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Gebrauchtwagen-Check Audi A3 – Gut angelegtes Geld

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Die Innenaustattung ist für eine Kompaktklasse sehr hochwertig Bilder

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Audi setzte von Anfang an auch auf Sicherheit Bilder

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Beim neueren Dieselmodell ab 2003 treten häufig Probleme am Turbolader und Zylinderkopf auf Bilder

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Praktisch sind die Fünftürer Bilder

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Die zweite Generation des Audi A3 wurde nobler Bilder

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Kompaktfahrzeuge waren bis 1996 eher günstig und einfach gestrickt. Dann kam der Audi A3. Auf Basis des VW Golf IV bot der Ingolstädter mehr Komfort, eine höherwertigere Ausstattung und kräftige Motoren. Damit wurde er schnell zum Liebling nicht nur von Geschäftsleuten. Wie der erste Kompakte aus Ingolstadt nach Jahren abschneidet, klärt der Gebrauchtwagen-Check.

Kein Raumriese[foto id=“393863″ size=“small“ position=“right“]

Karosserie und Innenraum: Wie beim Golf bietet auch der A3 (Typ 8L) auf 4,15 Meter Länge ausreichend Platz für zwei bis vier Personen. Mit der fünften wird es eng, vor allem der Einstieg fällt schwer, da es den Audi bis 1999 nur als Dreitürer gab. Für Familien oder Singles mit viel Platzbedarf ist der Fünftürer praktischer, bei dem man auch leichter die Rücksitzlehen umklappen kann. Doch auch hier ist der A3 kein Raumriese, das Platzangebot wird erst mit dem Sportback ab 2004 besser.

Gute Verarbeitung

Dafür werden die Insassen auch schon in frühen Modellen mit guter Verarbeitung, hochwertiger Haptik und zeitlosem Design verwöhnt. Die Armaturen sind klar gezeichnet und wer nicht gerade eine Basisausstattung erwischt, erhält Komfortfeatures, die bis dahin nur aus höheren Klassen bekannt waren. Nach dem Facelift im September 2000 kamen höherwertige Polsterstoffe zum Einsatz, die zweite Generation ab 2003 legte in Sachen Verarbeitungsqualität und Materialien noch eins drauf. Wie bei einem Kompaktfahrzeug üblich, ist die Rundumsicht beim Audi gut und ermöglicht das sichere Abschätzen der Außenmaße, was besonders in engen Parklücken hilft.

Motor

Das Leistungsband beim A3 der ersten Generation liegt zwischen 66 kW/90 PS und 165 kW/225 PS beim S3 genannten Sportler. Sehr beliebt war der 1,9-Liter-Diesel mit 66 kW/90 PS und 110 PS, der allerdings viele Probleme bereiten kann und nicht unbedingt die wirtschaftlichste Wahl ist. Ein gerissener Zahnriemen kann einen teuren Motorschaden nach sich ziehen. Soll es doch ein Selbstzünder sein, dann unbedingt auf einen frischen Öl-Wechsel achten. Beim neueren Dieselmodell ab 2003 treten häufig Probleme am Turbolader und Zylinderkopf auf. Bei getunten Dieseln verbrennt schnell die Kupplung.

Die Wahl der Vernunft ist ein 1,6-Liter-Benziner mit 74 kW/100 PS, der zwar nicht besonders spritzig ist, aber den A3 dennoch flott antreibt. Auch die 1,8-Liter-Version mit 92 kW/125 PS ist ein adäquater Motor für den Audi. Dagegen sind die 1,8-Liter-Turbo-Benziner mit Vorsicht zu genießen, da sie gerne zur Spielwiese für Tuner wurden. Mit höherem Ladedruck und veränderter Motorsoftware kitzeln die Bleifuß-Spezialisten zwar ein paar mehr PS aus dem Motor, allerdings oft zu Lasten von Dauerhaltbarkeit, Verschleiß und Verbrauch.

Kaum Rost

Dafür ist die Auspuffanlage auch noch nach Jahren okay und nicht übermäßig vom Rost befallen, wie der TÜV-Mängelreport meldet. Ausgenommen sind nur die Anlagen der ersten Baujahre, deren Erstauspuff nun schon 15 Jahre auf den Buckel hat.

Ausstattung und Sicherheit

Audi setzte von Anfang an auch auf Sicherheit. Beim EuroNCAP-Crashtest 1998 erzielte der A3 vier von fünf möglichen Sternen. Seitenairbags gab es ab 1997, ESP nur modellabhängig. Darauf solltenInteressenten unbedingt achten. [foto id=“393864″ size=“small“ position=“left“] Nach dem Facelift bekam die Scheinwerfer Klarglasoptik. Von den vier angebotenen Ausstattungsvarianten Attraction, Ambition, Ambiente und S line, ist Ambiente zu bevorzugen. Darin sind unter anderem Vierspeichen-Lenkrad, Alcantara Sitze, Lichtpaket und eine Mittelarmlehne enthalten. Ab 2003 gibt es obligatorisch ESP und bis zu sechs Airbags.

Qualität

Auch ein Premium-Kompakter hat seine Problemzonen. Beim A3 sind es streikende Fensterheber, wackelige Vordersitze, sich lösender Softlack an der Türinnenverkleidung und die Klimaautomatik. Dafür rostet die verzinkte Karosserie nicht und die Bremsen zeigen sich auch noch nach Jahren stabil. Lediglich die Antriebswellen sind oft defekt und müssen getauscht werden. Schwächen leistet sich der A3 laut TÜV-Mängelreport nach zehn Jahren auch am Lenkungspiel, der Handbremse und an ganz alten Auspuffanlagen. Probleme an der Beleuchtungsanlage oder gar Ölverlust gibt es dagegen kaum.

Fazit

Premium kostet. Gepflegte gebrauchte A3 mit 15 Jahren auf dem Buckel gibt es selten unter 2.500 Euro. Besser ist es aber auf jüngere Modelle zurückzugreifen, dann mit fünf Türen, ESP, vielen Airbags und einer mittleren Ausstattung. Auf das Sportfahrwerk kann man getrost verzichten, da es viel zu hart und unkomfortabel ist. Besser, aber auch teurer, ist die zweite Generation des A3, die seit 2003 gebaut wird und gebraucht mindestens 7.500 Euro kostet.

 

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