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Fahrbericht Mitsubishi L200: Große Freiheit

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Mit rundlichem Design, üppigem Platzangebot für die Passagiere und Pkw-ähnlichem Fahrkomfort will der Pick-up Mitsubishi L 200 mit Doppelkabine nun die Freunde des ur-amerikanischen Fahrzeugkonzepts für sich gewinnen. Den Antrieb besorgt ein 100 kW/136 PS starker 2,5-Liter-Dieselmotor. Mit 22 300 Euro liegt der Anschaffungspreis des Pick-up-Klassikers unter dem Niveau der SUVs des japanischen Herstellers.

Kleiner Laster großer Auftritt

Die Lust am kleinen Laster soll das nutzfahrzeuguntypische Design mit abgerundeten Karosseriekanten, Aluminium- und Chromapplikationen wecken.
Bullig aber dynamisch sorgt der zwei Tonnen schwere Allrader für einen großen Auftritt. Auch der Innenraum der Doppelkabine muss sich vor einem Pkw nicht verstecken; haptisch angenehmer Kunststoff statt abwaschbar ausssehender Plastikflächen prägt das Bild. Metallelemente veredeln Konsolen und Armaturenbrett.

Arbeitstier im Blechkleid

Unter dem schicken Blechkleid bleibt der Japaner ein Arbeitstier. Im gut gedämmten Innenraum entwickelt der 2,5-Liter-Selbstzünder zwar ein akzeptabel leises Motorengeräusch, doch der hektisch im Zylindertakt wedelnde Wählhebel für den zuschaltbaren Allradantrieb verrät den vibrierenden Nutzfahrzeugdiesel. Dabei bleiben die Fahrleistungen des Vierzylinders im Vergleich zu gängigen SUV-Motoren eher bescheiden. Fast 18 Sekunden dauert der Sprint von Null auf Tempo 100 in der Version mit Automatikgetriebe, bei 165 km/h ist Schluss mit der Beschleunigung.

Überzeugte fahrverhalten bei 10l Verbrauch

Ansonsten überzeugt der Pick-up im Fahrverhalten: Trotz seiner fünf Meter Länge benötigt der bullige Wagen zum Wenden in einem Zug nur 11,80 Meter Platz. Das Fahrwerk federt schlechte Straßen trotz Starrachse ordentlich ab, die Seitenneigung in Kurven bleibt eingedenk von 1,80 Metern Höhe in akzeptablen Grenzen. Die Bremsen des schweren Fahrzeugs verzögern gut. An Treibstoff genehmigt sich der Mitsubishi knapp zehn Liter Diesel auf 100 Kilometern. Recht kostspielig ist er in der Versicherung: Bei der AXA werden
821 Euro für die Haftpflicht verlangt.

Pritsche mit Hardtop

Ein Pritschenwagen hat keinen Kofferraum. Gepäckstücke und Einkäufe müssen daher auf die Rückbank oder auf die Ladefläche; und letzteres geht nur bei gutem Wetter, mit dem hierzulande nicht automatisch zu rechnen ist.
Optional sind jedoch eine Abdeckung und ein Hardtop erhältlich. Für den Wochenendeinkauf oder als Familienkutsche ist der Fünfsitzer daher weniger geeignet. Punkte sammelt er mit seiner 1,33 Meter langen Ladefläche als robustes Fahrzeug im Freizeiteinsatz. Besonders sperriges und zu Verschmutzung neigendes Gerät von Bergsteigern, Tauchern oder Drachenfliegern findet genug Platz. Für alltäglichere Lasten wie etwa Fahrräder ist die Pritsche hingegen zu kurz. Zudem engen die Radkästen den Raum zusätzlich ein. Beim Kauf lohnt daher ein Vergleich der drei angebotenen Kabinenarten mit ihren jeweils unterschiedlichen Pritschen-Längen hinsichtlich des individuellen Einsatzzweckes. Für das Beladen ist allerdings ein größerer Kraftaufwand vonnöten, da sich die Kante deutlich über Gürtelhöhe befindet. Gar keine Probleme hat der Japaner mit dem Ziehen von Anhänger; bis zu 2,7 Tonnen nimmt er auf die Kupplung, sein maximales Drehmoment von 314 Nm liegt bei 2 000 Umdrehungen an.

Sonnenterasse auf vier Rädern

Der Pritschen-Boden und die Rückseite der Ladeklappe bestehen aus unempfindlichem, gerilltem Kunststoff. Schmutz und Wasser haben wenig Gelegenheit, sich festzusetzen. Neben dem Gütertransport eignet sich der Ladeboden auch als Sitzfläche oder Sonnenterasse für pausierende Passagiere.
Unterstützt wird das Freiheitsgefühl des erhaben über den anderen Verkehrsteilnehmern sitzenden Pick-up-Fahrers durch das optional herunterfahrbare Heckfenster; gemeinsam mit geöffneten Seitenfenstern macht es das geländegängige Lasttier im Sommer zu einem halboffenen Vergnügen.

Technische Daten Mitsubishi L200 2.5 DI-D Intense

Pick-up mit Doppelkabine
Länge/Breite/Höhe/Radstand: 5,08 Meter/1,80 Meter/1,78 Meter/3,00 Meter; Bodenfreiheit 205 Millimeter, Leergewicht 2,07 Tonnen, Zuladung 775 Kilogramm, Anhängelast gebremst 2,7 Tonnen; Vierzylinder-2,5-Liter-Turbodiesel mit 100 kW/136 PS Leistung; maximales Drehmoment 314 Nm bei 2 000 Umdrehungen, Höchstgeschwindigkeit 165 km/h, 0-100 km/h in 17,8 Sekunden, Testverbrauch: 10,0 Liter Diesel auf 100 km, Euro 4. Kfz-Steuer: 401 Euro pro Jahr, Versicherung bei der AXA: KH 821,50 Euro (Typklasse 22, SF 1, Zulassung Düsseldorf, 100 Mio. Euro pauschal mit Schutzbrief), VK 521,25 Euro (Typklasse 20, SF 1, 300/150 Euro SB), TK 101,50 Euro (Typklasse 15, 150 Euro SB). Preis ab 22 300 Euro.

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