Ford

Ford Maverick: Neues elektronisch geregeltes Allradsystem

Vor diesem Erwartungshorizont nimmt sich der in wenigen Tagen auf dem Markt kommende technisch wie auch optisch aufgefrischte Ford Maverick wie ein Mauerblümchen aus. Doch Ford will mit der Vorstellung des neuen Maverick seine Präsenz im wachsenden Segment der SUV (Sports Utility Vehicles) unterstreichen
Ford Maverick Foto: Auto-Reporter/Ford
Mit der Marke Ford geht es auf dem deutschen Markt wieder bergauf. "Nach einem ausgesprochen schwachen zweiten Halbjahr 2003 und einem auch eher verhaltenen Start im Jahr 2004 haben wir im ersten Halbjahr einen Pkw-Marktanteil von 7,8 Prozent erreicht – wie im Juli 2004 – und liegen damit auf dem Niveau des Vorjahres", stellt Jürgen Stackmann, Direktor Marketing der Ford-Werke AG, während der Vorstellung des neuen Maverick fest "Wir erwarten, dass wir am Ende des Jahres besser dastehen als 2003". Diese Zuversicht wird auch getragen vom neuen Ford Focus, der Ende Oktober 2004 zunächst in der drei- und fünftürigen Schrägheckversion in den Handel gehen wird.
Zu den Volumenmodellen, die den Markanteil spürbar nach oben treiben werden, zählt der Ford Maverick nicht, aber er kann Emotionen wecken. "Dafür stehen der Maverick ebenso wie der Streetka und Sportka, der neue Mondeo Titanium oder die ST-Modelle vom Focus und Mondeo sowie bald vom Fiesta", erläuterte Stackmann im Gespräch. Vom Maverick, der jetzt drei Jahre auf dem Markt ist, verkauft Ford in Deutschland rund 2200 Einheiten.
Ford bietet für den Maverick wahlweise den 3,0-Liter V6 mit 203 PS oder den neuen 2,3-Liter Vierzylinder mit 150 PS an, der den schwachbrüstigen 2,0-Liter mit 124 PS ablöst. Sowohl der V6 als auch der 2,3 erfüllen die Abgasnorm Euro 4. Auch in Zukunft wird es für den Maverick keinen Dieselmotor geben.
Während einer ersten Testfahrt hinterließ der 2,3-Liter Benziner im überarbeiteten Maverick einen guten Eindruck. In Kombination mit dem manuell zu schaltendem Fünfganggetriebe, das sich nicht mehr nach US-Manier am Lenkrad bedienen lässt, sondern – wie in Europa üblich – aus der Mittelkonsole ragt, sorgen die 150 PS für ein flottes Fortkommen. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 170 km/h erreicht. Der 2,3-Liter Vierzylinder soll sich im Durchschnitt mit 9,9 Liter Normalbenzin auf 100 km zufrieden geben. Zum Vergleich: Der Maverick V6, den es nur mit einem Automatikgetriebe gibt, ist knapp 190 km/h schnell und konsumiert 11,6 Liter.
Der Ford Maverick ist jetzt mit einem neu entwickelten, vollautomatischem Allradsystem mit elektronischer Regelung ausgerüstet. In normalen Fahrbetrieb wird der Maverick an den Vorderräder angetrieben, jedoch ermittelt das "intelligente 4WD System" über eine feinfühlige Sensorik Traktionsverluste und stellt dann über eine elektromagnetische Kupplung den Kraftschluss zu den Hinterrädern her – im Bedarfsfall bis zum Verhältnis 50:50. Dabei braucht der Fahrer nicht einzugreifen. Natürlich ist Maverick kein klassischer Geländewagen, aber auf unbefestigtem Untergrund fühlt er sich auch zu Hause. Wer den Maverick als Zugwagen nutzt, darf beim Vierzylinder-Modell 1500 kg und beim V6-Maverick 1700 kg an den Haken nehmen, natürlich nur Anhänger mit Bremse.
Die ABS-Vierscheiben-Bremsanlage mit einem Bremsassistenten ergänzt. Auf das Sicherheitsplus ESP muss der Maverick-Fahrer allerdings verzichten; es ist auch gegen Aufpreis nicht lieferbar. Zur serienmäßigen passiven Sicherheitsausstattung gehören neben Frontairbags, Kopf-Schulter-Airbags vorn und hinten sowie Seiten-Airbags. Der Maverick 2.3 kostet 25 700 Euro in der Basisausführung und als "Highclass" 27 970 Euro, der Maverick Limited V6 steht mit 31 320 Euro in der Preisliste. (ar/pha)
Von Peter Hartmann
22. August 2004. Quelle: Auto-Reporter

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