IAA Nutzfahrzeuge

Erster gemeinsamer Auftritt: Volkswagen Truck & Bus

Die Transportbranche ist im Umbruch und muss sich verändern. Andreas Renschler (Foto), Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Truck & Bus GmbH, sieht den Konzern dafür gut gerüstet. Bilder

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Bessere Logistik, mehr E-Mobilität, digitale Lösungen, Vertrauen und Glauben - mit diesen Schlagwörtern inszeniert VW-Nutzfahrzeuge die Start-Up Night 2016 am Vorabend der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover. Erstmals präsentiert sich die neu gebildete Gruppe mit allen ihren Marken. Taktgeber ist Andreas Renschler, Vorstandsmitglied der AG und Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Truck & Bus GmbH, der mit schwerem Gerät auf die Bühne gefahren wird. In seiner Präsentation spricht er alle wichtigen Neuheiten des Unternehmens an. Seine Botschaft lautet: "Aus dem Plan auf Papier ist in weniger als einem Jahr eine real existierende Gesellschaft entstanden."Die Herausforderungen, denen sich Volkswagen Trucks & Bus zu stellen hat, sieht er in einem weltweit zunehmenden Online-Geschäft und größeren Frachtströmen sowie einem verschärften Wettbewerb. " Das Business ist zyklisch: Europa befindet sich im Wachstum in der ersten Hälfte 2016, in den USA läuft das Geschäft eher schwach wie auch in Lateinamerika." Trotzdem gebe es dort enormes Potenzial. "Wir sehen ermutigende Signale. In China sind die Zeiten zweistelligen Wachstums vorbei, aber es bietet weiter enorme Möglichkeiten." Renschler sieht das Unternehmen regional aufgestellt und meint, man könne von regionalem Wachstum profitieren. Dennoch gäbe es keine Alternative zu einer globalen Aufstellung, die dank der strategischen Allianz mit Navistar ebenso verfolgt werde. Gefragt seien bessere Transportmöglichkeiten.Als zweite große Entwicklung sieht Volkswagen die Digitalisierung. Die biete große Chancen über das Kerngeschäft als Fahrzeughersteller hinaus, doch dafür müssen alle Beteiligten die Welt des Transportes völlig neu denken. "Wir müssen Grenzen überwinden. Hardware allein wird dies nicht leisten. Software und kluge Transportlösungen werden zentral sein für den Erfolg. Die Digitalisierung und Big Data sorgen für fundamentale Umwälzungen, die einer Revolution gleichen."Das 2015 entstandene, junge Unternehmen ist dabei schon weit gekommen. Zusammen bilden die Teams von Scania, MAN und Volkswagen eine starke Allianz. Größe sei dabei kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zum Zweck. "Wir sind bereits mitten in der Umsetzung unserer Ziele", sagt Renschler selbstbewusst. "Die Zusammenarbeit zwischen den Marken wird gefördert, es wird global investiert."So will Volkswagen als Vollsortimenter mit einer umfassenden Produktpalette den Kunden und den Kunden seiner Kunden helfen. Dass er dies nicht alleine umsetzt, deutet Renschler eher knapp an und stellt seine Führungsmannschaft nur kurz vor, um sofort weiter von den Zielen des Unternehmens zu sprechen: "Für uns bedeutet das Umgestalten des Transports, dass wir umdenken müssen. Es wird nicht nur eine Technologie geben, die für alles reicht. Der Diesel ist in absehbarer Zukunft weiter wichtig. Doch elektrische Antriebe im Transport werden an Bedeutung zunehmen. Dabei werden Stadtbusse den Anfang machen."Als Beweis, dass dies nicht nur eine Vision ist, rollt dann ein MAN E-Truck lautlos auf die Bühne. Er basiert auf dem TGE Sattelzugschlepper. Dieser Hybrid-Truck von Scania für den leisen Lieferverkehr wird demnach schon bald auf den Straßen zu sehen sein. Zunächst sind die Stars bei der IAA folgende Modelle: Der neue Scania S730 als Flaggschiff der Marke, der komplett neue VW Crafter sowie der mit dem Crafter eng verwandte neue MAN TGE, der in Hannover Weltpremiere feiert und MAN zum Vollsortimenter bei Nutzfahrzeugen macht. Mit Innovationen bei Antrieb und Technik, etwa seitlichen Kopfairbags im schweren Lkw, will das Unternehmen punkten, ebenso mit hoher Vielfalt, modularem Aufbau und bester Vernetzung. Nicht zuletzt soll der Crafter auch als vollelektrischer Van angeboten werden."Qualitäten und Stärken eines Produktes werden in einem schwierigen Umwelt noch besser sichtbar", so Renschler. "VW Brasilien musste im Krisenmanagement viele Erfahrungen machen und hat erfolgreich navigiert. Der neue "Constellation" kommt jetzt in den brasilianischen Markt. Es gibt halt keine Serie für alle Märkte."Nach Auffassung von Volkswagen wird eine gute Hardware alleine nicht mehr ausreichen. Deshalb hat das Unternehmen "RIO" entwickelt. RIO ist eine Open-Cloud-Lösung. Diese jüngste Marke von Volkswagen steht für ultimative Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit - eine Plattform, die Ineffizienzen ausmerzen soll. Mit RIO sollen Verkehrsplanung, Ausfallzeiten, Parkplatzsuche und vieles mehr über eine einheitliche Software besser zu managen sein. Die Cloud-basierte Plattform bietet die integrierte Anwendung von Quellen, Daten und Systemen an. Alle Akteure werden verbunden. Es gibt Echtzeitdaten zur Koordination, RIO ist auch offen für gemischte Flotten. Dank FSM-Gateway kann jedes Fahrzeug damit ausgerüstet werden. Conti, Krone, Schmitz Cargobull, TomTom, Meiller und viele andere Zulieferer sind in die Entwicklung eingebunden. Volkswagen kündigt an, dass ab Frühling 2017 jeder neue MAN mit RIO als Serienausstattung ausgeliefert wird. Vorgestellt wird das System im Flaggschiff TGX. Im Laufe des Jahres 2017 werden alle Nutzfahrzeuge aus dem Haus volle Konnektivität bieten. Volkswagen präsentiert sich in Hannover mit starken Marken, starken Produkten und einem Team, das die Pole Position anstrebt. Die IAA Nutzfahrzeuge findet 2016 zum 66. Mal statt. Sie ist die weltweit wichtigste Leitmesse für Transport, Logistik und Mobilität und öffnet am 22. September ihre Tore für die Besucher. 2.013 Aussteller aus 52 Ländern zeigen bis zum 29. September ihre Neuheiten.

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Einer der Hauptdarsteller beim Volkswagen-Auftritt auf der Nutzfahrzeug-IAA ist der komplett neue VW Crafter.

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