Le-Mans-Countdown: Tom Kristensens Blick hinter die Kulissen
Le-Mans-Countdown: Tom Kristensens Blick hinter die Kulissen Bilder

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Training fürs Team. Hier Martin Winkelhock (l.) und Timo Scheider. Bilder

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Anstrengen ist angesagt. Tom Kristensen im Winter-Camp. Bilder

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Tom Kristensen geht beim 24-Stunden-Rennen an den Start. Im Winter-Champ stand Fitness auf dem Programm. Bilder

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Tom Kristensen, in der Branche gilt er mit acht Siegen im 24-Stunden-Rennen als „König von Le Mans“, gewährt 100 Tage vor dem Startschuss zum weltweit berühmtesten Langstrecken-Rennen in einer wöchentlichen Kolumne einen Blick hinter die Kulissen des Rennens. Der Audi-Werksfahrer gibt dabei auch exklusive Einblicke in die Vorbereitung des Audi Sport Team Joest.

Rennen des Jahres

„Hej Motorsport-Fans! Es freut mich sehr, dass ich ab sofort jede Woche etwas über das Rennen des Jahres erzählen kann. Le Mans ist meine große Leidenschaft und eine der größten Herausforderungen, die es im Motorsport gibt. Vor allem ist es ein Rennen, das perfekt in unsere heutige Zeit und zu Audi passt. Es kommt in Le Mans sehr auf Effizienz und Zuverlässigkeit an, nicht nur auf Schnelligkeit. Und die wenigsten können sich vorstellen, wie viel Arbeit und Know-how in einem Le-Mans-Sieg stecken. Umso bemerkenswerter ist das, was Audi in den vergangenen Jahren in Le Mans geschafft hat – erst mit dem TFSI-Motor und seit 2006 mit dem TDI.

Meine persönliche Le-Mans-Vorbereitung

Meine persönliche Le-Mans-Vorbereitung hat im Januar leider einen Dämpfer erhalten. Ich habe mir im Sporturlaub in Spanien beim Badmintonspielen mit meinem Sohn Oliver die Achillessehne im linken Bein gerissen. Seitdem muss ich vor allem eines sein: geduldig, denn die Heilung dauert in der Regel 14 Wochen oder mehr, ehe man den Fuß wieder voll belasten darf. Noch muss ich einen Stützschuh tragen, den ich aber hoffentlich bald loswerde.

In Form halten

Ich versuche natürlich trotzdem, mich so gut wie möglich in Form zu halten. Ich bin auf Diät und habe beim Winter-Camp auf der Sonnenalp im Allgäu vergangene Woche offenbar einen ganz guten Eindruck hinterlassen – das hat mir zumindest Doc John, unser Teamarzt, bestätigt, der meine Rehabilitation von Anfang an mit Rat und Tat begleitet hat. Es war auch [foto id=“148683″ size=“small“ position=“right“]schön, Dr. Ullrich, Ralf Jüttner und die anderen Fahrer nach der Winterpause wiederzusehen. Anfang Januar war ich zu einer Sitzprobe in Ingolstadt, aber die meisten hatte ich das letzte Mal bei der Weihnachtsfeier in Ingolstadt im Dezember getroffen. Wir hatten uns also eine Menge zu erzählen …

Testfahrten in Sebring

Allan, Dindo, Marcel und „Rocky“ haben mir von den Testfahrten in Sebring berichtet, die sie im Januar absolviert haben. Dort waren auch die neuen Fahrer erstmals mit dem R15 TDI im Einsatz. Sie kamen offenbar auf Anhieb sehr gut zurecht, was bedeutet, dass wir in Le Mans im Juni ein sehr starkes Team sein werden. Das ist wichtig, wenn wir Peugeot, Aston Martin und die anderen starken Gegner schlagen wollen – und das ist nun einmal ganz klar unser Ziel.

Kurzer Abstecher nach Kempten

Ich habe auch einen kurzen Abstecher nach Kempten gemacht, um mich nach sechs tollen Jahren in der DTM endgültig von den Abt-Jungs zu verabschieden. Es war ein super Abend mit einigen Überraschungen. So hatten meine ehemaligen Mechaniker für mich zum Beispiel einen Zug aus Schlitten gebaut, auf dem „Tom K Express“ stand. Coole Idee, danke dafür!

Das Kapitel DTM

Das Kapitel DTM ist für mich damit endgültig abgeschlossen, auch wenn ich die Rennen weiter mit großem Interesse verfolgen und Eki, Timo & Co. die Daumen drücken werde. Für mich selbst heißt es nun aber volle Konzentration auf Le Mans und die anderen Renneinsätze mit dem Audi R15 TDI.

Exakt 99 Tage bis zum Start

Ab heute (5. März 2010, d. Red.) haben wir noch exakt 99 Tage bis zum Start des Rennens in Le Mans – und jeder einzelne Tag in der Le-Mans-Vorbereitung ist dabei verplant. Für uns Fahrer wird es nun auch spannend, weil die Testarbeit mit unserem diesjährigen Le-Mans-Auto beginnt.

Interimsmodell zum Einsatz

In Sebring kam im Januar ja noch ein Interimsmodell zum Einsatz. Der weiterentwickelte „R15 plus“, wie er bei Audi Sport intern genannt wird, hatte am Mittwoch in Neustadt sein Roll-out. Am Steuer saß „Rocky“, unser Jüngster, der im [foto id=“148684″ size=“small“ position=“left“]Januar das 24-Stunden-Rennen in Daytona gewonnen hat. Abgesehen davon, dass es nachts gefroren hatte und deshalb das Oval der Teststrecke nicht befahren werden konnte, lief alles nach Plan.

Auf dem Weg in die USA

Inzwischen ist der „R15 plus“ bereits auf dem Weg in die USA, wo dann bei hoffentlich gutem Wetter die ersten Testfahrten auf dem Programm stehen. Ich möchte heute noch gar nicht viel über unser neues Baby verraten. Nur eines vorab: Die Jungs bei Audi Sport in Ingolstadt und Neckarsulm und bei Joest haben in den letzten Monaten alles dafür getan, damit wir den Le-Mans-Pokal nach Ingolstadt zurückholen können. Auch wenn diese Aufgabe wie immer in Le Mans alles andere als einfach ist …

Nun sind wir Fahrer an der Reihe

Nun sind wir Fahrer an der Reihe. Gemeinsam mit Ralf Jüttner, Jo Hausner und den anderen cleveren Technikern müssen wir versuchen, mit viel Feinarbeit das Optimum aus dem Auto herauszuholen. Bis zum 12. Juni um 15 Uhr haben wir Zeit dazu. Dann muss alles perfekt passen. Wie wir bei den Entwicklungstests arbeiten und worauf es dabei ankommt, erzähle ich Ihnen nächste Woche aus erster Hand. Vielleicht darf ich Ihnen dann auch schon ein erstes Foto von unserem neuen Le-Mans-Renner zeigen.“

Ihr Tom Kristensen

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