Formel 1 fordert und fördert die Technik-Studenten

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Kaum ein Bauteil aus einem Formel-1-Boliden wird Eingang in ein Serienfahrzeug finden. Trotzdem nutzt die in den Rennfahrzeugen auf die Spitze getriebene Technik auch dem normalen Autofahrer. So kommentiert Professor Michael Wensing, Thermodynamiker und Forscher auf dem Gebiet der Verbrennungsmotoren an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, vor dem Start der Formel-1-Saison Sinn, Zweck und Inhalt der globalen Rennserie.

Für Wensing stellt die Formel 1 eine Entwicklungsplattform dar, die gleichzeitig eine Herausforderung für die Ingenieurszunft und ein Erprobungsfeld für das Erreichen des aktuell technisch Machbaren bietet. Nicht ohne Faszination erklärt Wensing zum Beispiel die Steuerung der Gaswechselventile in den Rennmotoren, die bis zu 20.000 Umdrehungen pro Minute erreichen. Diese Höchstbelastung beim Öffnen und Schließen der Ventile für den Gaswechsel wäre mit konventionellen Stahlfedern nicht möglich. Deshalb setzen die Motorenkonstrukteure für den Ventiltrieb abgeschlossene Luftpolster ein, die wie eine optimal leichte Feder wirken.

Weil diese Luftventile aber in ihrer Leistung während eines Rennens über 300 km nachlassen, muss die verlorene Luftmenge aus einer Gasflasche automatisch nachgefüllt werden. Für Alltagsfahrzeuge, sagt Professor Wensing, tauge diese Lösung nicht. Allerdings könnten durchaus immer kleinere Motoren im Alltag mit Druckluft aufgeladen werden – wie im Renngeschehen erprobt – um höhere spezifische Leistungen zu erzielen. Das sei bereits in einigen aktuellen Kleinwagen mit aufgeladenen Motoren und einer Hubraum-Literleistung von 88 kW/120 PS verwirklicht worden. Zudem sorge die Teilnahme an der Formel 1 in den beteiligten Unternehmen für eine höhere Mitarbeitermotivation. Diesen positiven Effekt erlebe er seit ein paar Jahren bei einer Gruppe von Studenten an der Friedrich-Alexander-Universität, die regelmäßig einen Rennwagen konstruiert und mit ihm an der weltweiten Formula-Student teilnimmt.

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