Gebrauchtwagen: Lieber Leder statt Lebensretter
Gebrauchtwagen: Lieber Leder statt Lebensretter Bilder

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Fürs Familienauto sind die einschlägigen Sicherheits-Assistenten wie ABS, ESP oder Brems-Assistent inzwischen längst selbstverständlich. Aber werden sie auch unbedingt im Zweitwagen gebraucht, der ja viel weniger bewegt wird? Eine Frage, die sich viele Gebrauchtwagenkäufer stellen. Und die oft so beantwortet wird, dass die Sicherheit weniger zählt als ein bisschen Luxus.Lieber Leder als mehr Airbags, lieber Cabrio ohne ESP statt Blechdach plus das oft lebensrettendes Stabilitätssystem? Der TÜV Süd hat Tipps für alle Gebraucht-Käufer zusammengestellt: Was sollte ein Second Hand-Auto unbedingt haben? Auch wenn es zu Lasten von Breitreifen oder Alufelgen geht, ein absolutes Muss ist ABS, das zwar schon länger vorgeschrieben ist, in älteren Schnäppchen aber durchaus noch fehlen kann. „Dann lässt sich das Auto bei einer Vollbremsung nicht mehr lenken“, so TÜV Süd-Experte Eberhard Lang. „Und das kann brenzlig werden.“

Zu den wirksamsten Lebensrettern im Auto gehört ESP. Es verhindert rund ein Viertel aller Unfälle und sogar 40 Prozent der potenziell tödlichen Crashs. Bis 2010 waren erst knapp 60 Prozent der Autos damit ausgestattet. Vor allem bei den billigen Kleinwagen fehlt es noch oft. Noch seltener in Gebrauchten zu finden ist der Brems-Assistent, der in Notsituationen für maximale Verzögerung sorgt und so Unfälle verhindern kann. Ein Segen für mehr Fahrsicherheit ist der Spurhalteassistent, der vor dem unbeabsichtigten Fahrspur-Wechsel oder dem Abkommen von der Straße warnt. Die neuesten Systeme greifen auch selbst ins Lenkgeschehen ein. Bisher kaum in Gebrauchten zu bekommen ist die automatische Notbremsung. Das System kann mit Hilfe von Kameras und Radar gefährliche Situationen erkennen und zunächst davor warnen, im Notfall auch selbstständig bremsen. Laut TÜV Süd bringt dieser elektronische Helfer ein genauso großes Sicherheitsplus wie ESP. Er ist also uneingeschränkt empfehlenswert. Alles, was sonst noch im Auto piepst, blinkt, vibriert oder auf sich aufmerksam macht wie Abstandswarner, Einparkhilfen oder Tote-Winkel-Erkenner, ist nach Ansicht des TÜV Süd zwar durchaus angenehm und oft auch hilfreich. Aber definitiv kein Ersatz für die wirklich wichtigen Lebensretter.

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