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Gebrauchtwagen-Check: Mercedes B-Klasse (2005-2011) – Bitte ohne Schiebedach
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Der Innenraum ist gut verarbeitet Bilder

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Die B-Klasse bietet zu großen Teilen eine gute Qualität – die will aber auch bezahlt werden Bilder

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Qualitativ muss die erste Generation T 245 (2005 bis 2011) den Vergleich mit größeren Stern-Modellen nicht scheuen Bilder

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Bei der HU schlägt sich die B-Klasse überdurchschnittlich gut Bilder

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Viel Platz und ein hoher Sitz – die B-Klasse kann, was heutzutage kompakte SUVs können müssen Bilder

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Das Image des Senioren-Autos ist von der A-Klasse, bei der sich Mercedes ja von der Hochdach-Form verabschiedet hat, auf die B-Klasse übergegangen. Dabei kann der kompakte Van in Wahrheit vor allem als Familientransporteur punkten. Qualitativ muss die erste Generation T 245 (2005 bis 2011) den Vergleich mit größeren Stern-Modellen nicht scheuen.

Karosserie und Innenraum[foto id=”497855″ size=”small” position=”right”]

Der doppelte Boden, auch Sandwich-Boden genannt, sollte ursprünglich Platz für E-Auto-Batterie und Brennstoffzelle bieten. Bis zum Produktionsende der ersten B-Klasse 2011 hat es die Technik nicht in die Serie geschafft. Dafür profitieren die Insassen trotz kompakter Außenmaße mit 4,27 Metern Länge von einem sehr geräumigen Innenraum, der mit größerer Konkurrenz wie Opel Zafira oder VW Touran mithalten kann. Weiterer Effekt ist die hohe Sitzposition und der bequeme Einstieg, die den Kompakt-Van zum beliebten Kandidaten für die reifere Kundschaft macht. Der Innenraum bietet beste Verarbeitung und sollte auch nach 100.000 Kilometern nahezu neuwertig aussehen.

Motoren und Fahrwerk

Angemessen motorisiert ist man mit dem Selbstzünder B 180 CDI mit 80 kW/109 PS, von dem es ein üppiges Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt gibt. Ein Ausbund an Temperament ist er allerdings nicht, der 200 CDI (103 kW/140 PS) schlägt sich besser. Auf Benzinerseite passt auch der B 170 (später B 180) mit 85 kW/116 PS gut zum Kompakt-Van. Die Einstiegsmotorisierung B150 (später B160) mit 70 kW/95 PS ist weniger zu empfehlen, da die B-Klasse kein Leichtgewicht ist. Selten findet man das Top-Modell B 200 Turbo (142 kW/193 PS), öfter hingegen die 85 kW/116 PS starke[foto id=”497856″ size=”small” position=”left”] Erdgasversion B 170 NGT. Für einen kompakten Van ist die B-Klasse ungewöhnlich straff abgestimmt – um Missverständnissen vorzubeugen sei gesagt: Sportliche Naturen sind bei der B-Klasse trotzdem falsch.

Ausstattung und Sicherheit

Serienmäßig war die Basisversion der B-Klasse übersichtlich ausgestattet, die meisten Erstkäufer haben aber zumindest in Extras wie Klimaanlage und Radio investiert. Isofix-Halterungen auf den Außensitzen im Fond machen den Kompakten familientauglich. Wer Variabilität braucht, hält nach einer Variante mit dem optionalen Easy-Vario-System Ausschau, dann können Rückbank und Beifahrersitz nicht nur umgeklappt, sondern auch komplett ausgebaut werden. Vier Airbags waren immer Serie, genau wie der Schleuderschutz ESP. Beim Euro-NCAP-Crashtest reichte es 2006 für fünf Sterne.[foto id=”497857″ size=”small” position=”right”]

Qualität

Bei der HU schlägt sich die B-Klasse überdurchschnittlich gut. Einige Details haben die TÜV-Prüfer aber trotzdem auf ihrer Liste: So fallen siebenjährige B-Klassen beispielsweise wegen gebrochener Fahrwerkfedern auf. Oftmals leidet der kleine Van unter maroden Antriebswellen. Außerdem verschleißen die Bremsscheiben schnell und die Handbremse zieht oftmals ungleichmäßig. Vorbildlich langlebig sind dafür Auspuff und Katalysator. Nicht TÜV-relevant, aber trotzdem ärgerlich und kostspielig sind die Probleme mit dem Lamellen-Schiebedach, die viele B-Klassen haben. Bevor es mit den Jahren klappert oder undicht wird sollte man beim Gebrauchtwagenkauf im Zweifel lieber auf dieses Extra verzichten. Apropos klappern: [foto id=”497858″ size=”small” position=”left”]Überprüfen sollte man auch den Sitz der Chromleisten, sie fallen gerne mal ab. Ebenfalls negativ fällt der kleine Van mit Rost auf, beispielsweise an den Türen. Ein Schönheitsfehler, den man verschmerzen kann.

Fazit

Die B-Klasse bietet zu großen Teilen eine gute Qualität – die will aber auch bezahlt werden. Für ein Exemplar mit 150.000 Kilometern und mehr auf dem Tacho müssen Gebrauchtwagenkäufer bereits locker 6.500 Euro investieren. Bei einem Privatkauf eines älteren Modells lohnt sich also meist ein kurzer Werkstatt-Check auf die wenigen gängigen Gebrechen des Kompakt-Vans.

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