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Kia-Designchef Schreyer: „Design ist dann gut, wenn es sich gut verkauft“
Kia-Designchef Schreyer: Bilder

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Großen Anteil am steigenden Absatz der beiden koreanischen Automarken Kia und Hyundai hat deren deutscher Design-Chef Peter Schreyer. Denn die Gestaltung eines Pkw ist der Kaufgrund Nummer eins bei der Autowahl. Vor sieben Jahren wechselte der heute 60-jährige Bayer von Volkswagen zu Kia. Er verantwortete unter anderem die Karosseriegestaltung des VW Passat, des Audi TT sowie der vierten VW Golf-Generation und des VW New Beetle.

Design ist dann gut, wenn es sich gut verkauft und dem Besitzer Freude macht, sagt Schreyer im Interview mit „Auto Bild“. Dabei sind für die Gestaltung von Autos nicht nur optische, sondern auch technische Aspekte von Bedeutung. „Gesetzliche Regelungen spielen da hinein wie die Vorschriften zum Fußgängerschutz, die den gesamten Fahrzeugaufbau beeinflussen. Das war allerdings lästig.“ Daher müssen Designer viel von Technik verstehen. „Nicht bis ins letzte Detail wie die Techniker, aber sie brauchen den besten Gesamtüberblick.“

Bei den beiden Marken des Hyundai-Konzerns bestehen recht unterschiedliche Anforderungen. „Die Modelle von Hyundai sollen sinnbildlich wie Wassertropfen sein: elegant, flüssig, dynamisch, aber doch klassisch. Hyundai ist der Mercedes in Korea, während Kia die Rolle des jungen Wilden übernimmt. Kia-Modelle sind wie Ikea-Möbel: gut designt und trotzdem sehr preiswert“, so der Designer. Charakteristisch für die von ihm gestalteten Modelle von Kia ist das Familiengesicht, die sogenannte „Tigernase“. Diese [foto id=“488881″ size=“small“ position=“right“]Bezeichnung hat sich für den typischen Kühlergrill mit Doppeltrapez-Struktur mittlerweile eingebürgert. „Ich bin stolz darauf, der ganzen Modellpalette ein neues Gesicht gegeben zu haben – vom Kia Rio bis zum Optima“, sagt Schreyer.

In seinen Verantwortungsbereich fällt neben der Außengestaltung auch das Interieur bis hin zum Ton des Gurtwarners. Die Inneneinrichtung ist extrem wichtig. Die muss positiv überraschen, erklärt der Design-Chef. Besonders wichtig ist etwa das Lenkrad: Das muss passen wie ein Handschuh. Man braucht das Gefühl, dass es perfekt in der Hand liegt.“ Damit alle Komponenten der Autos auch zueinanderpassen und wie aus einem Guss wirken, ist eine enge Abstimmung notwendig. Daher war Schreyer in den vergangenen Jahren auch sehr häufig in Korea. „Es waren exakt 117 Reisen, also 234 Flüge. Und der nächste Trip steht kurz bevor.“ Doch der Aufwand hat sich offensichtlich gelohnt, denn Kia entwickelt sich mit hohen Zuwächsen in den vergangenen Jahren prächtig. Knapp 55 000 Autos haben die Koreaner im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft.

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