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Gebrauchtwagen-Check: Mercedes M-Klasse (zweite Generation) – Solides SUV mit typischen Schwächen
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Zum Produktionsende gab es ein Sondermodell mit Vollausstattung Bilder

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Im Gelände macht der ML nur mit dem optionalen Offroad-Paket eine wirklich gute Figur Bilder

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Erkennungszeichen ist die schräge C-Säule Bilder

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Der Mercedes ML zählt zu den besonders beliebten Luxus-SUV Bilder

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In der zweiten Generation ist die Mercedes M-Klasse (Typ W 164, 2005 bis 2011) zum richtigen SUV geworden. Statt Leiterrahmen gibt es wie beim Pkw eine selbsttragende Karosserie, statt serienmäßiger Offroad-Technik gab es Sperrdifferenziale und Unterfahrschutz nur noch gegen Aufpreis. Und noch etwas hat sich gegenüber dem Vorgänger geändert: die teils unterirdisch schlechte Qualität.

Karosserie und Innenraum

Die M-Klasse – offiziell ML-Klasse, da der Buchstabe „M“ bereits von anderen Automobilherstellern belegt ist – bietet alles, was man sich von einem SUV wünscht: Platz ohne Ende, eine hohe Sitzposition mit guter Übersicht und bulliges Design. Hohe Zuladung und üppige Anhängelast runden das Transport-Profil ab, während gute Traktion und hoher Fahrkomfort auch bei Leerfahrten punkten können.[foto id=“508889″ size=“small“ position=“right“] Der Innenraum ist markentypisch gut verarbeitet und überzeugt mit einem der Preisklasse angemessenen Edel-Ambiente. Wie in dieser Klasse üblich gibt es nur einen Karosserieversion, den klassischen Fünftürer. Auf gleicher technischer Basis stehen aber auch das siebensitzige Riesen-SUV GL sowie die van-artiger ausgelegte R-Klasse.

Motoren

In der aktuellen Auflage gibt es die M-Klasse auch mit Vierzylindermotor. Eine Generation vorher standen mindestens sechs Brennkammern zur Verfügung. Bereits der 140 kW/190 PS starke Einstiegsdiesel (280 CDI, Baujahr 2009: 300 CDI) bietet ausreichend Kraft, den mindestens zwei Tonnen schweren Allrader angemessen zu bewegen. Wer Wert auf niedrige Tankkosten legt, wählt den ab 2010 angebotenen ML 300 CDI mit 150 kW/204 PS und einem Normverbrauch von 8,4 Litern. Top-Selbstzünder ist der V8-Motor mit 225 kW/306 PS, der zwischen 2007 und 2009 als 420 CDI, später als 450 CDI [foto id=“508890″ size=“small“ position=“left“]verkauft wurde. Vergleichsweise selten auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu finden sind die Benziner – schon unter Laborbedingungen verbrauchen sie deutlich mehr als zehn Liter auf 100 Kilometern. Im Angebot waren ein V6- mit 200 kW/272 PS (ML 350) sowie zwei V8-Motoren mit 225 KW/306 PS (ML 500; ab 2007: 285 kW/388 PS) und 375 kW/510 PS in der AMG-Version. Nicht offiziell in Deutschland angeboten wurde der Benzin-Elektro-Hybrid ML 450, der rein für den amerikanischen Markt konzipiert war.

Ausstattung und Sicherheit

Für den Neupreis von mindestens 54.000 Euro beim Basismodell gab es die in dieser Klasse üblichen Standards wie Klimaautomatik, CD-Radio und Automatikgetriebe. Nicht mehr zur Grundausstattung jedoch zählte im Gegensatz zum Vorgänger die Allradtechnik. Zwar hat jede M-Klasse Allradantrieb und Bergabfahrhilfe an Bord, echt kernige Offroad-Zutaten wie Differentialsperren, Reduktionsgetriebe und Unterfahrschutz musste als Paket gegen Aufpreis dazu bestellt werden. Generell war die Optionsliste lang und führte unter anderem Xenonlicht, ein Schienensystem für den Laderaum und ein aktives luftgefedertes Fahrwerk auf. Neben sechs Airbags, Gurtkraftbegrenzern und der nun selbsttragenden Karosserie sorgt bei der M-Klasse auch das sogenannte Pre-Safe-System für Sicherheit, das gefährliche Fahrmanöver erkennt und vor dem Unfall Gurte strafft, Fenster schließt und den Bremskraftverstärker scharf schaltet. Zunächst gab es den Helfer gegen Aufpreis, nach dem Facellift 2008 zählte er zur Serienausstattung.[foto id=“508891″ size=“small“ position=“right“]

Qualität

Mercedes hat von den Fehlern bei der ersten Generation der M-Klasse gelernt. Die Zweitauflage wirkt schon auf den ersten Blick deutlich besser verarbeitet. Und auch die Technik ist solider. Probleme gibt es trotzdem, vor allem beim Fahrwerk, einer der üblichen SUV-Schwachstellen. Beim TÜV etwa fallen überdurchschnittlich häufig defekte Dämpfer und gebrochene Federn auf. Auch die Luftfederung ist gelegentlich anfällig. Bei den Benzinern gibt es vereinzelt an Kurbelwellen und den Stirnrädern der Nockenwelle. Vom Vorgänger geerbt hat die zweite ML-Generation den Hang zum Ölverlust, der schon in jungen Jahren auftritt. Ein Blick auf den Garagenboden ist also angeraten. Insgesamt stellt der TÜV dem großen Mercedes-SUV ein gemischtes Zeugnis aus. Allerdings schneiden die direkten Konkurrenten Audi Q7 und BMW X5 nicht unbedingt besser ab.

Fazit

SUV sind heißbegehrt – und der ML besonders. Die Preise sind daher immer noch relativ hoch. Zudem sollten die hohen Betriebskosten nicht vergessen werden. Mindestens 16.000 Euro plus Reserven sollten also im Budget vorhanden sein.

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