Fahrbericht BMW F 800 GT: Neustart im Mittelfeld
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Die Tourenmaschine BMW F 800 GT hat im aktuellen Modelljahr mehr Leistung, eine neue Verkleidung und einen neuen Namen erhalten. Sie ersetzt das bisherige Tourenmodell der Baureihe F 800 ST. Der 798-ccm-Reihen-Zweizylinder-Motor leistet jetzt 66 kW/90 PS. Durch die Modellpflege ist auch der Preis von bisher 9 770 Euro auf 10 300 Euro gestiegen.

Es überrascht kaum, dass auch nach der Kraftkur keine spektakulären Leistungsexplosionen erfolgen, dafür ist der Zweizylinder auch nicht konzipiert. Spektakuläre Beschleunigungsorgien ist von der 221 Kilo schweren Maschine nicht zu erwarten. Aber die Kraft reicht allemal, um durchaus flott unterwegs zu sein und Überholvorgänge ohne Bangen absolvieren zu können. Mit etwas Anlaufzeit ist auch die vom Hersteller [foto id=“480646″ size=“small“ position=“left“]angegebene Höchstgeschwindigkeit von 224 km/h zu erreichen. Zügige Autobahnetappen sind aber durchaus entspannt absolvierbar, denn die GT bleibt auch bei hohem Tempo ruhig und hält unbeirrt die vorgegebene Spur.

Perfektes Terrain für den Mittelklasse-Tourer sind gut ausgebaute Bundes- und Landstraßen. Ohne Stress lässt sie sich exakt um Kurven zirkeln, macht willig jeden Richtungswechsel mit und bleibt stets stabil und spurtreu. Der Wechsel der sechs Gänge ist zwar stets leicht möglich, muss aber mit Nachdruck erfolgen, damit die gewählte Fahrstufe sauber einrastet. Vom Zahnriemenantrieb gibt es keine unerwarteten Reaktionen, ebenso souverän lassen sich die beiden vorderen Scheibenbremse sowie die hintere Scheibenbremse bedienen. Ein sensibel ansprechendes serienmäßiges ABS unterstützt den Fahrer bei der Verzögerung.

Die neu gestaltete Verkleidung mit deutlich größerer Fläche hält auch bei hohen Geschwindigkeiten viel Wind vom Fahrer fern, jedoch beim Wetterschutz mangelt es dagegen: Bei einer Regenfahrt ist der Pilot der Nässe ausgeliefert. Pluspunkte gibt es dagegen für das übersichtliche und informative Cockpit, die problemlose Handhabung der diversen Knöpfe und Schalter sowie für die vibrationsfreien Rückspiegel. Verbesserungsfähig ist der geringe Lenkereinschlag, der das Rangieren des Motorrads deutlich erschwert und auch bei langsamer Fahrt die Handlichkeit verringert.

Der Verbrauch des Reihen-Twins ist sehr stark von der Fahrweise abhängig: Er reichte von rund 4 Liter auf 100 Kilometer bei gemütlicher Fahrweise auf der Landstraße bis deutlich über 6 Liter bei zügiger Fahrt auf der Autobahn mit Koffern und Topcase. Bei gemischter Fahrweise bleibt [foto id=“480647″ size=“small“ position=“right“]der Verbrauch aber problemlos unter 5 Liter. So sind dank des 15 Liter fassenden Tanks Etappen von über 300 Kilometern ohne Zapfsäulenstopp möglich.

Der Preis der Maschine kratzt bereits in der Grundversion an der 10 000-Euro-Marke. Der Einstieg in die Welt der F 800 GT kostet schon 10 300 Euro. Die Aufpreisliste für werksseitiges Zubehör lässt weiter den Preis klettern. So kostet das Komfortpaket mit Heizgriffen, Bordcomputer, Hauptständer und Kofferhalter 450 Euro. Das Sicherheitspaket für 690 Euro besteht aus der erstmals in der Mittelklasse erhältlichen Traktionskontrolle „ASC“ und der elektronischen Fahrwerkseinstellung „ESA“ sowie der Reifenluftdruckkontrolle „RDC“. Und der Preis für das Gepäcksystem, das ja bei einem Motorrad mit dieser Ausrichtung unbedingt dazu gehört, summiert sich mit Koffern, Topcase und Tankrucksack auf rund 1 100 Euro.

Datenblatt: BMW F 800 GT

Motor: Mittelklasse-Sporttourer mit flüssigkeitsgekühltem Reihenzweizylinder-Motor, vier Ventile pro Zylinder, 798 ccm Hubraum, 66 kW/90 PS Leistung bei 8 000 U/min, maximales Drehmoment 86 Nm bei 5 800 U/min, geregelter Katalysator, elektronische Einspritzung, Sechsganggetriebe
Fahrwerk: Telegabel vorne, Aluminium-Einarmschwinge hinten
Maße und Gewichte: Reifen vorne: 120/70 ZR17, Reifen hinten: 180/55 ZR17, Höchstgeschwindigkeit: 224 km/h, Leergewicht: 213 kg, zulässiges Gesamtgewicht: 420 kg, Zuladung: 207 kg, Sitzhöhe: 80 cm, Tankinhalt: 15 l, Verbrauch: 4,7 l Super auf 100 km
Preis: 10 300 Euro

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