Mercedes-Benz

Gläserner Prototyp: Voller Durchblick im Entwicklungsprozess
Gläserner Prototyp: Voller Durchblick im Entwicklungsprozess Bilder

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Seit fast 125 Jahren stehen die Fahrzeuge von Daimler bei den Kunden für herausragende Produktqualität. Als älteste und bekannteste Automobilmarke der Welt testet Mercedes-Benz schon seit der Erfindung des Automobils durch Carl Benz und Gottlieb Daimler seine Produkte vor der Auslieferung an Kunden auf „Herz und Nieren“.

Eine höchstmögliche Fahrzeugqualität

Die systematische und intensive Fahrzeugerprobung ist eine der umfangreichsten Maßnahmen, die Mercedes-Benz im Entwicklungsprozess ergreift, um eine höchstmögliche Fahrzeugqualität zu gewährleisten. So hat als aktuellstes Beispiel für diesen Qualitätssicherungsprozess die neue E-Klasse mit über 36 Millionen Testkilometern, das entspricht circa 900 Erdumrundungen, das umfangreichste Erprobungsprogramm hinter sich, das ein Mercedes-Benz Pkw jemals absolviert hat.

„gläsernen Prototypen“

Den aktuellen Bauzustand der dabei eingesetzten Erprobungsfahrzeuge zu dokumentieren war bisher aufgrund laufender Konstruktionsoptimierungen, verschiedener Versionsstände der verbauten Teile und Komponenten sowie fortlaufender Verbesserungsmaßnahmen sehr aufwändig. Dank des so genannten „gläsernen Prototypen“ ist diese Dokumentation künftig immer automatisch auf dem aktuellen Stand. So lassen sich die Erprobungsmaßnahmen und deren Qualitätsstand deutlich besser planen, durchführen und transparenter auswerten.

Um „gläserne Prototypen“, mit erprobungsrelevanten Teilen ausgestattete Fahrzeuge, im Praxiseinsatz zu testen, wurden 135 Kunststoffteile im Innenraum eines Mercedes-Benz Actros und 58 metallische Teile im Motorraum einer Mercedes-Benz C-Klasse ausgewählt und mit RFID-Transpondern (Radio Frequency IDentification) ausgerüstet. Deren integrierte Datenspeicher lassen sich berührungslos und ohne Sichtkontakt durch Funkwellen auslesen und in allen technischen Details beschreiben. Zum Beispiel werden Informationen zum Teilenamen, der Teileversion oder dem Lieferanten gespeichert.

Unterschiedliche Konzepte

Dafür haben die Forscher von Mercedes-Benz unterschiedliche Konzepte erprobt: Manuelle Erfassung durch Handheldgeräte, externe Erfassung durch ein RFID-Gate sowie Erfassung durch das Fahrzeug selbst mittels on-board RFID-Equipment. Das Highlight: Weltweit erstmalig haben die Forscher bei ihren Tests ein Fahrzeug mit on-board RFID-Technik ausgerüstet. Dieser Mercedes-Benz GLK kann jederzeit und an jedem Ort 130 in ihm verbaute Teile selbst über installierte Antennen und Reader identifizieren und das Ergebnis mit dem Dokumentationssystem abgleichen.

Zielsetzung des neuen Verfahrens

Zielsetzung des neuen Verfahrens ist es, die verbauten Teilestände exakt und vollständig automatisiert zu dokumentieren. Das steigert die Erprobungseffizienz, erkennt und vermeidet damit manuelle Fehler wie beispielsweise einen unbemerkten unkorrekten Einbau von Teilen und erhöht die Qualität des gesamten Erprobungsprozesses. „Der „gläserne Prototyp“ kann den Erstaufbau der Erprobungsfahrzeuge sowie deren Umbauten jederzeit, sofort und an jedem Ort dokumentieren, mit den zentralen Dokumentationssystemen abgleichen und wenn notwendig korrigieren“, erklärt Projektleiter und Mitarbeiter der Daimler-Forschung Michael Patocka. Die Daimler-Forscher haben nachgewiesen, dass der „gläserne Prototyp“ technisch umsetzbar ist und sich in die bisherigen Prozesse und Systeme integrieren lässt. Die ersten Ergebnisse waren dabei so viel versprechend, dass mit dem Einsatz im Prototypenbau der künftigen Mercedes-Benz ML-Klasse begonnen wurde.

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