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Mazda-Design – Ein bisschen verrückt darf sein
Mazda-Design - Ein bisschen verrückt darf sein Bilder

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Greger leitet die „Colour & Material“-Abteilung am Sitz des europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrum von Mazda in Oberursel, ist also Chefin über Farben und Materialien. Bilder

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Von jeder Materialsorte gibt es wieder verschiedene Arten und Farbschattierungen. Bilder

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Hier stehen, hängen oder liegen ordentlich verstaut in Schubladen unzählige Einzelstücke aus Papier, Holz, Metall, Kunststoff, Leder, Stoff oder Glas. Bilder

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Auch die Funktionalität der begutachteten Produkte spielt keine Rolle. Bilder

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Wenn Maria Greger und ihr Team die Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt oder die Möbelmesse in Mailand besuchen, haben sie weder Margen noch Marketingkonzepte im Kopf. Bilder

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. Seit die Farbe Rubinrot-Metallic – eine Rottönung zwischen Ferrari- und Alfa Romeo-Rot - im Angebot ist, entscheiden sich immer mehr Kunden für diese auffällige Farbe. Bilder

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Wenn Maria Greger und ihr Team die Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt oder die Möbelmesse in Mailand besuchen, haben sie weder Margen noch Marketingkonzepte im Kopf. Auch die Funktionalität der begutachteten Produkte spielt keine Rolle. Ihre Sinne sind – befreit von jeglichen betriebswirtschaftlichen Zwängen – nur am schönen Schein interessiert. Greger ist Designerin und schaut sich einfach um.

Nur Schauen ist aber nicht richtig,[foto id=“500610″ size=“small“ position=“right“] die anderen Sinne – bis auf den Geschmackssinn – kommen ebenfalls auf ihren Rundgängen nicht zu kurz, also fühlen, riechen, anfassen. Keine Bange, die Designerin ist nicht auf Plagiatstour, sondern lässt sich für ihre Arbeit als Fahrzeuginnenraum-Gestalterin inspirieren. Greger leitet die „Colour & Material“-Abteilung am Sitz des europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrum von Mazda in Oberursel, ist also Chefin über Farben und Materialien.

Die Bezeichnung ist durchaus wörtlich zu nehmen. Ihr riesiges Büro ist eine Ansammlung von Stoff-, Farb- und Materialmustern. Hier stehen, hängen oder liegen ordentlich verstaut in Schubladen unzählige Einzelstücke aus Papier, Holz, Metall, Kunststoff, Leder, Stoff oder Glas. Nicht zu vergessen: Garnrollen, Gläser, Stühle, Schüsseln oder Holzkisten. Von jeder Materialsorte gibt es wieder verschiedene Arten und Farbschattierungen. In Gregers Regalen landen auch die Messe-„Fundstücke“: Holzhocker, Schlüsselanhänger oder auch Messer und Briefbeschwerer. Allein ob der Masse den Überblick zu halten, ist schon eine Herausforderung, an Saubermachen oder Staubwischen will man überhaupt keinen Gedanken verschwenden.[foto id=“500611″ size=“small“ position=“left“]

Aber wofür ist das ganze Material-Sammelsurium gut? Die Teile dienen als großes Puzzlespiel zum Zusammenfügen, Anfühlen und Ausprobieren: Welcher Kunststoff sieht gut aus? Welche Applikationen passen dazu? Welches Leder fühlt sich gut aus? Was ließe sich miteinander kombinieren? Dabei darf es vor allem im Anfangsstadium ruhig etwas verrückt zugehen. Warum sich nicht von einer Metallschüssel mit kobaltblauem Innenfinish inspirieren lassen und das Ganze mit Holz kombinieren? „Wichtig ist, dass Materialmix und Farben harmonieren und dass ein hochwertiger Eindruck entsteht“, erläutert Greger ihre Kombinationen.

Natürlich macht es einen Unterschied, ob der Innenraum eines Mazda2 oder Mazda6 gestaltet werden. „Ein Kleinwagen-Interieur darf farbenfroher als das einer Mittelklasse-Limousine sein“, so Greger. Lange Zeit galt dies auch für die Außenfarbe. Wo ein Mazda2 schon vor Jahren in einem grellgrünen Metalliclack vorfuhr, zeigten sich die Käufer vom Mazda6 konservativer[foto id=“500612″ size=“small“ position=“right“] und orderten die Limousine überwiegend in Schwarz und Silber. Das muss aber nicht immer so sein, dachte man sich in der Abteilung „Colour & Material“ und kreierten einen neuen Mazda-Rotton. Seit die Farbe Rubinrot-Metallic – eine Rottönung zwischen Ferrari- und Alfa Romeo-Rot – im Angebot ist, entscheiden sich immer mehr Kunden für diese auffällige Farbe. Die bisherigen Favoriten hat das Rot schon von den ersten Plätzen verdrängt. Beim Mazda6 fallen mittlerweile 30 Prozent der Bestellungen auf diese Metalliclackierung und das obwohl sie 20 Prozent teurer ist als die herkömmlichen Metalliclacke. Ein größeres Kompliment beziehungsweise Bestätigung für ihre Tätigkeit könnte das Designteam kaum erhalten.

Gregers Entwürfe gehen schließlich nach Japan in die Mazda-Konzernzentrale. Sie werden geprüft, inwieweit sie auch für nicht europäische Märkte passen. Dabei kann es schon zu kuriosen Gegebenheiten kommen, die kulturelle Geschmacksunterschiede deutlich machen, erzählt Greger. Vor Jahren setzte das europäische Designteam auf die Verwendung von Klavierlack, um hochwertiges Ambiente zu erzeugen. Doch die japanischen Designer lehnten dies zunächst ab, für sie waren damals glänzende Lackschichten der Inbegriff von Spießigkeit.[foto id=“500613″ size=“small“ position=“left“]

Wichtiger als der Geschmackstest ist jedoch die Frage, ob sich die Vorschläge auch bei der Autoproduktion umsetzen lassen. Sind zum Beispiel Zulieferer in der Lage, einen bestimmten Farbton zu liefern und vor allen Dingen zu welchen Kosten? Es dauert also, bis Ideen in der Serienproduktion umgesetzt werden können. Zeit, in der Greger und ihr Team schon auf Suche nach neuen Inspirationsquellen sind und zum Beispiel Modetrends in Mailand, London oder New York beobachten und neben Museen auch wieder Messen besuchen. Platz für weitere Muster lässt sich in Oberursel sicherlich noch finden. Und wer weiß, vielleicht taucht irgendwann ein Kobaltblau-Ton mit Holzapplikationen im Innenraum eines Mazda-Fahrzeugs auf?

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