motormappings, die vom Blinkerschalter aus eingestellt werden können: Im Sport-Modus sorgen die 162 PS und das knackige Ansprechen der Drosselklappen für beste Beschleunigung und ein gerüttelt Maß an Adrenalin. Etwas gemächlicher geht es beim „Touring“ zur Sache, es gibt ebenfalls die volle Leistung, aber eine zahmere Charakteristik. Im Urban-Modus spricht der große V-Motor noch sanfter an, die maximale Leistung ist auf 100 PS gekappt. Möglich macht das die Ride-by-wire-Technologie, bei der die Gasgriffbewegungen elektronisch an die Drosselklappen weitergeleitet werden. Dazu gibt es als weitere elektronische Fahrhilfe eine in acht verschiedenen Regelstufen einstellbare Traktionskontrolle. Angesichts des imposanten Drehmoments hat das gut funktionierende System beim Kurvenausgang eine sehr beruhigende Wirkung auf die Nerven des Fahrers. Dieser fühlt sich übrigens sehr gut durch die tiefe, lediglich 77 Zentimeter hohe Sitzmulde ins Motorrad integriert.

Ausreichend Rückhalt

Die nimmt den Piloten fast saugend auf und bietet ihm ausreichend Rückhalt beim kräftigen Angasen, nur die Fußrasten sind ein Spur zu weit vorn angebracht. Der recht hohe und nach hinten orientierte Lenker liegt dagegen problemlos zur Hand. Für engagiertes Kurvenfahren wünschte man sich jedoch etwas mehr Bewegungsfreiheit.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Überhaupt Kurvenfahren; An der Ausstattung nicht gespart; Fazit; techn. Daten & Preis

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Überhaupt Kurvenfahren

Wer angesichts des ellenlangen Radstands von 159 Zentimetern und des überbreiten 240er Heckpneus die Diavel für ein typisches Geradeaus-Motorrad gehalten hat, den belehrt die [foto id=“343624″ size=“small“ position=“left“]Ducati eines Besseren. Überraschend neutral und präzise geht die Italienerin ums Eck, lässt sich ohne große Überredungskunst auf die schräge Bahn bringen und hält dort ihren eingeschlagenen Kurs. Selbst Asphaltverwerfungen und grobe Unebenheiten – bei Zweirädern mit solchen Konstruktionsvorgaben üblicherweise eine Aufstellgarantie – machen der Diavel nichts aus. Ihre gute Stabilität verdankt sie auch der sportiven Abstimmung der mächtigen 50er Upside-Down-Gabel und des geschickt unter der Einarmschwinge platzierten Federbeins, die beide komplett einstellbar ausgeführt sind. Sie stehen für einen sportlich-straffen Fahrkomfort, der meilenweit weg vom beschaulichen Cruiserleben ein zumindest sportives Naturell verlangt.

Selbst beherztes Bremsen in Schräglage entlockt dem neuen Ducati-Spross gerade mal ein Schulterzucken. Für diese Manöver sind brachiale Brembostopper aus dem Supersportregal zuständig, in allen Diavel-Varianten serienmäßig mit ABS versehen. Subjektiv könnten die Regelintervalle etwas feinfühliger ausfallen, an der Wirkung gibt’s indes nichts auszusetzen.

An der Ausstattung nicht gespart

Getreu dem extrovertierten Auftritt mit breiten Backen und dicken Schultern haben die Produktentwickler an der Ausstattung nicht gespart. Die Diavel protzt mit modernen LEDs am Frontscheinwerfer, den Blinkern und dem Rücklicht, sogar das Kennzeichen wird von drei LEDs an einem witzigen Gitterrohrausleger beleuchtet. Gleich zwei Instrumente – [foto id=“343644″ size=“small“ position=“left“]darunter das erste farbige TFT-Display an einem Motorrad – informieren den Fahrer über alles Wichtige und Unwichtige und helfen ihm, den Überblick über die zahlreichen wählbaren Funktionen zu behalten. Allein die Zahlen des digitalen Tachos könnten etwas größer sein.

Fazit

Mit dem ersten Ausritt hat die Diavel vielen Kritikern den Wind aus den Segeln genommen. Statt unwilliger Wuchtbrumme entpuppt sich der „Teufel“ aus Bologna als potentes Werkzeug für den Dragstrip, als Aufmerksamkeitsgarant vorm Straßencafé und – am überraschendsten – als ein scharfes Kurvenwerkzeug, das jede Menge Fahrspaß und Exklusivität zu bieten hat – allein schon aufgrund des gesalzenen Preises von 20 190 Euro.

Datenblatt Ducati Diavel: Straßenmotorrad
Antrieb: flüssigkeitsgekühlte 90-Grad-Zweizylinder-Viertakt-V-Motor
vier Ventile je Zylinder
Hubraum: 1 198 ccm
Bohrung x Hub: 106 x 67,9 mm
max. Leistung: 162 PS/119 kW bei 9 050 U/min
max. Drehmoment: 127,5 Nm bei 8 000 U/min
   
  • elektronische Kraftstoffeinspritzung
• geregelter Katalysator
• Sechsganggetriebe
• Hybridrahmen aus Gitterstahlrohr mit Leichtmetallgussprofilen
• 50-mm-Upside-Down-Telegabel
• Aluminium-Einarmschwinge mit angelenktem Zentralfederbein
• zwei Scheibenbremsen vorn
• eine hinten
• ABS und Traktionskontrolle serienmäßig
   
Reifen: vorn 120/70 ZR 17
hinten 240/45 ZR 17
Sitzhöhe: 77 cm
Tankinhalt: 17 Liter
Trockengewicht: 207 kg
   
Preis: 20 190 Euro
(Standardversion 16 690 Euro)

 

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