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Kia Carnival: Variabel und familienfreundlich
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Die Fahrzeugklasse der großen Vans biete keine Wachstumsaussichten, heißt es neuerdings häufig. Mit dem neuen Carnival will Kia das Gegenteil beweisen. Komplett neu entwickelt und nach den Bedürfnissen der Kunden in den USA, Europa und Japan ausgerichtet, tritt der Carnival gegen die etablierte Konkurrenz aus Frankreich und Deutschland an. Zum Verkaufsstart am 21. Juli stehen ein Vierzylinder-Dieselmotor mit 2,9 Litern Hubraum und 136 kW/185 PS und ein 2,7-Liter-V6-Benziner mit 139 kW/189 PS zur Wahl. Die Preise beginnen bei 27 490 Euro.

Viel Auto für wenig Geld war die Devise beim Vorgänger, der Neue bietet so gesehen etwas weniger Auto, weil die Länge um knappe zwölf Zentimeter auf nur mehr 4,81 Meter schrumpfte. Für den US-Markt und Korea ist auch eine 5,10-Meter-Variante im Angebot. Hierzulande legen die Kunden mehr Wert auf Wendigkeit, und da bietet die kürzere Version deutlich Vorteile – auch wenn es in die europäischen Parklücken geht. Im Gegenzug wuchs der Wagen in der Breite und Höhe, was dem Raumgefühl zugute kommt.

Alles in allem aber bietet der neue Carnival doch mehr fürs Geld: Das liegt nicht zuletzt an der sehr guten Ausstattung und der deutlich verbesserten Sicherheit des Siebensitzers. ESP sowie die heute übliche Airbagsammlung sind vorhanden und bei der Stabilität des Blechs legten die Koreaner deutlich zu. In den USA wurde dem Carnival bereits attestiert, derzeit der sicherste Van zu sein.

Das stabile Blech schlägt aufs Gewicht: Rund zwei Tonnen bringt der Van auf die Waage, und da muss es beim Motor schon ein bisschen mehr sein, will man im Verkehr nicht als Hindernis gelten. Rund 95 Prozent der jährlich 7 500 deutschen Carnival-Kunden werden sich für den Diesel entscheiden. Der Vierzylinder läuft harmonisch und bietet mit 343 Newtonmetern ab 1 500 Touren auch genügend Kraft für die Familienkutsche aus Korea. Allerdings leistet sich der Motor ein bemerkenswertes Turboloch. Spaß macht der Van, wenn man ihn zum Cruisen nutzt. Das gelassene Schlendern ist seine Domäne. Die schluckfreudige Federung im neuen Fahrwerk macht auch lange Touren angenehm.

Das Interieur des Carnival ist funktional, aber schmucklos. Sieben Einzelsitze bieten für die entsprechende Zahl Erwachsene ausreichende Platzverhältnisse für kurze Touren. Alle Sitze haben eine variable Lehne, so dass sich notfalls eine große Liegefläche erstellen lässt. Richtig vielseitig wird der Carnival, weil man die Sitze auch einzeln entnehmen kann. Da jeder Sitz 28 Kilogramm wiegt, dürfte dies aber die Ausnahme im automobilen Alltag bleiben. Wer nicht zu oft mit voller Besetzung reisen muss, lässt am besten die dritte Reihe weg und profitiert vom größeren Kofferraum. Während bei voller Bestuhlung nur 172 Liter Gepäck hinter die Sitze passen, sind es dann satte 1 263 Liter.

Die Ausstattung ist weitestgehend komplett. Eine serienmäßige Klimaautomatik, die getrennt für Fahrer, Beifahrer und Fond regulierbar ist, kann man in dieser Klasse sonst lange suchen. Ein ordentliches Audio-System ist ebenfalls an Bord. Kia bietet den Carnival 2.9 CRDi in drei Ausstattungsvarianten ab 27 490 Euro an, der Benziner ist ausschließlich als EX für 31 135 Euro erhältlich. In dieser Version gibt es neben einem elektrischen Kofferraumdeckel auch elektrisch betätigte Schiebetüren ab Werk.

Technische Daten Kia Carnival:

2,9-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor, 136 kW/185 PS, max. Drehmoment 343 Nm bei 1 500 U/min; Höchstgeschwindigkeit 197 km/h, Verbrauch 9,0 Liter/100 km, Preis ab 27 490 Euro;
2,7-Liter-V6-Benziner, 139 kW/189 PS, 249 Nm bei 4 000 U/min, 192 km/h; 10,9 Liter/100 km, ab 31 135 Euro.

mid

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