Im Slot: Revell hat mit dem MB 220 SE ein Siegerauto
Im Slot: Revell hat mit dem MB 220 SE ein Siegerauto Bilder

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Mit dem Mercedes-Benz der Baureihe W 112 als Rallyefahrzeug und Tourenwagen hat Revell ein Modellrennauto aufgelegt, das kein anderer Hersteller im Programm führt. Als jüngste Version MB 220 SE Rallye Argentina entstand nach Meinung der Leser der Zeitschrift “Modell Fahrzeug” sogar das “Slotcar des Jahres”. Mit dem 220 SE und dem 300 SE verbanden sich Anfang bis Mitte der 60er Jahre Namen wie Eugen Böhringer, Peter Lang und Dieter Glemser. Vorbild für die preisgekrönte Miniatur von Revell ist jedoch das Auto zweier Frauen. Ewy Rosqvist und Co-Pilotin Ursula Wirth. Sie gewannen als einziges gestartetes Damenteam den Gran Premio Argentino, das damals wohl härteste Straßenrennen der Welt.

Das Slotcar des Jahres im Maßstab 1:32 ist ausreichend, aber nicht übermotorisiert. Der Antrieb passt hervorragend zu dem Rennsport-Klassiker und geht zudem noch angenehm leise zur Sache. Die Reifen und der Magnet bieten nicht übermäßig starke Haftung, so dass sich auf glatterem Fahrbahnmaterial ein recht natürlich wirkendes Fahrverhalten mit gutmütig ausbrechendem Heck einstellt. Rasche Richtungswechsel sollten aber etwas umsichtiger in Angriff genommen werden, damit das Fahrzeug nicht aus dem Schlitz fliegt und sich überschlägt. Ärgerlich ist nur, dass der Leitkiel für Revell ungewöhnlich tief eintaucht, so dass Besitzer einer klassischen Scalectrix- oder einer SCX-Bahn um ein wenig Feinarbeit nicht herumkommen.

Echte Heckschleuder[foto id=”404212″ size=”small” position=”right”]

Der Magnet ist von unten mit zwei Schrauben vor der Hinterachse angebracht und lässt sich einfach entfernen. Ohne die Hafthilfe ist der Mercedes-Benz wegen der langen Überhänge und den schmalen Reifen allerdings eine echte Heckschleuder, die behutsam über die Slotpiste geführt werden will. Nach ein paar Eingewöhnungsrunden und wärmerem Reifengummi lässt er sich aber recht gut bewegen – vorausgesetzt man nimmt ein deutlich reduziertes Tempo in Kauf. Dem Fahrspaß ist dies keineswegs abträglich, und Highspeed passt ja ohnehin nicht zu einem Oldtimer, auch nicht auf der Slotpiste.

Die Detaillierung des 84 Gramm schweren Modellrennautos ist fein, aber nicht übertrieben. So verzichtete Revell beispielsweise auf die Außenspiegel. Der Stern auf der Motorhaube, der dritte Frontscheinwerfer mitten im Kühlergrill und auch der Schriftzug der Typenbezeichnung am Heck fehlen aber nicht. Auch die vielen Chromteile sind vorbildgerecht wiedergegeben und sorgen für optischen Genuss.

Innenraumgestaltung

Auch bei der Innenraumgestaltung hat sich Revell viel Mühe gegeben. Da fallen das originalgetreue Lenkrad mit dem großen Chromkranz ebenso ins Auge wie das Roadbook der Beifahrerin und die über die Lederhauben hochgezogenen Brillen. Zudem haben die Modellbauer nicht einfach im Regal auf bereits vorhandene Fahrerfiguren zurückgegriffen: Die beiden Insassen sind eindeutig als Frauen zu identifizieren.

Wie[foto id=”404213″ size=”small” position=”left”] bei den limitierten Auflagen von Revell üblich wird auch der Mercedes-Benz 220 SE # 711 Argentina Rally 1962 – so die offizielle Modellbezeichnung – in einem attraktiven Karton geliefert, der mit historischem Bildmaterial bedruckt ist. Dazu gibt es einige Zeilen über das Vorbild, mit dem die beiden Schwedinnen 1962 souverän die männliche Konkurrenz bei der südamerikanischen Rallye abhängten. Wer das Schmuckstück besitzen möchte, sollte nicht zu lange warten. Das Slotcar des Jahres gibt es nur in einer Auflage von 1500 Stück.

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